Jabra UC Voice 750 im Test:
UC-Allrounder für Firma und Spieler gleichermaßen

Das Jabra UC Voice 750 lässt die Grenzen zwischen Arbeits- und Freizeitgerät weiter verschwimmen. Das Headset klingt nicht nur bei Konferenzen gut, sondern kann auch beim heimischen Film- und Musikgenuss überzeugen.

Jabra UC Voice 750 (Bild: kaz)

Jabra UC Voice 750 (Bild: kaz)

Am 17.08. trafen sich ausgewählte Blogger zu einem vertraulichen Treffen in Berlin, um zwei Neuigkeiten der dänischen Firma GN Netcom zu erfahren. Während ich zum einen Gerät nur sagen kann, dass es ein tolles Consumer-Teil ist, darf ich heute den Schleier um Nummer zwei lüften: Es handelt sich um das „Jabra UC Voice 750”, ein kabelgebundenes Headset mit sehr gutem Klang, kleinem Preis und Eignung für UC-Lösungen. Doch durch das ansprechende Design und den günstigen Preis sollten sich auch andere Gruppen angesprochen fühlen.

GN Netcom, in Firmenkreisen besser bekannt als „Jabra”, stattet Call-Center aus und liefert Unternehmenskommunikation – neben dem Erzrivalen Plantronics. Doch während sich der Konkurrent auch im Consumer-Bereich ausgebreitet hat, blieben die Dänen dort bisher im Bereich Bluetooth stecken. Mit dem UC Voice soll sich die Situation ändern, denn das schicke Design richtet sich durchaus auch an Privatkunden.

Jabra UC Voice 750 im Test
Jabra UC Voice 750Jabra UC Voice 750  (Bild: kaz)Jabra UC Voice 750  (Bild: kaz)Jabra UC Voice 750  (Bild: kaz)
Jabra UC Voice 750  (Bild: kaz)

Design

Jabra UC Voice 750 (Bild: kaz)

Jabra UC Voice 750 (Bild: kaz)

Das Jabra UC Voice 750 sieht überraschend anders aus: kein matt-graues Plastik, sondern ein Karomuster wie bei gewebtem Material. Dazu ein leicht gepolsterter Bügel und zwei äußerst weiche Ohrkissen, die austauschbar sind. Das Mikrofon lässt sich in beide Richtungen drehen, was die Unterscheidung von “Links” und “Rechts” erschwert, denn eine Beschriftung fehlt. Im ca. 2 m langen USB-Kabel wurde eine Bedieneinheit integriert, die sowohl die Lautstärkeregelung übernimmt als auch Gespräche annehmen und das Mikrofon stummschalten kann. Bis auf die Gesprächsannahme funktioniert alles auch unter Linux oder Mac.

Alltagsgebrauch

Sobald ein Kopfhörer aufgesetzt wurde, tritt der Designaspekt in den Hintergrund. Jetzt müssen Sitzkomfort und Klangqualität überzeugen. Durch die bereits erwähnten weichen Polster sitzen die Kopfhörer weich auf den Ohren ohne zu drücken, gleichzeitig werden Umgebungsgeräusche gedämpft. Auch auf der Gegenseite bekommt man nur wenig von der Umgebung mit, da das Mikrofon die Geräuschkulisse abschwächt, ohne die Stimme zu verändern. Allerdings funktioniert das nur bedingt, denn was bei Bluetooth-Headsets per Software geschieht, muss das Mikrofon passiv durch Richtcharakteristik und Empfindlichkeit erreichen. Entsprechend klingt schwach der Hintergrund mit, während die Stimme laut und klar übertragen wird.

Jabra UC Voice 750 (Bild: kaz)

Jabra UC Voice 750 (Bild: kaz)

Erstaunt war ich über die Musikfähigkeit, denn der Klang ist gut geeignet für anspruchsvolle Stücke und bietet ein breites Klangspektrum. Allerdings wird der Bereich der Sprache überbetont, was dem Einsatzzweck geschuldet ist und eigentlich keinen Makel darstellt. Bei virtuellen Konferenzen wird der Ton auch nur im Monoformat übertragen, weshalb der Kopfhörer keine Markierung besitzt, welcher Hörer links und welcher rechts hingehört. (Tipp: rechts ist, wenn das Mikrofon ebenfalls rechts steckt.)

Gut gefallen kann der angenehme Sitzkomfort. Weder „heiße Ohren”, noch ein Drücken bei Brillenträgern war nach längerem Tragen zu spüren. Durch die leichte Bauweise, den guten Tragekomfort, die hervorragende Sprachwiedergabe und die leichte Abschirmung nach außen möchte ich behaupten, dass auch Gamer Interesse am Jabra UC Voice 750 MS haben dürften. Dafür spricht zudem die mitgelieferte Neopren-Tasche, in der man das UC Voice 750 verstaut. Etwas ärgerlich ist die Bügelmechanik. Um die Ohren zu erreichen, lässt sich der Bügel ausziehen. Am linken Bügel (dort wo kein Mikrofon ist) zieht sich das Gebilde immer zusammen und verbleibt nach dem Absetzen nicht in der optimalen Passform.

Fazit

Das Jabra UC Voice 750 MS beweist, dass Jabra, Verzeihung GN Netcom, auch im Consumerbereich mehr kann, als nur Bluetooth-Headsets. Das UC Voice stellt mit seinem moderaten Preis von 60 Euro für die Mono- und 70 Euro für die Stereovariante eine gute Lösung für Chats und Filmgenuss dar. Und dank des geringen Packmaßes eignet es sich auch für Firmen, in denen man sich täglich aufs Neue seinen Rollcontainer schnappen muss und einen PC-Platz sucht. Im Endkundensegment dürften insbesondere Gamer das Jabra UC Voice 750 in ihr Herz einschließen, deren Bedürfnisse das Headset merkwürdigerweise auch abhakt. Ob das nur ein Testballon ist?

Das Jabra UC Voice 750 kann man direkt über Jabra bestellen.

 

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