snakebyte eins:
Android-Tablet und Spielkonsole

Längst existieren Konzepte, mit denen aus Android-Geräten Spielkonsolen werden. Die prominenteren Produkte der letzten Zeit dürften die Spielkonsole Ouya oder das 3D-Tablet Wikipad sein. In eine ähnliche Richtung schielt auch der Zubehörhersteller snakebyte mit dem Tablet snakebyte eins.

Das derzeit einzige Foto des Tablet snakebyte eins (Foto: snakebyte)Das zuletzt auf der Spielemesse gamescom in Köln vorgestellte snakebyte eins ist in erster Linie ein Tablet-Computer, der über ein 7 Zoll großes Display mit einer Auflösung von 1.280 x 800 Pixel verfügt. Weiterhin verbaut das Unternehmen einen Cortex-A9-Dualcore-Prozessor mit 1,6 GHz, eine MALI-400 Grafikeinheit, 1 GB RAM, 16 GB Flash-Speicher, einen microSD-Kartenslot (maximal 32 GB), einen USB-Anschluss (Host & OTG), einen HDMI-Ausgang (HDMI 1.4) und Bluetooth 4.0 (2x). Zur Spielkonsole wird die Touchscreen-Maschine durch die Dockingstation “eins: dock”, mit der man das Tablet mit dem HDTV verbindet sowie die “Hauptzentrale” auflädt. Eine Bildausgabe bis maximal 1.080p wird versprochen. Hinzu gesellen sich der obligatorische Gaming-Controller “eins:con” sowie eine Fernbedienung “eins:mote”.

Android-Gaming: Ouya und WikiPad im Bild
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wikipad-2Das snakebyte eins (Foto: snakebyte)

Tablet, Dockingstation und mehr

Alles zusammen ergibt für snakebyte also eine vollwertige und flexible Spielkonsole, die sich laut eigenen Aussagen sehr von Ouya unterscheidet. Denn man ist schließlich in der Lage, ein Spiel sowohl unterwegs am Tablet als auch daheim im Wohnzimmer zu erleben. Außerdem hätte man das snakebyte eins schon Anfang des Jahres auf der CES 2012 gezeigt – damals war noch gar nicht die Rede von dem bei dem Crowdfunding-Portal Kickstarter finanzierten Entertainmentwürfel.

Snakebyte möchte parallel zu dem Konsolen-Komplettpaket ein spezielles Gamingtablet mit physischen Tasten anbieten. Das “eins:gametab” dürfte dann in die gleiche Richtung wie das Wikipad gehen, das bereits in diesem Jahr mit Tegra-3-Quadcore-Prozessor in den Handel kommen soll – wenn es nicht wieder verschoben wird. Bei snakebyte lässt man sich bis zum 1. Quartal 2013 Zeit, dann soll die Spieleplattform für 199 Euro (UVP) erscheinen.

Genügend Alternativen – schon jetzt

Bis dahin ist snakebyte bemüht, Spieleentwickler von dem in Deutschland entworfenen System zu überzeugen. Das sollte nicht schwierig sein, schließlich kommt Android in Version 4.0 zum Einsatz. Eine eigene, leicht zu bedienende Benutzeroberfläche sowie ein eigener Shop neben Google Play sind vorgesehen. Ebenfalls spricht snakebyte bereits vor Zubehör-Produkten, die parallel angeboten werden.

Sicherlich ist der Preis überaus reizvoll, denn für 200 Euro erhält man ein aktuelles Android-Tablet sowie eine vermutlich einfache Lösung, um dieses an dem heimischen Fernseher als Spielkonsole zu betreiben. Quasi zwei Geräte in einem. Dennoch muss snakebyte erst einmal zeigen, dass man Entwickler überzeugen und im besten Fall optimierte Spiele bzw. Apps anbieten kann. Ein Knackpunkt könnte die Leistungsfähigkeit sein: Wikipad, Ouya und sogar das Google Nexus 7 wollen mit Vierkern-Prozessoren punkten, die meisten aktuellen Android-Geräte verfügen außerdem längst über HDMI-Ausgänge und die Möglichkeit, Bluetooth-Controller zu nutzen. Ob sich snakebyte eins hier von der vielfältigen Konkurrenz abheben kann?

Wer zum Thema weiterlesen möchte – hier hatten wir über die Spielkonsole Ouya und das 3D-Tablet Wikipad bereits berichtet:

 

Sven Wernicke

Sven Wernicke hat eine Vorliebe für verspielte Gadgets, kunterbunte LEDs und Technik, die unterhalten möchte.  Wenn ihm als Freiberufler noch etwas Freizeit bleibt, bastelt er an seinen eigenen Projekten wie zum Beispiel Polygamia.de.

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