Kickstarter Projekt mPrinter:
Der WLAN-Drucker in der Hosentasche

Ein WLAN-tauglicher Drucker, der über ein Web-Portal in der Lage sein soll, dynamische Inhalte von anderen Webseiten schnell und einfach zu Papier zu bringen – das ist Ziel eines neuen Kickstarter Projekts namens mPrinter.

mPrinter (Quelle: Andy Muldowney)Das Kickstarter-Projekt mPrinter hat zum Ziel, eine vollintegrierten und mobilen WLAN-tauglichen Thermo-Drucker zur Serienreife zu bringen. Der Clou am mPrinter ist jedoch das dazugehörige Internet-Portal: über eine offenes Protokoll soll es möglich werden, dynamische Inhalte aus externen Webseiten zu sogenannten mPrints zusammenzufassen, die dann mit dem mPrinter ausgedruckt werden könnnen.

Ein Bösewicht, wer nun plant sich einen solchen Drucker ins Handschuhfach seines Autos zu legen, um fortan seine Parktickets nicht mehr an der Parkuhr zu kaufen, sondern einfach selbst zu drucken. Zumindest der Return-of-Invest wäre so aber schnell erzielt.

mPrinter: Der WLAN-Drucker in der Hosentasche
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Hosentaschenkompatibel

Technisch gesehen handelt es sich beim mPrinter um einen Thermodrucker, der zusammen mit einem integrierten WLAN-Modul von einem Microcontroller gesteuert wird. Zusätzlich ist der mPrinter bereits mit einer Ladeelelektronik und einem Batteriefach ausgestattet, der passende Lithium-Polymer-Akku wird aber erst später verfügbar werden. Alles zusammen soll in einem möglichst kleinen Gehäuse untergebracht werden, aber da in dieses Gehäuse auch noch eine Rolle Thermopapier Platz finden muss, wird der Drucker dann leider doch nicht mehr in normale Hosentaschen passen.

In diesem Video wird er vorgestellt:

Offen und erweiterbar

Auf die Frage nach der Erweiterbarkeit seines Drucksystems war vom Entwickler des mPrinters zu erfahren, dass die verwendeten Protokolle alle frei verfügbar sein werden. Hiermit soll jeder in der Lage sein, eigene Applikation für den mPrinter zu entwickeln. Davon abgesehen wird man über das mPrinter-eigene Internetportal, anhand eines Java-basierten Webfrontends, eigene mPrints definieren können. Hiermit werden Benutzer, auch ohne tiefergehende Programmierkentnisse, in der Lage sein, umfangreiche Applikationen zur Interaktion mit externen Inhalten zu entwickeln um diese dann als mPrints zu Papier zu bringen.

Natürlich wird es auch die passsende App geben, um vom Android- oder iOS-Smartphone aus seine mPrints zu verwalten, zu drucken oder um einfach nur etwas gerade Geschriebenes thermal zu Papier zu bringen

Was letztendlich auf dem Papier landet, kann dann einfach nur Text sein, auch HTML-formatiert, Bilder oder sogar vollständig dynamisch generierte Daten. Über die Java-Engine des mPrinter-Portals soll hierzu auch die Nutzung externer APIs, zum Beispiel von Facebook, Twitter oder Flickr möglich sein.

Wer hat’s erfunden?

Nein, dieses Mal waren es nicht die Schweizer, die den mPrinter erfunden haben. Die Idee zum mPrinter stammt von Andy Muldowney, der, wenn er nicht gerade Kickstarter-Projekte initiiert, CTO eines US-amerikanischen VoIP-Anbieters ist. Andy lebt mit seiner Familie in Dallas, Texas, und ihm kam die Idee zum mPrinter beim Kochen mit Freunden: Meist hatte er die passenden Rezepte auf dem iPad parat und üblicherweise sah das iPad nach der Küchen-Session ziemlich übel aus. Mehl war danach noch die harmloseste Zutat, die sich auf dem Display wiederfand und so war einer der ersten Einsätze von Andys mPrinter-Prototyp auch das Drucken von Rezepten.

Preis und Verfügbarkeit

Der mPrinter ist momentan über die Kickstarter Projekt-Seite zu bestellen und das Projekt läuft dort noch bis zum 12. September. Eine USB-taugliche Version des mPrinter (ohne WLAN) bekommt man für umgerechnet rund 65 Euro, die WLAN-kompatible Version gibt es ab 100 Euro. Hinzu kommen für den Versand nach Europa noch einmal 16 weitere Euro. Vom Projekt-Owner, der übrigens in Deutschland als Sohn eines Mitglieds der US-Army aufgewachsen ist, war auch zu erfahren, dass es ein Netzteil für die europäischen Märkte geben wird.

Und hier gehts zur Kickstarter Projekt-Seite: mPrinter – An analog printer for the digital world.

 

Frank Busch

Frank Busch ist einer der Autoren von neuerdings.com. Er ist Internetintensivnutzer, technikaffin und arbeitet hauptberuflich für ein amerikanisches Software-Unternehmen.

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  1. […] Nutzwert beschert, vom ohrwackelnden WLAN-Hasen (vgl. Nabztag) über Tweet-Minidrucker (vgl. mPrint) bis hin zum vernetzten Widget-Wecker (vgl. Chumby). Doch wie wär’s mal mit einem […]

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