Philips FWP3200D:
Monströses Doppel-Sound-Dock für iPhone-DJs

Wer es dezent mag, braucht sich das Philips FWP3200D Doppel-Sound-Dock gar nicht erst anzuschauen, denn das ist nicht nur akustisch, sondern auch optisch laut. Aber dafür kann man sich ein bisschen wie ein DJ fühlen, sofern man zwei iPhones oder iPods parat hat.

Philips FWP3200D Doppel-Sound-Dock mit DJ-Funktionen. Foto: Philips

Philips FWP3200D Doppel-Sound-Dock mit DJ-Funktionen. Foto: Philips

Während Apples Design ganz auf Reduktion ausgelegt ist, geht Philips bei seinem Sound-Dock FWP3200D den exakt gegenteiligen Weg. Hier erinnert die Optik eher an einen tiefergelegten Golf GTI mit verchromten Auspuffrohren und Unterbodenbeleuchtung. Apropos Beleuchtung: Das Sound-Dock kann im Takt der Musik blinken. Oder wie es das Philips-Marketing überschwänglich formuliert: “Bringen Sie mit dieser sensationellen dynamischen Beleuchtung Glamour und Style in Ihre wilden Partys, knisternden Feiern und coolen Events.” Zugleich beeilt sich Philips aber darauf hinzuweisen, dass man diese Funktion auch “ganz einfach ausschalten” könne. Gut zu wissen.

Philips FWP3200D
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Kommen wir zum praktischen Teil: Oben auf dem Gerät finden sich zwei Docks für iPhones und iPods und ein einfacher Fader, um vom einen Gerät auf das andere überzublenden. Auch ohne iDevices hat das Sound-Dock einen gewissen Nutzen, denn immerhin kann man externe Soundquellen und USB-Sticks anschließen. Die DJ-Features gibt es aber nur für die beiden Docks.

300 Watt Musikleistung verspricht Philips und mit der “MAX Sound-Technologie” würden Bass und Lautstärke sofort gesteigert – audiophilen Musikfreunden wird bei solchen Versprechungen ein eiskalter Schauer des Grauens über den Rücken laufen. Aber nicht wenige wollen eben vor allem “ordentlich Rumms”. Man nennt solche und ähnliche Gerätschaften schließlich nicht ohne Grund auch “Boombox”.

So oder so kann man sich die Frage stellen, wie Philips sich wohl die Zielgruppe dieses Geräts vorstellt. Immerhin muss man laut Preisempfehlung 330 Euro auf den Tisch blättern und zwei iDevices braucht man auch noch dazu. Da fragt man sich dann schon, wie groß der Nutzen der DJ-Funktionen wohl sein mag, um das zu rechtfertigen.

Aber vielleicht begeistert den einen oder anderen Kunden ja doch das Design des Geräts – auch wenn es dann selbstverständlich nur einen ironischen Contrapunkt in der ansonsten skandinavisch-japanisch eingerichteten und sorgsam aufgeräumten Wohnung setzen soll.

Weitere Informationen auf der offiziellen Produktseite.

 

Jan Tißler

Jan Tißler ist Redakteur bei netzwertig.com. Er ist fasziniert von Technik und ein leidenschaftlicher Internetintensivnutzer.

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2 Kommentare

  1. Sorry, aber denkt Phillips tatsächlich dass sich der DJ genau VOR die Boxen stellt beim mixen?
    Wenn man sich das “Mischpult ansieht lassen sich wohl nur die Docks drehen, der Rest ist leider genau verkehrtrum, um Publikum zu beschallen.

    Designer FAIL !!!

  2. das Teil hat nicht mal Akkubetrieb, was soll denn das für eine “Boombox” sein?
    Und es ist auch bereits so hässlich dass es wieder interessant aussieht.

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