Super Angry Birds:
Selbstbau-Controller für die wütenden Vögel

Zwei Studenten des Copenhagen Institute of Interaction Design haben einen ungewöhnlichen und sehenswerten Controller für das Spiel Angry Birds gebaut, der ein ganz neues Spielgefühl vermitteln soll.

Der Controller ahmt den Widerstand einer Schleuder beim Anspannen nach.

Der Controller ahmt den Widerstand einer Schleuder beim Anspannen nach.

Wenn sich wütende Vögel auf verschanzte Schweine mit Stahlhelmen stürzen, ist man entweder in einer sehr seltsamen Gegend und sollte schnell weiterreisen oder aber man spielt Angry Birds. Dieses Spiel ist ein Phänomen, das den Bereich des Erklärlichen längst hinter sich gelassen hat. Spielidee, -mechanik und -umsetzung kombinieren sich hier so perfekt, dass es für den Hersteller Rovio zum Millionenseller und zu einem modernen Klassiker wurde. Die Studenten Hideaki Matsui und Andrew Spitz fanden, dass man das Spielerlebnis noch weiter steigern könnte: durch einen Controller mit haptischem Feedback.

Super Angry Birds
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Beide besuchen zu eben diesem Thema Haptik einen Kurs am Copenhagen Institute of Interaction Design. Ihr Ziel war ein Controller, mit dem man alle drei Spielfunktionen steuern kann: Geschwindigkeit und Flugwinkel der Vögel sowie den richtigen Zeitpunkt, um die Spezialfähigkeit des jeweiligen Vogels auszulösen. Und natürlich sollte er sich auch richtig “anfühlen”, wenn man im Spiel die Schleuder anspannt. Herausgekommen ist der “Super Angry Birds” Controller. Im Video sieht man ihn in Aktion und bekommt auch ein paar Hinweise dazu, wie er funktioniert.

Technisch gesehen besteht der Controller im Kern also aus einem motorisierten Regler, wie man ihn auf Mischpulten finden kann. Den haben die Studenten so programmiert, dass er beim Zurückschieben einen wachsenden Widerstand erzeugt, so wie eben das Gummiband einer Schleuder. Und er schnellt nach vorn, wenn man ihn loslässt. Um das alles so zu steuern, kommt ein modifiziertes Arduino-Board zum Einsatz. Ein paar weitere Details findet man in diesem Blogpost, aber (noch) keine exakte Anleitung zum Nachbauen.

Wer von dem Controller begeistert ist, sollte sich allerdings keine all zu großen Hoffnungen machen: Er ist derzeit ein Einzelstück und weitere Pläne haben die Studenten damit nicht. Aber wer weiß: Vielleicht wird ja Rovio selbst oder ein anderer Hersteller darauf aufmerksam…

Gefunden bei The Verge.

Tipp zum Weiterlesen: Gastautor Niels Heidenreich in einem Artikel auf neuerdings.com zusammengefasst, was Arduino ist und was man damit anstellen kann.

 

Jan Tißler

Jan Tißler ist Redakteur bei netzwertig.com. Er ist fasziniert von Technik und ein leidenschaftlicher Internetintensivnutzer.

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4 Kommentare

  1. Sehr witzige Idee! Es ist schon erstaunlich was die Leute alles so in ihrer Freizeit anstellen.

    • Das ist ein Studentenprojekt, insofern nur bedingt “Freizeit”. Obwohl es schon danach aussieht, als hätten sie Spaß an der Sache gehabt – aber das ist ja nicht verboten :)

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