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Tablets in der Uni – ein Praxisbericht

Tablets erleben weiterhin einen Boom und bieten sich auch als Begleiter fürs Studium an. Sie sind oftmals günstig in der Anschaffung, zugleich ultraportabel und glänzen mit langen Akkulaufzeiten. Welche Hürden es in der Praxis trotzdem gibt, beleuchtet dieser Bericht.

Bei seinen "Surface"-Tablets betont Microsoft die Nähe zum Laptop – inklusive Tastatur als Zubehör. Foto: Microsoft

Bei seinen "Surface"-Tablets betont Microsoft die Nähe zum Laptop – inklusive Tastatur als Zubehör. Foto: Microsoft

Tablets sind immer mehr im Kommen und sollen künftig Laptop und vielleicht gar Desktop-PC ersetzen. Verstärken wird sich dieser Trend zum Ende des Jahres, wenn Microsoft als dritter großer Player mit Windows 8 in den Ring steigt. Auf der Computex, die auch die letzte große Messe vor dem Windows-8-Start ist, konnten bereits einige Tablets der großen Hersteller wie Asus, Acer und Toshiba bestaunt werden. Viele der 10 Zoll großen Tablets zeichnen sich durch eine optional ansteckbare Tastatur aus, die das Tablet in ein vollwertiges Laptop verwandelt. Auch Microsofts eigenes Tablet namens Surface setzt darauf. Hier hatten wir es auf neuerdings.com vorgestellt.

Beispiele für aktuelle Tablets
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Ganz gleich jedenfalls ob Android, iOS oder das zukünftige Windows 8: Tablets finden immer mehr Interessenten. Auch für das Studium können diese Geräte in Frage kommen, sind sie doch innerhalb von Sekunden betriebsbereit und halten viele Stunden durch. Ein normaler Uni-Tag sollte mit einem vollen Akku ohne Probleme durchzuhalten sein. Die Tablet-Modelle beispielsweise von Asus halten ca. acht Stunden durch und können durch eine ansteckbare Tastatur erweitert und in ein Notebook verwandelt werden. Darüber hinaus ist in der Tastatur ein weiterer Akku integriert, der die Betriebszeit des Tablets noch einmal um ca. zehn Stunden verlängert. Oftmals existieren in Vorlesungsräumen keine oder nur sehr wenige Steckdosen. Eine freie Platzwahl ist nicht immer möglich und klassische Laptops machen bereits nach drei bis vier Stunden schlapp.

WLAN ist nicht überall

Im Normalfall gibt es auf dem gesamten Campus der Uni ein ausreichend starkes WLAN, in das man sich einklinken kann. Neben dem Uni-WLAN existiert an den meisten Hochschulen auch das Netzwerk “Education Roaming” (eduroam), auf das man zurückgreifen kann. Damit hat jeder Student und Hochschulmitarbeiter die Möglichkeit, an allen anderen teilnehmenden Universitäten das Internet zu nutzen. Auf der deutschen Seite des deutschen Forschungsnetzes (DFN) kann man auf einer Karte einsehen, welche deutsche Hochschule eduroam anbietet. Studenten in der Schweiz und Österreich können auf eigenen Länderseiten die teilnehmenden Hochschulen ebenfalls einsehen. Daher sollte vor dem Kauf eines Tablets einmal geprüft werden, ob an den entscheidenden Orten auch ein ausreichend starkes Signal verfügbar ist. Nichts ist ärgerlicher, als die in der Vorlesung benötigten Dokumente nicht aufrufen zu können, weil das Tablet das Uni-WLAN nicht empfängt.

Die richtige Größe finden

Kompakte Tablets wie das Nexus 7 sind zwar handlich, aber für manche Anwendung (fast) zu klein.

Kompakte Tablets wie das Nexus 7 sind zwar handlich, aber für manche Anwendung (fast) zu klein.

Wer bereits einen Text als PDF auf einem Smartphonedisplay ansehen wollte, weiß wie nervig die zu kleine Schrift oder das ständige Hin- und Herschieben des Dokuments sind. Bequem einen längeren Text zu lesen ist so kaum möglich. Anders ist es bei speziell angepassten Texten, die auch auf Smartphonedisplays gut zu lesen sind. Doch das ist im Uni-Alltag kaum bis gar nicht vorhanden. In der Regel entscheiden Professoren selbst, wie sie Inhalte bereitstellen. Der Standard liegt in den meisten Fällen bei PDF- oder Word-Dokumenten.

Dabei gilt: Je größer das Display desto einfacher auch der Umgang mit Dokumenten und den darin enthaltenen Informationen. Tablets mit 10-Zoll-Displays sind an dieser Stelle deutlich im Vorteil. Sie haben eine ideale Größe, um Dokumente im Ganzen anzeigen zu können. Bei 7-Zoll-Displays wird es bereits etwas schwieriger. Sie haben eine ideale Größe, um schnell in die Jacken- oder Handtasche gepackt zu werden. Die eben erwähnten Standard-Texte im Word- oder PDF-Format sind dabei noch akzeptabel lesbar.

Besonders das günstige Nexus 7 von Google könnte für einige sehr interessant sein. Es bietet gute Hardware, das pure Android ohne zusätzliche Oberfläche eines Herstellers und ist zu einem schlanken Preis (vermutlich um 199 Euro ab Herbst) erhältlich. Hier hatten wir das Nexus 7 vorgestellt. Allerdings fehlt bei diesem Gerät derzeit eine optionale Tastatur, um in der Vorlesung schnell eigene Ideen mit zu tippen. Auf diesen Geräten ist auch eine virtuelle Tastatur vorhanden, diese lässt sich aber in Vorlesungen nicht in annehmbarer Zeit bedienen. Bleibt als Ausweichmöglichkeit eine Bluetooth-Tastatur, wobei man dann noch separat eine Halterung oder einen Ständer fürs Tablet braucht.

Die Cloud gibt Unabhängigkeit

Bei der Organisation des Studiums kommt es darauf an, wichtige Inhalte stets verfügbar zu haben. Cloudbasierte Dienste können an dieser Stelle enorm weiterhelfen. Bekannte Vertreter sind hier Dropbox, Box und Google Drive, es gibt aber noch zahlreiche andere Anbieter.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Zusammenarbeit mit Kommilitonen und Professoren/Dozenten. Beispielsweise könnte man sich bei gemeinsamen Projekten und Arbeiten auf Google Drive festlegen. Der Clouddienst macht das recht geschickt und bietet einige Funktionen, die besonders bei Gruppen- und Projektarbeiten sehr hilfreich sind. So lassen sich einzelne Dateien oder ganze Ordner für mehrere Personen freigeben. Kollaboratives Arbeiten ist dadurch möglich und es existiert immer die aktuellste Version. Damit entfällt das stetige Hin- und Herschicken von Word- oder PDF-Dokumenten, wenn Änderungen vorgenommen wurden.

Google Drive ermöglicht zudem, Dateien offline zu nutzen. Dadurch kann man auch in solchen Situationen Dokumente öffnen und bearbeiten, in denen keine aktive Internetverbindung verfügbar ist. Ein Weiterarbeiten in der Vorlesung ist somit gewährleistet. Wenn wieder eine Internetverbindung verfügbar ist, werden Änderungen übernommen und somit die Dokumente auf den neuesten Stand gebracht. Dank Cloud ist nicht zuletzt freies Arbeiten an jedem beliebigen Rechner möglich.

Das Buch bleibt vorerst fester Begleiter der Studenten

Auch wenn Professoren und Dozenten die Skripte und weitere Unterlagen digital zur Verfügung stellen, bleiben noch die für das Studium notwendigen Bücher. Bisher kann man sich die bei einer Biobliothek auf dem Campus ausleihen. Und genau hier haben wir eine erhebliche Schwachstelle, um digital zu arbeiten: Fachliteratur existiert bislang nur im seltensten Fall als digitales Exemplar. An einigen Hochschulen gibt es eine “Campuslizenz”, so dass Studenten der Hochschule im jeweiligen Netzwerk Zugriff auf digitale Versionen von Fachliteratur haben können. Doch dies ist noch immer die Minderheit bei der verfügbaren Literatur und derzeit führt kein Weg an der gedruckten Version vorbei.

Ein erstes Projekt, um Schulbücher digital bereitzustellen wurde mit dem Projekt Digitale Schulbücher angegangen, das zum kommenden Schuljahr 2012/2013 startet. Bisher wurden 27 Verlage für dieses Projekt gewonnen, darunter Cornelsen, Klett und Duden. Die Auswahl ist derzeit noch begrenzt, aber sehr vielversprechend. Mit den digitalen Schulbüchern kann eine Lizenz für ein benötigtes Buch erworben und über den Browser genutzt werden.

Fazit

Bereits heute ist es durchaus möglich, mit einem Tablet bequemer den Uni-Alltag zu bewältigen. An einigen Stellen kommen aber auch moderne Universitäten nicht mit der technischen Entwicklung mit. Bibliotheken ermöglichen ihren Studenten nur teilweise den Zugriff auf digitale Ausgaben ihrer Bestände. Hauptsächlich müssen Bücher immer noch auf klassischem Wege ausgeliehen werden. Für einzelne Seiten sind Scanner-Apps für Android und iOS kostenlos im jeweiligen Store verfügbar und können dadurch das Ausleihen bzw. Kopieren vor Ort ersetzen.

Tablets bieten eine große Mobilität durch ihre allgemein deutlich bessere Akkuleistung als klassische Laptops und minimieren das täglich in die Uni zu schleppende Gewicht. Clouddienste wie Google Drive oder Dropbox ermöglichen das Arbeiten an Dokumenten von jedem Ort mit der stets aktuellen Dokumentenversion.

So gesehen ist mein persönliches Fazit: Tablets erleichtern bereits jetzt den Uni-Alltag und sind ein wertvoller Unterstützer für Studenten bei der Verwaltung und Organisation des Studiums.

 

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11 Kommentare

  1. Sorry ,aber was ist denn bitte daran ein “Praxisbericht”?

    • Hi Tim, das habe ich dem Jens in die Überschrift geschummelt, weil ich es so empfunden habe. Er ist ja Student und spricht daher aus eigener Erfahrung.

  2. Hallo, die Überschrift klingt verheißungsvoll, leider beschränkt sich der Bericht im wesentlichen wieder nur auf die Hardware, entscheidender ist doch die Software, mit der man: Notizen aufschreiben, Scripte laden/lesen/durchsuchen/markieren, Termine planen, Gruppen koordinieren kann. Eine Übersicht darüber wäre sehr hilfreich gewesen…

    • Hallo Oliver, die Idee schwirrt uns auch im Kopf herum. Wenn der Beitrag hier auf entsprechendes Interesse stößt, wäre da sehr gut ein ergänzender Post rund um die “besten Apps” denkbar und man könnte sich darüber hinaus einige Tablets im Hinblick auf die Bedürfnisse von Studenten genauer ansehen.

  3. ich will ja nicht mosern, aber welcher student achtet denn beim kauf seines tablet auf die nutzbarkeit? es geht ja wohl zu 99% um coolness oder ideologie oder was auch immer.

    enTourage Systems hatte genau so eine fehleinschätzung (student kauft was am besten ist) und hat vor jahren das enTourage edge rausgebracht, einmal normal (10zoll) und in einer pocket version (7 zoll)

    http://en.wikipedia.org/wiki/EnTourage_eDGe

    ich hab die pocketversion daheim und sie ist perfekt für einen studenten. ein screen ein eink ebookreader und der andere ein normaler screen. BEIDE screens lassen sich mit dem stift bedienen. man kann dank der apps auf beiden screens schreiben. man kann wenn in dem ebook ein bild ist, dieses per klick auf den farbscreen verschieben. man kann in dem ebookreader mit dem stift seiten markieren, drim rumschreiben, zeilen markieren uswusw. man kann sogar ein wort markieren und auf knopfdruck geht die erklären aus einem dictionary im zweiten screen auf. zusätzlich hat das ding im gegensatz zu allen anderen tablets auf dem markt einen usbport in dem man einfach einen stick stecken kann, um daten mit mitschülern schnell auszutauschen. etcetcetc.

    und was ist? die firma hat vor 2 jahren pleite gemacht :) das ding ist einfach zu hässlich *g*

  4. “…Bei der Organisation des Studiums kommt es darauf an, wichtige Inhalte stets verfügbar zu haben. Cloudbasierte Dienste…”

    Wie konnten nur studenten über tausende von jahren ohne stete verfügbarkeit wichtiger inhalte und ohne cloud erfolgreich studieren ?

    Bei der Organisation des Studiums kommt es darauf an, daß man auch OHNE stete verfügbarkeit wichtiger inhalte erfolgreich studiert.
    Die kunst besteht also darin, sich so zu organisieren, daß man NICHT auf die STETE verfügbarkeit wichtiger inhalte angewiesen ist.

    Die zitierte passage liest sich ja, als ob ohne stete verfügbarkeit wichtiger inhalte und ohne cloud die welt unterginge … :rolleyes:

    • Ich studiere im 5. Semester Biologie und kann dir sagen das du in einigen Aussagen ziemlich daneben liegst.
      “über tausende von Jahren erfolgreich studieren” :Die Menge an Stoff die man konsumieren muss und im Kopf behalten muss ist mitlerweile so unfassbar, gerade bei einem Lernfach wie Biologie, das es mitlerweile nicht mehr möglich ist alles im Kopf zu behalten und das Bildungssystem geht da auch garnicht mehr von aus, es geht nur noch darum schnell einen Abschluss zu machen und das mit einer guten Note(willkommen im Bachelor -.-) darum wird kein Wert darauf gelegt das man Nachhaltig viel Wissen speichert.
      Ich muss dir allerdings recht geben das es am wichtigsten ist das man gut organisiert ist. Ohne Organisation und Planung geht einfach nichts und wer das beherrscht kommt auch ohne Tablet und Cloud aus. Allerdings ist vor allem die Cloud wirklich unterschätzt: Das gemeinsame bearbeiten eines Dokumentes von Leuten die sehr weit auseinander wohnen ging noch nie einfacher und auch der austausch mit Kommilitonen ist einfach und schnell.
      Wenn man weis was man wann braucht reicht auch ein usb stick Bücher und Blöcke. Man muss sowieso vor arbeiten, also sich auf den nächsten Tag vorbereiten. dann kann man auch sich sachen aus einem Buch heraussuchen und dokumente aufn Stick speichern usw.
      Mir reicht es ein Skript während der Vorlesungen mit Markierungen und Notizen zu versehen oder, wenn es kein script gibt, zuzuhören und mir dann im Buch den Inhalt im nachhinein aufzuarbeiten.
      Was ich damit sagen will: das Studium ist seit der Einführung des Bachelors sehr viel schneller und, meiner Meinung nach, oberflächlicher geworden wobei das angeheufe Wissen nicht mehr überschaubar ist. Deshalb muss ein Student auf neue Möglichkeiten setzen um im Wettbewerb eine Chance zu haben, ob das mit dem Tablet der Fall ist wage ich zu bezweifeln. Ich denke ehr das man um einen sehr hohen Zeitaufwand einfach nicht herum kommt ob mit oder ohne Tablet.

    • Das kann ich zu einem schönen Teil alles bestätigen, nur dass ich das nicht unbedingt alles als negativ empfinde (einmal abgesehen von dort wo es wirklich die Tendenz gibt, seinen Fokus vom Lernen zum Sammeln von Punkten verlagern zu müssen). Wenn ich mit Leuten spreche, die ihr Studium vor Jahrzehnten abgeschlossen haben, hört man da durchs Band dass es vielerorts ums reine Auswendiglernen ging. Dort brillierten dann mitunter nicht diejenigen Studenten mit dem besten Verständnis der Materie, sondern mit dem besten Gedächtnis und einer optimierten Lerntechnik. Wie du sagst ist die reine Menge an Stoff heute in den einzelnen Fachgebieten zunehmend unübersichtlich. Häufig geht es dann nicht mehr darum, sich Dinge zu merken, weil man das Gebiet so ohnehin nur bruchstückhaft abdecken könnte, sondern zu wissen, wie man entsprechendes Wissen und Informationen findet und anwendet. Das halte ich nicht für Oberflächlichkeit, sondern für Praxisorientierung. Im Berufsleben werde ich ja auch nicht gezwungen alles im Kopf zu haben, sondern werde eine Reihe von Fachreferenzen etc. zur Hand haben. Natürlich ist es hilfreich nicht auf diese angewiesen zu sein, was sich aber dort, wo benötigt, ohnehin auf Dauer von selbst ergeben wird.
      Also stetige Verfügbarkeit von Information ja, in vielen Bereichen heute sicherlich unumgänglich, ob jetzt elektronisch mit Tablet, oder klassisch auf Papier. Persönlich, als Informatiker, wäre es für mich sehr viel umständlicher ohne Google und Online-Foren programmieren zu müssen — Neuerfindung des Rades und so.

  5. Ich bin selbst Student und habe eine Weile versucht, den Block oder Laptop gegen ein Tablet auszutauschen. Dabei sind Tablets grundsätzlich wegen der erwähnten höheren Akkulaufzeit und des niedrigeren Gewichts sehr interessant, allerdings merkt man bei täglichen Gebrauch doch schnell die Limitationen.

    Tablets in ihrer jetzigen Form (egal ob iOS oder Android) sind als Konsumption- und Entertainmentdevices konzipiert und bieten einfach nicht die Flexibilität von Laptops. Man kann super Texte lesen, markieren und sogar Zitate ausschneiden, kann jedoch nicht ein PDF-Dokument (Vorlesungsfolie), eine Word-Datei (zum Mitschreiben) und einen Browser (zum Nachschlagen) gleichzeitig als überlappende Fenster offen haben und ein dauerndes hin- und her wechseln ist auf die Dauer einfach zu lästig.

    Auch ist es zumindest bei mir im sozialwissenschaftlichen Bereich so, dass die Schreibgeschwindigkeit auf Tablets selbst mit kleinen Tastaturen nicht ausreicht, bzw. auf einer vollen Laptoptastatur immer noch angenehmer ist… Ich bleibe also (vorerst) beim Laptop, auch wenn das Herumtragen kein Spaß ist.

    • ” kann jedoch nicht ein PDF-Dokument (Vorlesungsfolie), eine Word-Datei (zum Mitschreiben)”

      selbst daran hatte entourage gedacht. man kann natürlich auf beiden screens 2 unterschiedliche dokumente öffnen und in beiden rumschreiben, gleichzeitig. zusätzlich kann der e-ink-screen mehrere documente öffnen und es gibts neben dem screen einen richtigen knopp, um durch die offenen dokuemten zu springen.

      also sie haben echt versucht alles richtig zu machen. aber sowas will die masse der leute einfach nicht. es ist nicht “hipp” ;)

  6. “Die Cloud gibt Unabhängigkeit”

    Da hat wohl jemand etwas verwechselt. Das exakte Gegenteil ist der Fall. Wer seine Daten sicher wissen will, unabhängig von den Kapriolen eines entfernten, unzuverlässigen, nicht-garantierten Dienstes, wird sich eben gerade nicht auf die Cloud verlassen dürfen.

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