RIM BlackBerry Music Gateway im Test:
Stereoanlage mit Bluetooth aufrüsten
Das BlackBerry Music Gateway verbindet das Smartphone per Bluetooth mit der Stereoanlage. Klanglich bleibt es auf hohem Niveau – wie die restliche, billigere Konkurrenz.
Um einem Gerät den Hauch von Exklusivität zu verschaffen, gibt es viele Möglichkeiten: Verpackung, Design oder auch Preis. BlackBerrys differenzieren sich durch alle drei Qualitäten, den hohen Preis rechtfertigt man meist durch die verschärften Tests, die einen BlackBerry enorm widerstandsfähig gegen Umwelteinflüsse machen sollen. Doch beim BlackBerry Music Gateway schießt RIM meiner Meinung nach über das Ziel hinaus: 60 Euro verlangen die Kanadier für ein Bluetooth-Headset ohne Akku – ist das gerechtfertigt?Ausgepackt
Die Packung wiegt schwer in der Hand – man bekommt also eine Menge Gegenwert? Die Hälfte des Gewichts machen die vielen Papierbeilagen aus: zehn Heftchen in fünf Sprachen. Die Inhalte der Packung:
- Bluetooth Music Gateway
- Netzadapter
- microUSB-Kabel zur Stromversorgung
- Netzteil mit USB-Ausgang (750 mA)
- Cinch-auf-Klinke-Kabel
- Klinke-auf-Klinke-Kabel
Der Music Gateway ist recht selbsterklärend: auspacken, Netzstecker rein, Kabel zur Anlage und den mittigen großen Knopf zum Pairing drücken. Fertig. Alternativ lässt sich der Bluetooth-Adapter auch per NFC koppeln. Weitere Knöpfe wie Lautstärkeregelung, Vorspulen oder ähnliches fehlen.
Angehört
Das BlackBerry Music Gateway verbindet sich mit jedem Bluetooth-Gerät, ein spezieller BlackBerry ist nicht erforderlich. Doch dies vereinfacht die Sache in manchen Fällen. Mit einem Druck auf den breiten Knopf schaltet sich das Gateway ein und verbindet sich mit dem gekoppelten Gerät. Wer mehrere Smartphones im Haushalt betreibt (mit vier Geräten getestet) kann diese auch abwechselnd nutzen, ohne neu zu koppeln. Abhängig vom Smartphone ist die Lautstärkeregelung nicht auf allen Geräten verfügbar, Android (HTC One S, Sony Xperia sola) und iOS waren dazu nicht in der Lage, Symbian, Windows Phone und natürlich BlackBerry OS kommen damit spielend klar.Klanglich bietet sich weder eine Offenbarung, noch ein Reinfall. Das Music Gateway klingt wie jedes andere A2DP-Stereo-Headset auch. Durch die Komprimierung der Bluetooth-Übertragung fehlt es dem Klang an Reinheit und Dynamik – hier hätte RIM einen Schritt weitergehen können und den hochwertigen Apt-X-Codec implementieren müssen. Das hätte auch den höheren Preis gerechtfertigt.
Alternativen
Alternativen gibt es viele, das Jabra Clipper, das Nokia BH-111 sind da nur zwei von vielen. Der Vorteil dieser Headsets: Sie verfügen über einen eigenen Akku und können auch ohne Steckdose betrieben werden. Zudem ist eine Nutzung bei gleichzeitigem Laden (nicht selbstverständlich) kein Problem und Telefonate können darüber auch noch geführt werden. Doch obwohl sie selbst Lautstärkeregelung und Medientasten besitzen fehlt es an einem: Einfachheit. Ein Knopfdruck und das Gateway ist aktivert, bei den normalen Headsets muss man lange darauf drücken und sie fügen sich auch optisch nicht so schön ins Ambiente ein. Dafür kosten sie nur die Hälfte, Netzteil ist ebenfalls im Lieferumfang enthalten und entsprechende Kabel kosten zusammen nur 5 Euro Aufpreis.Fazit
“Nett”, so ließe sich das BlackBerry Music Gateway beschreiben, “überteuert” wäre ein anderes Adjektiv. Es erfüllt seinen Zweck, bleibt mit seinem schlichten Schwarz unauffällig und erweitert jede Stereoanlage um einen Bluetooth-Kanal. Insbesondere die einfache Bedienung spricht für das Music Gateway. Gleichzeitig frage ich mich jedoch, wie RIM auf diesen exorbitanten Preis kommt. Wer Interesse am Music Gateway hat, sollte zwei, drei Monate nach Markteinführung erst zuschlagen. Wie so oft dürfte das Wunder am Preis vollbringen.
Das BlackBerry Music Gateway (Affiliate-Link) kostet derzeit 60 Euro bei Amazon.


























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[...] Der Preis von 39,99€ ist gut, denn im Preisvergleich kostet der NFC immerhin um die 50€. Das ist eine Ersparnis von deutlich mehr als 10% und damit ein echtes Schnäppchen. Und Testberichte gibt es für das Gerät auch. Da gibt es ein klares Gut. Bemängelt wird eigentlich nur die Tatsache, daß der RIM Blackberry NFC eine externe Stromversorgung braucht. Also eine weitere Stromquelle, die euren Zähler in Bewegung setzt. (Eine kurze Einschätzungen zum Gerät gibt es bei Neuerdings) [...]