Hannes Harms Konzept:
Die superflache Boombox

Auf den ersten Blick scheint etwas an Hannes Harms Boombox zu fehlen: Für ein Lautsprechersystem ist diese Box einfach viel zu flach. Oder doch nicht? Das Ding ist so flach, dass man sich gar nicht vorstellen mag, wie der Sound sein wird. Aber das täuscht – Dank superdünner und modernster Technik soll die kleine Boombox ein Soundriese sein.

Design, Design und nochmal Design. Hannes Harms Boombox ist ein gelungenes Schmuckstückchen. Harms reduziert gern Alltagsgegenstände auf ein minimales Design, und das ist ihm mit dem Soundsystem Boombox sehr gut gelungen. Eine dünne Metallscheibe, ein zarter Fuß. Mehr braucht es nicht, um Musik zu genießen. Hannes Harms, Designstudent am Royal College of Art in London, hat auf diese Weise ein ganz schlichtes Soundsystem geschaffen. Keine störenden Knöpfe, nur eingelassene, ausgefräste Bedienelemente, kein ablenkender Pomp.

Hannes Harms Konzept: Die superflache Boombox
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Es ist ein Konzept, das überzeugt. Viel ist aber nicht über sein Designprojekt zu erfahren. Also keine Informationen zu Preis, Verfügbarkeit und so weiter. Dafür gibt es einige andere Fakten zum Produkt: Die Boombox wird von Harms aus rostfreiem Stahl gefertigt, zu 100 Prozent recyclebar. Bearbeitet wird das Metall mit einem Sandstrahl und mit einem Ätzprozess, um die Bedienelemente einzufügen. Das Stück selbst ist nur etwa einen halben Zentimeter dick. Damit reduziert sich auch der Verpackungsmüll, denn Harms Soundsystem soll an den Kunden plattgewalzt ausgeliefert werden – die Verpackung kann also so dünn wie ein ganz normaler Briefumschlag sein. Der Kunde muss seine Boombox dann zum Aufstellen an den vorgesehenen Stellen biegen, damit aus dem ebenen Stück ein überall hinstellbarer Lautsprecher wird.

Jetzt kommt die schlechte Nachricht: Ob die Boombox des deutschstämmigen Designers Harms überhaupt in Produktion geht, ist noch offen.

 

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7 Kommentare

  1. Es sieht fantastisch aus! Schade, dass wäre für mich ein gelungenes Kickstarter-Projekt und ich würde ein “Packer” werden ;)

    • Das ist doch Fake. Sieht aus wie der Filter einer Dunstabzugshaube. Töne kommen da bestimmt nicht raus. Und zurecht biegen soll man sich das Teil? Das soll mal jemand vorführen, ohne das es krumm und schief aussieht. Und wenn es tatsächlich ein funktionierender Lautsprecher sein sollte, kann man das Ding seines Designs wegen wohl nur in der Küche aufstellen.

  2. ich frage mich nur welchen frequenzgang eine solche flachmembran haben kann? schafft sie überhaupt 200hz?

    auch wenn das design toll aussieht, kommt da ausser säuseln wahrscheinlich nichts raus.

    • Danach kann man nach der Entwicklung von Richtschall nicht mehr gehen. Man wird wohl um einen Test von neuerdings.com, oder dem Eigentest nicht vorbeikommen.

      Flache Lautsprecher von damals sind nicht mehr mit der heutigen Technik vergleichbar. Ich selbst konnte wieder nur staunen, was ein kleiner Lautsprecher heutzutage zu leisten vermag – ein aktiver mit Li-Ion-Akku für mein Smartphone. Kaum größer als ein Viertel einer Blechdose, aber versteckt sich mitnichten hinter einem großen seiner Art.

      mfg SCORPiON

    • @SCORPION: ich habe die meisten minilautsprecher selbst ausprobiert, und da kommt auch fast nur säuseln raus.
      sie mögen für sich betrachtet und deren größe akzeptabel klingen, aber zum musikhören machen sie überhaupt keinen spass, da fehlen die tiefsten 3 oktaven. zum texte anhören oder als freisprecheinrichtung vielleicht noch ok…

      mit starken neodym-magneten, die es früher noch nicht gab, oder tricks wie erweiterten resonanzräumen, passivradiatoren, weil kein platz für bassreflexröhren usw ist, DSP-klangoptimierung ließe sich auch aus kleinen gehäusen klanglich wirklich was rausholen, aber die wenigsten hersteller kombinieren da das knowhow und nutzen das volle potential.

      wie diese flachmembran tiefe töne erzeugen soll, bleibt mir jedoch nach wie vor ein rätsel. die fläche ist zwar groß, aber sie hat beinahe keine auslenkung. ich schätze mal dass dieser lautsprecher nicht viel besser als der von einem handy klingen wird.

    • Da bleibt dann wirklich nur die Hoffnung, dass man es irgendwo selbst testen kann. Ansonsten kann man es nicht glauben, wenn es wirklich möglich ist. Aber wie gesagt: Man sollte nur dem glauben, das man selbst erlebt hat. Alles andere ist eine rein subjektive Meinung, die für den einen oder anderen eventuell stimmen kann, aber für mich/dich persönlich nicht :).

      mfg SCORPiON

  3. Meh. Der Designprozess ist wohl nach der “Flach”-Idee irgendwie abgekürzt worden. Man könnte mit einem Lautsprecher-Blech so viele spannende Sachen machen…
    Man addiere das wirklich stark anzuzweifelde Klangbild und erhalte… einen überteuerten Spiegel. Einfach im flachen Zustand umgedreht an die Wand hängen.

Ein Pingback

  1. [...] Sommer hatten wir schon über ein Projekt zum Bau von superdünnen Lautsprechern von Hannes Harms berichtet, bei denen die Verwirklichung noch auf der Kippe stand. Dann verschwand [...]

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