ADzero:
Android-Smartphone im Bambus-Gehäuse

Was aussieht wie ein weiterer niemals verwirklichter Entwurf eines Designstudenten, kommt nun tatsächlich auf den Markt: ein elegant designtes Android-Smartphone im Bambus-Gehäuse. Das “ADzero” katapultiert dabei den 23-jährigen Designstudenten Kieron-Scott Woodhouse zum Chefdesigner in der eigenen Firma.

ADzero Android-Smartphone mit Bambus-Gehäuse

ADzero Android-Smartphone mit Bambus-Gehäuse

Oft stellen wir hier auf neuerdings.com Designstudien vor, weil es immer wieder spannend zu sehen ist, was alles möglich und denkbar wäre. Vieles davon kommt aber über Skizzen, Visualisierungen oder vielleicht einen Prototypen nicht hinaus.

Ganz anders erging es Kieron-Scott Woodhouse. Der Designstudent an der Middlesex University war mit der Auswahl bei Smartphones frustriert. Vor allem um die Materialien ging es ihm, denn hier dominiert nun einmal das preisgünstige, flexibel einsetzbare und widerstandsfähige Plastik. Allerdings ist Plastik nichts, was die meisten Leute gern und mit Freude in die Hand nehmen.

ADzero
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Ganz anders ist die Lage bei Holz: Es fasst sich angenehm an und ist zudem ein natürlich vorkommendes, nachwachsendes Material. Angesichts der Tatsache, dass wir unsere Smartphones laufend in der Hand haben: Wäre es dann nicht schön, wenn es sich richtig angenehm anfühlen würde? Kieron-Scott Woodhouse entwarf ein Gehäuse aus Holz und stellte seine Entwürfe in Foren ein. Und in seinem Fall blieb es nicht bei der Idee: Er wurde kontaktiert von jemandem, der es bauen wollte. Und nun wird sein Bambus-Smartphone schon bald auf den Markt kommen.

Gemeinsam mit dem Chinesen Jerry Lao und anderen hat er dazu die Firma AD gegründet, deren Corporate Design natürlich auch von ihm stammt.

Nicht nur das Gehäuse ist besonders

Über den Preis des ADzero ist noch nichts bekannt. Es heißt nur, dass es im oberen Preissegment angesiedelt sein wird. Auch die technischen Daten sind zum jetzigen Zeitpunkt noch offen, sollen aber zum High-End-Preis passen. Als Betriebssystem wird Android zum Einsatz kommen, voraussichtlich in dessen Version 4.0. Dem Vernehmen nach wird das Betriebssystem aber sehr weitgehend angepasst. Auf der Website ist wohl auch deshalb von “ADAOS” als Betriebssystem die Rede. Man wolle “die losen Enden in Android” zusammenführen und dafür Sorge tragen, dass das Nutzungserlebnis zum ADzero-Design passe.

Auch an anderer Stelle legen die Macher des Adzero Wert aufs Detail. So wird die Kamera beispielsweise einen Ringblitz ums Objektiv aufweisen, weil dieser Bilder besser und mit weniger Schattenwurf ausleuchten soll. Der Bambus fürs Gehäuse wiederum stammt aus ökologischer Wirtschaft und soll besonders widerstandsfähig sein. Auch die anderen Materialien sollen so weit es eben geht aus nachhaltigen Quellen stammen.

Marktstart in Großbritannien

Wenn alles klappt, kommt das ADzero noch Ende 2012 zunächst in Großbritannien auf den Markt. Später könnte es auch in anderen Ländern angeboten werden, wenn sich eine entsprechende Nachfrage abzeichnet. Ursprünglich sollte es zunächst nur in China herausgebracht werden, aber die positive Resonanz auf einer Londoner Designschau im vorherigen Jahr belehrte die Gründer eines Besseren.

Kieron-Scott Woodhouse studiert unterdessen übrigens weiter, denn seinen Abschluss will er trotzdem machen. Das sei zwar eine große Herausforderung, wie er auf der Seite seiner Uni zitiert wird. Aber das Studium und das Smartphone-Projekt würden sich auch ergänzen und zudem sei es ein großartiger Start für seine Karriere.

Gefunden bei Geeky Gadgets.

 

Jan Tißler

Jan Tißler ist Redakteur bei netzwertig.com. Er ist fasziniert von Technik und ein leidenschaftlicher Internetintensivnutzer.

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3 Kommentare

  1. Das ist wirklich ein sehr interessant Design aus Natur und Technik. Würde mich interessieren was das hölzerne Smartphone im Endeffekt kosten soll.

  2. Wenn man die Rückseite des ADzero genauer betrachtet, fällt die Kamera auf, welche anscheinend über 4 LED-Flashes verfügt. Ob dies auf das Milchglas rückzuführen ist oder ob damit die Bilder besser & natürlicher ausgeleuchtet werden können, wird man noch sehen.

    Auch wenn man Kunststoffe nicht sonderlich mag, so sind diese doch meistens weitaus flexibler & zugleich stabiler, als Holz. Auch Baumbus hat eine höhere Bruchrate als vergleichbar dickes Polycarbonat (nicht zu verwechseln mit normalem Plastik). Gerade die Steckverbindungen machen mir sorgen, da diese bei manchen Modellen doch sehr filigran ausgearbeitet sind.

    Ebenso würde mich interessieren, wie es mit der Wärmeentwicklung im Inneren bei prozesslastigen Programmen aussieht, da ich hier einen Hitzestau für möglich halte.

    Ich bin mir aber sicher, dass sich Jan um ein Testexemplar bemühen wird, um uns weitere Einzelheiten zu schildern. Für mich wird es jedenfalls dieses Telefon nicht mehr werden, da ich erstmal mit meinem Samsung Galaxy S3 bedient bin. Dennoch würde ich mich freuen, wenn es einen Umbausatz auf Bambus für mein Telefon in naher Zukunft geben würde, da die Rückseite des S3 leider sehr glatt, und somit bei etwas verschwitzen Händen rutschig wird. Natürlich nur dann, wenn der Prozessor auf höchster Last arbeiten kann, ohne den Hitzetod zu sterben.

    mfg SCORPiON

  3. Ich finde das Design mehr als ansprechend.

    Aber sicher hat das ganze seinen Preis. Wenn schon mal von “Design” die Rede ist.

    Und man darf auch nicht vergessen, dass Kunststoff doch um einiges robuster und langlebiger ist als Holz.

2 Pingbacks

  1. [...] aus Plastik besteht, spielt Holz auch hier auf neuerdings.com immer wieder eine Rolle: Ob nun ein Android-Smartphone, Sound-Docks oder Laptophüllen: Das warme, natürliche und nachwachsende Material Holz ist nun [...]

  2. [...] Ende Juli hatten wir über das ADzero berichtet, das nicht nur ein interessantes Design, sondern auch eine interessante Vorgeschichte aufzuweisen [...]

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