Fujitsu ScanSnap s1300i im Kurztest:
Mobiler Scanner, der gar nicht so mobil ist

Fujitsu erweitert die eigene ScanSnap-Scanner-Serie um den ScanSnap S1300i, einen vielseitigen Scanner mit direkter Anbindung an Dropbox und Evernote. Im neuerdings-Kurztest zeigt er seine Stärken und Schwächen.

Fujitsu ScanSnap s1300i {pd Fujitsu;http://www.fujitsu.com/emea/news/pr/fel-de_20120625-1.html}Mit dem neuen ScanSnap S1300i möchte Fujitsu seine Scan-to-Mobile- und Scan-to-Cloud-Strategie weiter vorantreiben. Der Hersteller stattet ihn mit Funktionen wie Scan-to-Dropbox oder Scan-to-Evernote aus und schafft die Möglichkeit, Scans an mobile Endgeräte sowohl aus dem iOS- als auch aus dem Android-Lager weiterzugeben. Wie der kleine Duplex-Scanner sich im Alltag bewährt und ob die Anbindung an Mobilgeräte praktikabel ist, soll der neuerdings-Kurztest zeigen.

Im Betrieb

Bis zu zehn Seiten fasst der ausklappbare Dokumentenhalter des S1300i, die er im Duplexbetrieb automatisch in Farbe oder Schwarzweiß scannt. Dabei entscheidet der Scanner noch während des Scannens, ob die gerade gescannte Seite gedreht werden muss, ob ein Farbscan notwendig ist, oder ob Leerseiten gegebebenfalls automatisch entfernt werden. Dies alles beschleunigt den Scanvorgang erheblich und so schafft der kleine Scansklave rund sechs beidseitig bedruckte DIN-A4-Blätter pro Minute.

Fujitsu ScanSnap s1300i im neuerdings-Check
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Fujitsu ScanSnap s1300i (Quelle: pd Fujitsu)ScanSnap Manager (Quelle: pd Fujitsu)

Im Vergleich zu Fujitsus Arbeitsplatzscanner, die teilweise bis zu 40 Seiten pro Minute erfassen, ist das zwar langsam, jedoch für den Hausgebrauch oder das mobile Büro durchaus ausreichend. Für den Scan der ersten Seite nimmt sich der s1300i etwa 15 Sekunden Zeit, alle weiteren Seiten rutschen dann in rund 10 Sekunden durch das Gerät. Versorgt man den Scanner aber mit Strom aus der Steckdose anstelle des USB-Ports, wird er ein wenig schneller und schafft rund acht Seiten pro Minute.

ScanSnap Manager {pd Fujitsu;http://www.fujitsu.com/emea/news/pr/fel-de_20120625-1.html}Gescannte Seiten landen automatisch im mitgelieferten und umfangreichen Softwarepaket. Fast ein Gigabyte genehmigt sich das Installationspaket auf der Festplatte, dafür ist die Software aber auch durchaus leistungsfähig: Die Erkennungsrate von Texten ist sehr hoch und die aus den Scans automatisch erstellten PDF-Dateien sind vergleichsweise gut komprimiert.

Ein Nachteil der ScanSnap-Serie ist jedoch die fehlende TWAIN-Schnittstelle. Wer diesen Scanner mit seiner bevorzugten Scan-Lösung betreiben möchte und dafür auf TWAIN angewiesen ist, wird mit diesem Modell also nichts anfangen können. Dagegen wird es Außendienstler freuen, dass der direkte Scan zu Salesforce möglich ist.

Darüber hinaus ist der ScanSnap in der Lage, seine Scans direkt an Cloud-Services wie Evernote oder Dropbox zu übergeben. Zusätzlich können Scans über den ScanSnap Folder, der neuen Universal-Schnittstelle für Applikationen, an beliebige andere Applikationen weitergegeben werden.

Mobil, ein wenig

Der S1300i kann zwar auch mit einem Netzteil betrieben werden, wer ihn jedoch unterwegs zur Hand haben muss, der wird statt auf das Netzteil, eher auf das mitgelieferte USB-Stromkabel zurückgreifen. Schließt man den ScanSnap darüber an, muss zwar noch ein zweites USB-Kabel für die reine Datenkommunikation angeschlossen werden, insgesamt ist man so aber deutliche leichter unterwegs und das Netzteil kann zu Hause bleiben.

Fujitsu ScanSnap s1300i {pd Fujitsu;http://www.fujitsu.com/emea/news/pr/fel-de_20120625-1.html}Zwar wird der S1300i auch mit dem Feature beworben, er könne seine Scans direkt an Smartphones oder Tablets – sowohl an iOS- als auch Android-Geräte – senden, das ist aber leider nur die halbe Wahrheit. Wer seine Scans direkt auch mobil verfügbar haben möchte, ist trotzdem darauf angewiesen, den Scanner an einem Windows-PC oder Mac anzuschließen. Erst von dort ist die Weitergabe zum Tablet oder Smartphone möglich. Schöner wäre gewesen, wenn der Scanner eine Bluetooth- oder WLAN-Schnittstelle integriert hätte und in der Lage wäre, darüber die Scans direkt bereitzustellen.

Fazit

Zwar ist der Scanner nicht ganz so mobil wie erwartet, aber seine Hauptaufgabe, das Scannen von Dokumenten der unterschiedlichsten Größen und Formate, egal ob ein- oder zweiseitig bedruckt, erledigt er mit Bravour. Die Qualität der Scans ist gut, die Erkennungsrate hoch und das Ablagesystem umfangreich.

Im Marktvergleich schlägt sich der S1300i nicht schlecht: Zwar ist der Doxie Go-Einzugsscanner (Affiliate-Link) deutlich mobiler und mit der optionalen Wireless-SD-Card scannt er auch direkt zum Tablett oder Smartphone, dafür bietet er aber kein Duplexscannen und er scannt deutlich langsamer. Auch dem Reflecta iPad-Scan fehlt die Duplexfähigkeit, dafür scannt er direkt zum iPad, für das er auch als Dockingstation nutzbar ist.

Über Amazon ist der Fujitsu ScanSnap s1300i (Affiliate-Link) bereits für unter 300 Euro zu haben und wer weitere Informationen zu diesem Scanner sucht, der schaut auf die Produktseite zum Fujitsu ScanSnap s1300i

 

Frank Busch

Frank Busch ist einer der Autoren von neuerdings.com. Er ist Internetintensivnutzer, technikaffin und arbeitet hauptberuflich für ein amerikanisches Software-Unternehmen.

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Ein Kommentar

  1. Sorry I cant write in german but if you can translate this comment, I just want to say the s1300 is one of the best scanners you can get. The mac compatibility and PDF/cloud scanning is also brilliant!

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