Seagate GoFlex Satellite im Test:
Mobiler Netzwerkspeicher

Die Seagate GoFlex Satellite fungiert als mobiler Netzwerkspeicher und verteilt Videos, Musik und andere Dateien an jedes WLAN-fähige Gerät unabhängig vom Betriebssystem.

Seagate Goflex Satellite (Bild: kaz)

Seagate Goflex Satellite (Bild: kaz)

Egal wie groß der Speicherplatz ist, wenn man mal einen Film oder ein Album aufs Smartphone kopieren will, erscheint genau dann die Meldung “Speicher voll”. Dieses Phänomen, das offenbar “Murphys Gesetz” folgt, trifft man auch bei Tablets und natürlich Laptops an. Während man dem Laptop durch eine externe Festplatte zu mehr Luft verhilft, geht das am Smartphone nur bedingt, wenn überhaupt. Und dabei ist es so einfach, denn die Seagate GoFlex Satellite erweitert den Speicher einfach über WLAN. Filme, Videos und Dateien legt man auf der Festplatte ab und sieht sie sich mit dem Smartphone über WLAN an. Dank Akku funktioniert sie auch unabhängig von einer Steckdose.

Design

Beim ersten Hinschauen unterscheidet sich die Seagate nicht von einer normalen 2,5-Zoll-Festplatte. Ein bischen dicklicher ist sie, aber das fällt nur auf, wenn man sie neben eine dieser magersüchtigen externen HDDs legt. Vielleicht liegt es an diesem eleganten, silbrigen Rahmen, der auf der einen Seite einen Einschaltknopf, auf der anderen Seite eine Ladebuchse vorweist. Unangenehm fällt die polierte Oberseite auf: einmal im Rucksack transportiert, sind Kratzer aller Art darauf. Eine Tragetasche ist zugleich nicht im Lieferumfang.

Leistungsumfang

Dabei darf ich mich über den Lieferumfang nicht beschweren, denn alles was man benötigt ist dabei:

  • Netzadapter
  • USB-auf-Ladesteckerkabel
  • Designer-Auto-Adapter
  • USB-3.0-Kabel inklusive Adapter für die HDD

Seagate Goflex Satellite (Bild: kaz)

Seagate Goflex Satellite (Bild: kaz)

Ohne Kabel bringt die Festplatte bis zu fünf Stunden lang Unterhaltung, je nachdem wie viele Abnehmer sich verbinden. Sie kann laut Seagate an maximal acht Geräte simultan Medien streamen und an bis zu drei Geräte drei verschiedene HD-Videos parallel streamen. Durch ein Firmware-Update agiert die Seagate GoFlex Satellite zudem wie ein Hotspot: Ein WLAN in der Nähe wird für die Festplatte konfiguriert und die kann dann das Internet an alle angeschlossenen Clients weitergeben.

Es gibt zwei Varianten, die Daten der Festplatte einzusehen. Erstens über den Browser, das klappt selbst mit einem BlackBerry oder Symbian. Zweitens über eine App, die es momentan nur für iOS und Android gibt. Über die App ist es bequemer, doch auch im Browserfenster fehlt nichts, was man zum Arbeiten benötigen würde. Hier hat Seagate volle Arbeit geleistet: Jedes Betriebssystem kann auf die Satellite zugreifen.

Ein schwerwiegenderes Problem plagt die Goflex aber: Sie ist unflexibel! So ist der Download auf Smartphone oder Tablet kein Thema, aber ein Upload ist nicht möglich. Das geht zur Zeit nur von einem PC aus. Immerhin: Seagate arbeitet daran. Doch damit degradiert sich die GoFlex Satellite zu einer reinen Streamingmaschine, um unterwegs Videos, Musik und andere Dateien zu verteilen. Will man die Videos vom Smartphone auslagern, muss man wieder zum PC greifen – doch wozu dann eine WLAN-Festplatte? Ein Netbook wäre da die flexiblere Alternative.

Die Seagate kostet bei Amazon 170 Euro für 500 GB. Für diesen Preis erhält man eine externe Festplatte mit doppelt so viel Speicher und spart noch 50 Euro.

Fazit

Geht es nur um Video- und Musikstreaming, leistet die Seagate GoFlex Satellite ganze Arbeit: Fünf Clients gleichzeitig, fünf Stunden Laufzeit und 500 GB reichen gut aus, um die Langeweile zu vertreiben. Ideal ist es zum Beispiel, um im Auto die Kinder zu unterhalten oder am Strand seine Serien anzuschauen. Doch wehe, man möchte seine selbstgedrehten Videos vom Smartphone auf die Festplatte schicken – bisher kann die Satellite dies noch nicht. Angesichts des deftigen Preises gehört dieses Zubehör nicht in die Kategorie Impulskauf, aber wer sie besitzt, wird sie lieben.

 

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2 Kommentare

  1. Ohne Upload nur die halbe Miete :-(

    Wenn ein Upload zur Goflex möglich wäre und sie auch mit Medien wie z.B. einer SanDisk Eye-Fi korrespondieren würde, wäre Sie das perfekte Tool auch für Photo-Nerds. So müsste man nämlich nicht unzählige SD-Karten im Urlaub mit nehmen und könnte zudem die Bilder noch im Urlaub mal auf dem iPad anschauen und evtl. auch posten, ohne dabei immer nur auf ein Handycam-Device abhängig zu sein. Nur mal laut gedacht …

  2. Upload fehlt zwar, aber die Idee ist einfach nur geil. Man stelle sich vor die Festplatte zu einem Besuch bei Freunden mit zu nehmen um “mal eben wacker” die Urlaubsfotos auf dem Heimischen Fernseher mit Netzwerkanschluss zu betrachen. Eine Upload Funktion muss aber dringend nachgefummelt werden, dann hat man seine eigene Cloud in der Tasche – was braucht man sonst noch?! USB – Host natürlich….

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