80’s Bluetooth Brick Phone:
Retro für Fortgeschrittene

Wer statt seines kleinen, handlichen Smartphones schon immer einmal ein Mobiltelefon im Ziegelsteinformat aus den 80ern haben wollte, wird jetzt bedient: Das “80’s Bluetooth Brick Phone” macht es möglich. Es sieht aus wie ein Gerät jener Ära und verbindet sich mit einem vorhandenen Handy per Bluetooth. Es ist somit das vielleicht unhandlichste und unpraktischste Bluetooth-Headset aller Zeiten.

Yeah, ein Ziegelstein!

Yeah, ein Ziegelstein!

Heutige Handys verpacken immer mehr Leistung in kleine Gehäuse, die man sich in der Regel problemlos in die Hosentasche stecken kann. In den 80ern galt ein Mobiltelefon hingegen schon dann als unfassbar kompakt, wenn es ausnahmsweise kein Koffer mit einem Hörer dran war. Das muss man sich ins Gedächtnis rufen, wenn man sich mit heutigen Augen Geräte wie das Motorola DynaTac anschaut, die Anfang der 80er revolutionär und futuristisch schienen. Das erste DynaTac wog 790 Gramm und war (ohne Antenne) 25 cm hoch. Es bot 30 Minuten Gesprächszeit und acht Stunden Stand-by.

Den Charme dieser Ära will nun (aus welchem Grund auch immer) das Projekt “80’s Bluetooth Brick Phone” zurückholen. Es sieht aus wie seine Vorbilder, braucht aber ein echtes Handy, um zu funktionieren. Mit dem verbindet es sich einfach per Bluetooth, wie der Name schon nahelegt. Hat man beide Geräte gekoppelt, kann man sein Mobiltelefon in der Hosentasche lassen und beim nächsten Anruf stattdessen sein “Brick Phone” herausholen – eine Transporttasche wird nicht mitgeliefert…

80's Bluetooth Brick Phone
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Aufgeladen wird das “80’s Bluetooth Brick Phone” ganz im Stil der Gegenwart per Mini-USB. Auch die Akkulaufzeiten nimmt sich kein Vorbild an der Vergangenheit: 10 Stunden Gesprächszeit und 60 Stunden Stand-by sind versprochen. Weitere Eckdaten sind nicht bekannt, so wäre natürlich das Gewicht interessant. Denn richtig echt wäre es natürlich nur dann, wenn es nicht nur sperrig, sondern auch noch schwer wäre. Vor allem würde dieses Gadget auf diese Weise noch ein gutes Stück sinnloser. Man darf nicht vergessen: Sinnlosigkeit ist in diesem Fall ein wesentliches Feature.

Wichtig ist noch zu wissen, dass das “Brick Phone” zwar eine Tastatur hat, man darüber aber keine Nummer wählen kann. Es ist im Prinzip wirklich nur ein Bluetooth-Headset im Design eines Mobiltelefons aus den 80ern.

Hinter der Idee steckt der Designer, Autor und Filmemacher Brad Helmink. Bislang gibt es von seinem “80’s Bluetooth Brick Phone” nur Prototypen. Jetzt sammelt er auf der Plattform Indiegogo Geld ein, um die Anlaufkosten für die Produktion zu finanzieren. 55.000 US-Dollar braucht er. Aktuell sind es noch keine 4.000 US-Dollar, aber es sind auch noch fast vier Wochen Zeit.

Wer sich ein Gerät sichern will, muss als Interessent außerhalb der USA auf jeden Fall 55 US-Dollar (umgerechnet rund 44 Euro) ausgeben. Die Versandkosten von 20 US-Dollar sind dann schon inklusive. Fürs erste gibt es das Gerät nur im klassischen Beige. Bunte Farben sind aber für künftige Generationen denkbar (siehe Bildergalerie).

80’s Bluetooth Brick Phone im Video:

Gefunden bei Technabob.

 

Jan Tißler

Jan Tißler ist Redakteur bei netzwertig.com. Er ist fasziniert von Technik und ein leidenschaftlicher Internetintensivnutzer.

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2 Kommentare

  1. Also Retrogeräte-typsich völlig unbrauchbar/undurchdacht.
    Per BT auch zu wählen (und das Display zur Anzeige der Nummer nutzen) ist ja technisch garkein Problem…

    Und als modernes Feature ggf noch Freisprechen.

  2. Völliger Quatsch das Ding. Ein paar wenige Funktion dürften es schon mehr sein. Ich schließe mich an: völlig unbrauchbar/undurchdacht.

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