Jabra Supreme UC Bluetooth-Headset im Test:
Sieg nach Punkten

Das Bluetooth-Headset GN Netcom Jabra Supreme UC erweitert das bekannte Supreme um PC-Konnektivität über einen mitgelieferten Dongle.

GN Netcom Jabra Supreme UC - (Bild: kaz)

GN Netcom Jabra Supreme UC - (Bild: kaz)

Je größer das Smartphone, desto attraktiver werden Bluetooth-Headsets. Die Spanne reicht von lächerlich billig bis zu pupillenerweiternd teuer. Für den normalen Anspruch genügt meist bereits ein Headset für 15 bis 30 Euro. Die Geräuschunterdrückung ist da nicht zwangsläufig ausgereift, aber man hat immerhin die Hände frei. In der Mittelklasse versteht zumindest der Gesprächspartner trotz Lärm im Hintergrund noch, was man ihm sagen will und wenn man sich in Regionen jenseits von 60 Euro wagt, entscheidet meist mehr das Design als die Funktion über den Kauf. Und genau hier hat es das Jabra Supreme UC schwer. Wieso? Lest weiter!

Wo sind die Neuerungen?

GN Netcom Jabra Supreme UC - (Bild: kaz)

GN Netcom Jabra Supreme UC - (Bild: kaz)

Auf den ersten Blick vermutet man “alten Wein in neuen Schläuchen”, denn das Aussehen hat sich nicht geändert und bleibt bieder und funktional. Es bietet einen großen Knopf zur Anrufannahme, zwei kleinere für die Lautstärke und einen weiteren Taster im Mikrofonarm. Das alles kennen wir schon vom Vorgänger ohne “UC” im Namen – Plantronics veränderte wenigstens die Farbkombination in seinem Voyager-Pro-UC-Modell. Erst wenn man sich den kompletten Lieferumfang ansieht, erkennt man, worum es hier geht: Ein Bluetooth-Adapter ist hinzugekommen, deshalb das “UC”. UC als Abkürzung für “unified communication” und soll signalisieren, dass nicht nur Telefonanrufe entgegen genommen werden können, sondern auch VoIP-Gespräche über den PC. Da sich das Supreme UC jedoch nicht grundlegend vom Vorgänger abhebt, sei auf den ersten Test verwiesen.

Der Aufpreis vom Standard-Supreme beträgt 20 Euro (Supreme UC kostet rund 80 Euro), wofür man einen kleinen USB-Dongle erhält. Dongle und Headset sind “pre-paired”, weshalb es genügt, den Dongle einzustecken und das Supreme UC einzuschalten. Ich sehe den Vorteil der UC-Lösung nicht, denn mein eingebauter Bluetooth-Adapter könnte auch das Vorgängermodell aktivieren. Allerdings ist es bequemer, funktioniert zuverlässiger und die Reichweite erhöht sich dramatisch: Über ein Stockwerk reicht die Verbindung und kommt so genauso weit wie das Plantronics Voyager Pro UC.

Verschlimmbessert?

GN Netcom Jabra Supreme UC - (Bild: kaz)

GN Netcom Jabra Supreme UC - (Bild: kaz)

Die Konkurrenz schläft aber bekanntlich nicht und das Voyager UC überflügelt das Supreme UC sowohl hinsichtlich Sprachqualität und Verständlichkeit als auch beim Design. Doch in einem Punkt hat Jabra weiterhin die Nase vorn: widrige Umgebungsbedingungen. Während bei Wind nahezu jedes Headset die Waffen streckt, bleibt nur das Supreme (UC) klar verständlich und verschont den Gesprächspartner vor akustischen Ohrfeigen. Zudem erleichtert es die Verständlichkeit beim Träger durch eine Antischallblase (ANC), die die Umgebung ausblendet: je konstanter und wiederkehrender ein niederfrequentes Geräusch, desto weniger hört man davon. Beim Autofahren hört man deshalb vom Motor fast nichts mehr. Die bisher monierte schwache Mikrofonempfindlichkeit wurde erhöht. Jetzt versteht man mich bei einem Telefonanruf zwar besser und fast so gut wie beim Voyager (UC), doch dafür sind nun auch Umgebungsgeräusche prominenter. Ein weiterer positiver Punkt sei hier noch erwähnt: Mit Ausnahme ganz weniger Vetreter wie dem Motorola HX550 oder den Jawbone Headsets verzichten die Hersteller auf einen mechanischen Einschalter. Jabra nutzt den Klappmechanismus des Mikrofons gleichzeitig für den Einschalter. Das funktioniert zuverlässig, schnell und man sieht sofort, welchen Betriebszustand es hat.

Fazit

Technisch gesehen bleibt Jabra mit dem Supreme UC die Nummer 1: Windschutz und Antischall sind weiterhin einzigartig. Doch richtig überzeugt bin ich nicht davon. Das Plantronics Voyager Pro HD (UC) sieht besser aus, liefert eine höhere Sprachqualität und trägt sich bequemer – leider hört man jedes noch so schwache Lüftchen störend am anderen Ende der Leitung. Und so bleibt weiterhin das Jabra Supreme mit oder ohne “UC” der Testsieger. Aber es ist ein Sieg rein nach Punkten.

 

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