MaKey MaKey:
Mit (echten) Bananen Klavier spielen

Bananen, Gummitiere, Plastikreste oder ein schnödes Stück Papier als Eingabegeräte zu verwenden, ist schwer vorstellbar, oder? MaKey MaKey beweist, dass das keine Spinnerei, sondern kuriose sowie unterhaltsame Realität ist. Beziehungsweise wird.

Der Controller samt Kabelei. (Foto: Kickstarter.com)MaKey MaKey ist wieder einmal ein Projekt, das über das Crowdfunding-Portal Kickstarter ins Leben gerufen wurde. Dieses wurde allerdings schon finanziert, die Erfinder haben ihre anvisierte Summe von 25.000 US-Dollar längst überschritten und die doppelte Menge erreicht. Für eine Halbleiterplatine, ein paar Kabel und gegebenenfalls Software schießen die Leute also Geld vor? Durchaus, und das aus einem nachvollziehbaren Grund: Das noch nicht fertiggestellte Produkt richtet sich an kreative Spieler mit einem gewissen Erfindungsgeist. Sie können nämlich fast alle erdenklichen Gegenstände benutzen, um diese in Spielecontroller für den Computer zu verwandeln.

MaKey MaKey
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Der Controller samt Kabelei. (Foto: Kickstarter.com)

Als Beispiel nennen die Schöpfer ein paar Bananen: Diese verbindet man mittels Kabel-Clips mit einer technischen Vorrichtung, bestehend aus einer optional erweiterbaren Arduino-Platine samt Mikroprozessor, und einem PC oder Mac über USB. Fertig ist das Eingabegerät – im Fall der gelben Früchte ein Piano. Abhängig davon, wie viele Clips eingesetzt werden, wird eine bestimmte Anzahl an Keyboard-Tasten via Software simuliert. Das wiederum führt dazu, dass man quasi jedes x-beliebige Spiel aus dem Internet mit der MaKey MaKey-Kreation spielen kann.

Auch andere Ansätze sollen kein Problem darstellen: Ein Joypad mit Steuerkreuz und Buttons, die auf ein Blatt Papier gezeichnet werden, ist kurze Zeit später ein funktionierender Apparat. Oreo-Kekse als Knöpfe? Auch das ist möglich.

Die Macher bezeichnen MaKey MaKey als einfaches Erfindungskit für Einsteiger und Experten, die gerne experimentieren und ihren Spaß haben wollen. Die Einrichtung und Verwendung soll ebenfalls sehr simpel sein. Das witzige Konzept wird in dem folgenden Kickstarter-Video sehr gut vermittelt:

Wer schon jetzt Geld in MaKey MaKey steckt, erhält für 35 Dollar (plus 10 Dollar Versand nach Europa) ein komplettes Paket, sobald es verfügbar ist. Teuer ist das unkonventionelle Spielzeug also nicht. Möchte man mehr ausgeben, bekommt man auf Wunsch umfangreiche Bundles für die Familie, Arbeitskollegen oder Klassenkameraden bzw. Kommilitonen. Besagtes Startkapital nutzen die Erfinder dafür, MaKey MaKey in größeren Mengen anfertigen lassen zu können.

Weitere Details sowie die Option, MaKey MaKey zu erwerben, gibt es auf der Kickstarter-Webseite.

 

Sven Wernicke

Sven Wernicke hat eine Vorliebe für verspielte Gadgets, kunterbunte LEDs und Technik, die unterhalten möchte.  Wenn ihm als Freiberufler noch etwas Freizeit bleibt, bastelt er an seinen eigenen Projekten wie zum Beispiel Polygamia.de.

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