Mag-Lite LED im Test:
Suchscheinwerfer für die Hosentasche

Die Glühlampe hat ausgedient. Auch und gerade als Lichtquelle in Taschenlampen. Nun gibt es auch die Mag-Lite in vollwertiger LED-Ausführung.

LED-Mag-Lite (blau, 2. von rechts) mit Glühlampen-Mag-Lite (schwarz, 2. von links) und zwei einfacheren LED-Taschenlampen im Vergleich auf 2,5 Meter Entfernung bei Tage (Bild: wor)

LED-Mag-Lite (blau, 2. von rechts) mit Glühlampen-Mag-Lite (schwarz, 2. von links) und zwei einfacheren LED-Taschenlampen im Vergleich auf 2,5 Meter Entfernung bei Tage (Bild: wor)

Beim Vergleichstest 2008 musste die Mag-Lite, das US-Polizeilicht, noch mit gebremstem Schaum mitspielen: Die konventionelle Glühlampenvariante, 1998 selbst in den Staaten beschafft, durfte gegen moderne, weit kleinere LED-Taschenlampen antreten und lag in der Nähe immerhin gleichauf – auf weite Entfernungen half ihr der besser gebündelte Lichtstrahl zum Sieg.

Dass damals keine LED-Variante der Mag-Lite mitspielen durfte, die 2008 noch aus einem Nachrüstsatz bestand, der in vorhandenen Mag-Lites gegen die Glühlampe auszutauschen war, lag am Unwillen des Deutschlandimporteurs, der zwar teuer in der ADAC-Motorwelt inserierte, doch nicht lieferte.

Nun fand ich eine Vollblut-LED-Mag-Lite – kein Nachrüstsatz, sondern ab Werk mit LED ausgerüstet – bei einem Werbemittel-Hersteller, der dann größere Stückzahlen mit Firmenlogos versieht. Die Preise liegen im Bereich des damaligen US-Eigenimports, richten sich exklusive Mehrwertsteuer allerdings an Unternehmen. neuerdings.com durfte aber ein Exemplar testen:

Taschenlampen im Vergleich (Bilder: wor)
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2D LED

Die US-Cops verwenden üblicherweise die Größe “4D” mit vier 1,5-V-Monozellen, da diese am schwersten ist, am längsten mit einem Batteriesatz läuft und notfalls auch als Schlagstock verwendbar ist. Ich hatte damals eine “3D” importiert, was aber mittlerweile lästig ist, da Mono-Zellen heutzutage eigentlich nur noch im Zweierpack verkauft werden und so beim nur selten notwendigen Batteriewechsel öfters eine bereits gut abgelagerte Monozelle gemeinsam mit einer frischen eingebaut werden muss, was wenig empfehlenswert ist: Eine beim Umpolen einer entladenen Alkali-Monozelle mögliche Explosion dürfte in ihrer Kraft auch die stabile Mag-Lite überfordern und beim Benutzer und dessen Behausung zu massiven Schäden führen.

Da die “4D” in Deutschland kaum zu finden ist, wählte ich eine “2D” zum Test – mit zwei Monozellen. 28 Stunden am Stück soll sie mit diesen laufen können.

Im Gegensatz zur Glühlampenvariante wird keine Ersatz-LED mitgeliefert – diese soll ja nun lange halten. Überraschend ist jedoch, wie gut Mag-Lite die ursprünglich schlechtere Fokussierbarkeit des LED-Lichstrahls gegenüber der Glühlampe in den Griff bekommen hat: Tatsächlich fokussiert die LED-Variante sogar besser als das Glühlampen-Modell und liefert einen um ein Vielfaches helleren Strahl.

Schon der Vergleichstest bei Tage – wie 2008 und ein weiteres Mal mit 2,5 Metern Abstand – zeigt, wie groß die Unterschiede zum bisherigen Testfeld ausfallen. Ein nächtlicher Test von einem Hügel aus musste gar nach weniger als einer Minute wegen massiver Störung der Nachtruhe abgebrochen werden, da beim ersten Einschalten der LED-Mag-Lite und dem Scannen der Umgebung etliche Vögel von den Bäumen kreischend aufflogen und nach einem Beleuchten der Häuser im etwa 1 km entfernten Tal auch noch dutzendweise Hunde anschlugen. Das Kohlekraftwerk Sottrup-Höcklage könnte also noch stehen, wenn es in der Reihenhaussiedlung Önkelstieg seinerzeit zu Weihnachten LED-Mag-Lites gegeben hätte…

 

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7 Kommentare

  1. Was ist denn das für ein armseliger Vergleich? Da sollte man schon passende Modelle miteinander vergleiche. Da ist ja wie Golf mit Audi R8…

    Traurig.

  2. Spannende Info, Danke!
    Mich würde nun noch interessieren, wie wohl ein Vergleich mit einer der Leuchten aus der P-Serie von Zweibrüder ausfällt… vielleicht als Folge-Artikel? ;-)

  3. Bitte hört auf! Ich lese neuerdings.com ja gerne, aber bei Taschenlampen habt ihr einfach kein Wissen, das hat ja auch die Drehlampenrezension schon bewiesen.

    1. Eine kurze Googlesuche findet gut 20 Anbieter für die MagLite. So schwer zu beschaffen ist die nun wirklich nicht.

    2. Die 114 Lumen der MAG sind nichts gegen aktuelle Marken-LED-Taschenlampen im 2xAA Format. Und selbst der Ausbausatz für 240 Lumen ist immer noch nur auf dem Level der 2xAA Lampen. Und das sind ja nur die kleinen Dinger.

    Man stelle sich nur vor jemand kauft aufgrund dieser Rezension eine MagLite, weil er eine wirklich helle Taschenlampe sucht. Wäre schade. Bitte erst richtig informieren.

    Bitte, bitte, keine Taschenlampenbeiträge mehr, solange ihr euch nicht anständig eingelesen habt.

  4. Die “US-Cops” verwenden normalerweise die MagLite 6D. So’n Tüddelkram mit 4 Batterien kommt dort keinem an den Gürtel. Als Schlagstock kann eine 50cm lange Lampe auch mehr überzeugen…

    Zurück zum Thema: Gibt’s Informationen, *was* da für eine LED verbaut ist und wie hell dieselbe ist? Das was der Autor im Test mit der MagLite angestellt hat, schafft normalerweise auch eine Cree aus dem unteren Preissegment.

  5. Dass die “Glühlampen”-MagLite schon sehr lange nicht mehr UpToDate ist, sollte hinlänglich bekannt sein. Aber zwei gammlige LED Funzeln (Discounter Ware?) in diesen sehr einfach gehaltenen Vergleich hinzu zu ziehen ist doch ein wenig seltsam. Besser wären noch eine LedLenser und eine Fenix gewesen. Am besten in der selben Gewichtsklasse wie die MagLite. MagLite hat leider schon vor Jahren den Mark verschlafen und das Lichtfeld den Chinesen überlassen. Vielleicht zieht MagLite ja doch noch mal nach…zu hoffen wäre es.

  6. Tja, es mag schon sein, daß es noch bessere Taschenlampen gibt, ich hab auch nicht behauptet, daß die MagLite die hellste aller Taschenlampen und das Maß aller Dinge ist, sondern daß sie ein Klassiker ist, der nun modernisiert wurde.

    Die anderen Lampen waren im 10-€-Bereich, also kein Ramsch, und nun, wir sind nicht die Stiftung Warentest, die aus Steuergeldern arbeiten kann. Bei uns gibt es kein Budget für Testgeräte, wovon soll es auch kommen, wir sind zudem ja auch ncch gratis zu lesen! Wenn ich einen Audi R8 testen will, muß ich mir selbst einen kaufen oder schauen, ob Audi mir einen zur Verfügung stellt. Sonst bleibts halt beim Polo.

    Andererseits will und braucht ja auch nicht jeder eine High-Tech-Taschenlampe für 50 € und mehr. Zum nächtlichen Spaziergang ist die sogar eher schlecht, weil man nach dem Ausschalten nix mehr sieht :-). Unsere Leser haben mehrheitlich sicher auch eher Polo als R8, warum soll man nicht auch das testen, was man sich im Alltag dann doch oft zulegt? (Muß ja nicht gleich beim Motto “ist kein Geld da, nimmt man Elta” enden).

    Bei Zweibrüder hatte ich seinerzeit in Sachen Testgeräte keinen Erfolg, auch wenn ich die für gut halte, und nun ist das Thema wohl auch erstmal wieder durch. Aber falls die “High-End-Hersteller” für einen Vergleichstest zu gewinnen sind, kann man ja in einem halben Jahr mal wieder sehen.

  7. Taschenlampen sind immer ein schönes Spielzeug und können in den meisten Fällen noch aufgerüstet werden.

    Ich verwende hierfür gerne günstige Vollmetall-Lampen Für 3x AAA-Batterien und einer möchtegern 1W-LED. Als erstes fliegt die LED raus und wird gegen eine 3W-LED ersetzt. Wichtig ist hierbei, dass der Träger als auch die Lampe aus stabilem Aluminium gefräst oder gegossen sein muss um die Wärme vernünftig abzuleiten.

    Danach gibt es eine getaktete Konstantstromquelle, die den notwendigen Strom auch beim Einsatz von Akkus oder alternden Batterien bereitstellt. Das Ergebnis ist dann eine Lampe, die heller als so manche MagLight ist, je nach Akku/Batterie 2h-4h eine volle gleichmäßige Helligkeit hat und dabei klein und leicht ist.

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