RIM BlackBerry Curve 9320:
Im Bann der Preisspirale

Um der Konkurrenz im unteren Preissegment die Stirn zu bieten, tauscht Research in Motion (RIM) alle teuren Komponenten im BlackBerry Curve 9360 aus – und kastriert sein Multimedia-Gerät zu einer reinen Textmaschine. Was im BlackBerry Curve 9320 dann noch übrig bleibt, zeigen wir euch hier.

RIM BB Curve 9320 (Bild: RIM)

RIM BB Curve 9320 (Bild: RIM)

Nachdem RIM mit der BlackBerry 10 Dev Alpha gerade einen Ausblick auf die Zukunft der Plattform gegeben hat, hält der BlackBerry-Hersteller nicht inne. Immerhin muss die Zeit bis zum voraussichtlichen Start im Oktober (gerüchteweise schon im August) überbrückt werden. Dass man in der RIM-Zentrale in Kanada nicht in Totenstarre verfällt, merkt man an der kürzlichen Kooperation mit dem Navigationsspezialisten TomTom. Aber auch technisch gibt es etwas Neues und zwar für die Sparfüchse: einen BlackBerry für den kleinen Geldbeutel oder war’s die kleine Hosentasche?

Aus der Sicht eines 4-Zoll-Smartphone-Nutzers ist das, was hier vorgestellt wird, lächerlich klein. Doch ein BlackBerry ist nur bedingt zum Surfen im Internet geeignet, weshalb ein winziges Display den Kohl auch nicht mehr fett macht.

Ein kleines Ratespiel mit technischen Daten gefällig? Okay, hier die Hinweise:

  • Es handelt sich um die abgespeckte Variante einer bereits abgespeckten Variante (Curve 9360) des Bold 9970. Damit besteht schon an dieser Stelle kaum ein Zweifel: Die schlimmsten Befürchtungen bewahrheiten sich.
  • Da man Geld sparen muss, spart man auch bei der Kameratechnik und -optik.
  • So einen komischen Chipfunk braucht keiner.

Und? Wie sieht die Einschätzung von eurer Seite aus? Was kommt da wohl raus? Ob ihr richtig liegt, seht ihr hier:

  • 2,44 Zoll Display bei 240×320 px Auflösung
  • 512 MB RAM und ROM
  • 3,2-Megapixel-Kamera mit EDoF (ohne Autofokus, wie im Bold 9900)
  • erstaunlicherweise sogar ein 806 MHz Prozessor
  • BlackBerry OS 7.1
  • WLAN, Bluetooth, UKW-Radio, jedoch kein NFC

Abgesehen von der wirklich schlechten Displayauflösung könnte im neuen Curve 9320 die gleiche Leistung schlummern wie im Curve 9360, was ein grundsolides Gerät darstellt. Und nicht nur ich veranstalte Ratespiele, auch RIM ist dabei: Die Kanadier sagen noch nicht, was das Gerät kosten wird. Erst beim Marktstart im Juli werden wir es erfahren. Der BlackBerry Curve 9360 kostet zur Zeit jedenfalls um die 280 Euro, somit kann sich der Curve 9320 nur weit unterhalb dieses Preises behaupten.

Fürs Surfen völlig untauglich, aber zum E-Mailen, Chatten, Twittern und Schreiben mit dem BlackBerry Messenger könnte man bei dieser Auflösung gerade noch auskommen.

Was sagen unsere BlackBerry-Fans da draußen: Top oder Flop?

Die Featureliste des BlackBerry Curve 9320 findet ihr hier bei RIM.

 

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2 Kommentare

  1. Es konzentriert sich auf das, wofür BB steht: Mails und Arbeiten. Wenn es nach mir geht, braucht man auch keine Kamera, etc. Diese iPhoneritis im Arbeitsbereich ist schrecklich. Alles nur Spielzeug.

    • Seh ich auch so,nicht jeder brauch/will ein “eierphone” wo man das Ladegerät dabei haben muss:-)

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