iOS-Apps Teletweet und Drafts:
Twittern für Nostalgiker und Pragmatiker

Wir starten heute ein Experiment und stellen zwei sehr gegensätzliche iOS-Apps vor. Drafts ist auf Effizienz ausgelegt und vielseitig verwendbar, Teletweet ist alles andere als praktisch, spricht aber designorientierte Nostalgiker an. Beide Apps lassen sich zum Twittern verwenden.

iOS-App Drafts (Bilder: frm)

iOS-App Drafts (Bilder: frm)

Natürlich gibt es die originale Twitter-App und starke Konkurrenten wie den beliebten Tweetbot (Affiliate-Link). Aber die beiden Apps Drafts und Teletweet wollen gar keine Konkurrenz zu diesen Apps sein. Sie setzen dagegen ganz andere Schwerpunkte. Dass man mit ihnen twittern kann, ist dabei nur ein Teil ihrer Funktionalität – und nicht einmal unbedingt der wichtigste.

Drafts: Zettelkasten für Entwürfe

Der Name Drafts (Affiliate-Link) deutet schon an, dass es nur zum Teil um Texte für Twitter geht. Vielmehr soll Drafts als App für alle Entwürfe dienen. Ist man zufrieden mit dem Geschriebenen, kann man es twittern, mailen, als SMS versenden oder in die Zwischenablage kopieren.

Der Wort- und Zeichenzähler sorgt dafür, dass man die 140-Zeichen-Grenze nicht sprengt, und man kann schon auf Vorrat Geistreiches anlegen. Die integrierte Suchfunktion macht Drafts zum idealen Zettelkasten und zur vielseitigen Ideensammlung, wie der folgende Clip (auf Englisch) zeigt.

iOS Apps Teletweet und Drafts
iOS App TeletweetiOS App TeletweetiOS App TeletweetiOS App Teletweet
iOS App DraftsiOS App DraftsiOS App Drafts

Besonders schön finde ich, dass Drafts das Markdown-Format beherrscht. Das ist eine simple, leicht merkbare und gut lesbare Auszeichnungssprache, die es beispielsweise ganz einfach macht, HTML-Mails zu erstellen.

Auch das praktische Tastaturkürzel-Programm Textexpander Touch (Affiliate-Link) wird unterstützt, was viel Tipparbeit erspart.

Drafts bekommt man für 0,79 Euro im App Store.

TeleTweet: Twitter goes Steampunk

Einen ganz anderen Charakter als Drafts hat Teletweet (Affiliate-Link). Die App behauptet zwar, vieles zu vereinfachen und das blinde Twittern mit nur einem Finger zu ermöglichen, aber ein nicht ganz kleiner Haken ist dabei: Man muss den Morsecode beherrschen.

Gehört man nicht zur Minderheit derjenigen, die aus kurzen und langen Tönen sinnvolle Sätze konstruieren können, hilft einem Teletweet dabei, diese Fähigkeit zu erlernen. Die App bildet einen klassischen Morseapparat nach, bietet einen Spickzettel für Morsezeichen und ist mit viel Liebe zu Steampunk gestaltet.

Dreht man das iPhone ins Querformat, präsentiert die App einen Tweet der eigenen Timeline nach der anderen. Zum Glück tut Teletweet das dann in der gewohnten Form aus Zahlen, Buchstaben und Satzzeichen, die von den Entwicklern der App als “chaotisch” bezeichnet wird. Natürlich wird das alles zusätzlich in den geordneten Binärcode der Morsezeichen übersetzt.

Teletweet ist kostenlos im App Store erhältlich.

Falls ihr eine Lieblings-App zum Twittern habt, gebt eure Empfehlung gern per Kommentar an die anderen Leser weiter.

 

Frank Müller

Frank Müller ist Vater von 4 Töchtern (mit 1 Frau) und vielseitig interessierter Mac-Nerd, der auch Linux nicht abgeneigt ist. Er arbeitet hauptberuflich als Creative Director und Werbetexter und bloggt ab und zu.

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Ein Kommentar

  1. Jetzt auch noch Apps… GADGETS!!!!!!!

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