Western Digital My Book Live Duo:
Die heimische Netzwerkfestplatte kann auch Cloud

Die Western Digital My Book Live Duo ist eine Netzwerkfestplatte und bringt die Cloud nach Hause – kann die Daten aber auch unterwegs liefern.

WD My Book Live Duo - Ein schweres, aber leises Laufwerk (Bild: kaz)

WD My Book Live Duo - Ein schweres, aber leises Laufwerk (Bild: kaz)

Das Marketing schwebt zur Zeit auf einer Wolke: Der Cloud. Die Cloud ist das non-plus-ultra der Kundenbindung, denn wenn man in mühevoller Kleinarbeit endlich seine ganzen 25GB hochgeladen hat, überlegt man es sich zweimal, ob man das erneut tun will. Allerdings treibt die Kunden noch immer die Frage nach dem Datenschutz umher: Wer sieht meine Daten, was tut er damit und wie sicher sind sie gegen Hacker geschützt? Einen Ausweg sollen die Netzwerkfestplatten bieten (neudeutsch: NAS, Network Attached Storage). Damit baut man seine persönliche Cloud auf und kann zumindest im heimischen Netzwerk auf alle Daten zugreifen – und von aussen? Die neue Generation von NAS beherrscht auch das, wie zum Beispiel die Western Digital My Book Live Duo.

WD My Book Live Duo
WD My Book Live Duo - Durch Eingabe des Aktivierungscodes, wird der Zugriff auf dem Smartphone aktiviert (Bild: kaz)WD My Book Live Duo - Ein USB-Port, ein Netzwerkanschluss und der Netzwerk-Port (Bild: kaz)WD My Book Live Duo - Eine Festplatte fasst 2TB (Bild: kaz)WD My Book Live Duo - Zwei Festplatten für RAID 1 oder Spanned Volume (Bild: kaz)
WD My Book Live Duo - Die Festplatten lassen sich leicht tauschen (Bild: kaz)WD My Book Live Duo - Ein schweres, aber leises Laufwerk (Bild: kaz)

Auspacken

WD My Book Live Duo - Die Festplatten lassen sich leicht tauschen (Bild: kaz)

WD My Book Live Duo - Die Festplatten lassen sich leicht tauschen (Bild: kaz)

Im Test hatte ich die 4TB-Version, die ist schwer, gross und bietet eine Menge an Speicherplatz. Nach dem Auspacken verbindet man das LAN-Kabel mit dem Router, wartet kurz bis das Lämpchen aufhört zu blinken und startet in der Zwischenzeit die Software “WD Link” von der CD. Dieses kleine Helferlein findet die Netzwerkfestplatte und ermöglicht die Zuweisung eines festen Laufwerkbuchstabens. Ab hier kann man theoretisch schon loslegen – aber wir wollen ja mehr, nämlich eine Cloud aufbauen. Also schreibt man sich die IP-Adresse der Festplatte aus der WD-Link-Software auf, tippt diese in den Browser ein und wartet, dass sich das Browserinterface aufbaut. Das Menü erschlägt mit Einfachheit: Selbsterklärende Programmpunkte, eine kontextsensitive Hilfeleiste und kleine i-Symbole für kurze, erklärende Worte. Wer sich hier nicht zurechtfindet, will einfach nicht.

Cloud-Einrichtung

WD My Book Live Duo - Durch Eingabe des Aktivierungscodes, wird der Zugriff auf dem Smartphone aktiviert (Bild: kaz)

WD My Book Live Duo - Durch Eingabe des Aktivierungscodes, wird der Zugriff auf dem Smartphone aktiviert (Bild: kaz)

Genau so simpel ist denn auch die Erstellung der Cloud-Funktion: Unter “Remotezugriff” erstellt die Festplatte einen Zugangscode, den gibt man in der Android- oder Apple-Applikation ein und schon ist der Zugang freigeschaltet. Für PC-Nutzer verwendet man E-Mail-Adresse und Kennwort, um über die Homepage WD2Go-Homepage eine WebDav-Freigabe zu erhalten (gilt zwar nur für PC und Mac, doch bei Kenntnis der URL sollte auch Linux keine Schwerigkeiten damit haben). Mehrere Benutzer lassen sich ebenso einfach verwalten. Ich hätte hier ja gerne mehr geschrieben, doch WD macht die Einrichtung nunmal sehr einfach… Stattdessen widmen wir uns der Frage nach der Sicherheit: Zwar liegen die Daten vor Ort, doch wie sicher sind sie da?

Für die Verbindung zur Festplatte geht man zwar über die Server von WD, aber diese sind nur ein Namensregister: Die Server speichern die IP der Festplatte, damit man sie von außen erreicht. Alles danach läuft dann über eine SSL-Leitung mit 128-bit AES Verschlüsselung. Western Digital kann die Daten demnach nicht einsehen.

Spezialitäten

WD My Book Live Duo - Ein USB-Port, ein Netzwerkanschluss und der Netzwerk-Port (Bild: kaz)

WD My Book Live Duo - Ein USB-Port, ein Netzwerkanschluss und der Netzwerk-Port (Bild: kaz)

Natürlich kann die WD Festplatte auch mit der Backup-Funktion. “Time Machine” umgehen, für Windows 7 muss das erst gar nicht erwähnt werden, denn Windows und Linux sind mit allen Netzwerkfestplatten kompatibel. Was die WD Live Duo jedoch abhebt sind die Sicherungsfunktionen: Zum einen können die 4 TB entweder aufgeteilt werden, so dass man in einem RAID-Aufbau 2 TB zur täglichen Nutzung bereitstellt und auf den verbleibenden 2 TB je eine Sicherheitskopie abgelegt wird. Oder man nutzt die 4 TB vollständig ohne Sicherungskopie.

Die andere Funktion betrifft das Backup des Backups: An der Live Duo befindet sich ein USB-Port, mithilfe dessen man den gesamten Inhalt auf eine externe Festplatte sichern kann. Für die normale Nutzung ist das nur ein nettes Gimmick, doch für kleinere Firmen oder sehr wichtige Daten kann das ein entscheidendes Kriterium darstellen.

Fazit

Die Western Digital My Book Live Duo verrichtet ihren Dienst unauffällig und zuverlässig. Meine erste Befürchtung galt der Lautstärke und Brummgeräuschen, doch die heutigen Festplatten (nicht nur die von WD) sind leiser und vibrationsärmer als zuvor. Neben der schieren Menge an Speicherplatz sprechen insbesondere die bequeme Verwaltung und das kinderleichte Einrichten von Cloud-Freigaben für die WD Festplatte. Wer viel Platz benötigt und das auch noch im Netzwerk freigeben will, der sollte sich die WD Live Duo einmal genauer anschauen.

 

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5 Kommentare

  1. Mal eine kleine Anmerkung: Windos 7 (und seine Sicherungsfunktion) ist zwar mit jeder Netzwerkfestplatte kompatibel, allerdings nicht in der so weit verbreiteten “Home Premium”-Variante… Die unterstützt nämlich nur ein lokales Speicherlaufwerk, was den Sinn der Platte als Netzwerk-Backup-Lösung für viele Endkunden ad absurdum führt.
    Darüber hinaus leistet die MyBook aber großartige Dienste, wenn es um Medienstreaming oder zentralen Speicherplatz für Daten geht!

  2. Darf ich mir das Vorstellen wie ,,back to my mac” ?

    Das war (bis zur Einführung der iCloud) die Möglichkeit den ohnehin begrenzten Speichervorrat des Macbook-Air (256SSD) auszulagern.

    Allerdings war und ist dies mit viel Zeit und Unkosten verbunden. Zumal zusätzlich ein MacMini angeschafft werden musste, welcher mit einer gemeinsamen W-Lan-Festplatte (Time-Capsule) verbunden war und immer dann in Betrieb genommen wurde wenn ich das Haus verließ. Auch MobileMe (zur Bereitstellung des Transfer) lag zu diesem Zeitpunkt noch 79.- p.A.

    Mein Problem bezog sich auf die Geschwindigkeit des Datentransfer. Der Flaschenhals ist und bleibt der Upload und trotz 16.000+ Leitung liegt der bei lediglich 995 kbit/s . Das hatte ich im Vorfeld nicht bedacht und hätte den Aufwand mit Sicherheit nicht betrieben.

    Bei uns ging es um die Fotografie. Meine Freundin ist Fotografin und die Idee, direkt vom Set die Daten auf den heimischen Server senden oder Muster zur Veranschaulichung rüberziehen.
    Tja, war ein ziemlicher Griff in`s Klo der MacMini ging, nach Aktivierung der iCloud, zu flip4new.de und MobileMe wurde gekündigt. Dafür mehr Speicher auf die iCloud.

    Ich wollte mit meiner Ausführung nur warnen, falls jemand (so naiv wie ich) eine heimische Cloud einrichtet um dann lediglich im Schneckentempo auf Daten zugreifen zu können.

    Es mag natürlich sein, dass ich mich irre.

    LG
    Flo

    • Den Punkt habe ich tatsächlich ausgelassen. Gut, dass Du das nochmals explizit ansprichst – obwohl ich davon ausging, dass man sich das natürlich denken kann. Habe von außen auch schon schmerzlich spüren müssen, dass meine Upload-Geschwindigkeit nicht ausreichend ist.

  3. Wie sieht es denn mit dem Stromverbrauch aus? (Läuft ja immerhin 24/7 durch..)
    Und: Kann man da jede beliebige 3.5″ SATA reinpacken?

  4. Hat jemand Erfahrungen mit der Medienstreaming-Tauglichkeit? Bei Amazon gibt es eine Bewertung, die behauptet das Gerät sei dafür nicht tauglich.

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