Peavey AT-200:
E-Gitarre mit akustischer Täuschung

Das Stimmen der Gitarre stellt besonders Anfänger oft vor große Herausforderungen. Bei Fortgeschrittenen Spielern ist es dann eher nervig, wenn auf der Bühne nachgestimmt werden muss oder wenn man häufig zwischen verschiedenen Stimmungen wechselt. In solchen (und anderen) Situationen soll die neue E-Gitarre Peavey AT-200 sehr hilfreich sein.

Peavey AT-200 mit Auto-tune {pd Peavey;http://www.peavey.com/news/article.cfm/action/view/id/619/20121901.cfm}

Peavey AT-200 mit Auto-tune (Quelle: pd Peavey)

Auto-Tune ist ein etwas belasteter Begriff in der Musikwelt. Die Software zur nachträglichen Tonhöhenkorrektur bei nicht ganz korrekt gesungenen Tönen ist auch als Cher-Effekt bekannt (und berüchtigt), seit die Sängerin Auto-Tune als Klangeffekt in ihrem Lied Believe einsetzte.

Peavey hat jetzt in Zusammenarbeit mit Antares, den Entwickern von Auto-Tune, eine Gitarre auf der Musikmesse Frankfurt vorgestellt, die mit Auto-Tune ausgestattet ist.

Selbst wenn die Gitarre total verstimmt ist, soll der in die Gitarre integrierte Digitale Signalprozessor in Verbindung mit der Software korrekte Töne hervorzaubern. Das ist allerdings nur einer der Einsatzzwecke, und nicht unbedingt der Grund, sich eine Gitarre mit Auto-Tune zuzulegen. Viel beeindruckender sind die anderen Möglichkeiten. Die folgenden Clips zeigen einige davon.

Mit virtuellem Kapodaster

So kann man sich bei der AT-200 den Kapodaster sparen, den man sonst verwendet, um den Klang der Gitarre in der Höhe zu verändern und Musikstücke so zum Beispiel in eine andere Tonart zu transponieren. Und anders als beim echten Kapodaster lässt sich die Gitarre auch tiefer stimmen.

Offene Stimmungen auf Knopfdruck

Auch andere Stimmungen erfordern kein ewiges Herumgeschraube an den Stimmwirbeln mehr, dank Auto-Tune lassen sie sich durch einen Knopfdruck aufrufen.

Viele Gitarren in einer

Zudem lassen sich durch die Software die Klänge aller möglichen Kombinationen von Pick-Ups simulieren und damit unterschiedlichste Klänge realisieren.

Trotz Auto-Tune hat der Gitarist nach wie vor die Möglichkeit, Töne zu ziehen und zu variieren (Bending und Vibrato). Über ein Midi-Interface lassen sich Lieblings-Einstellungen speichern und abrufen.

Die Peavey AT-200 soll ab Juli in die Läden kommen, auch die Parker Autotune MaxxFly wird mit Auto-Tune ausgestattet sein. Auch herkömmliche E-Gitarren lassen sich mit dem Digitalen Signalprozessor aufrüsten. Weitere Infos gibt es auf den Seiten der Hersteller und auf einer eigenen Produktseite.

via heise online

 

Frank Müller

Frank Müller ist Vater von 4 Töchtern (mit 1 Frau) und vielseitig interessierter Mac-Nerd, der auch Linux nicht abgeneigt ist. Er arbeitet hauptberuflich als Creative Director und Werbetexter und bloggt ab und zu.

Mehr lesen

Vox Apache I und Vox Apache II: Retro-Gitarre mit Verstärker und Rhythmusmaschine

26.10.2012, 1 KommentareVox Apache I und Vox Apache II:
Retro-Gitarre mit Verstärker und Rhythmusmaschine

Seit 1957 ist Vox vor allem bekannt für seine Verstärker. Aber das Unternehmen baut auch interessante E-Gitarren. Die Reisegitarren Apache I und Apache II zum Beispiel besitzen einen eingebauten Verstärker mit Lautsprecher sowie eine Rhythmusmaschine

Vox Amphones: Kopfhörer für Gitarreros und Basser

19.9.2012, 0 KommentareVox Amphones:
Kopfhörer für Gitarreros und Basser

Vox ist berühmt für seine Gitarren- und Bassverstärker, jetzt bringt das Unternehmen Kopfhörer heraus, die mit einem eingebauten Gitarren- oder Bassverstärker aufwarten. 4 Modelle sollen Gitarristen und Bassisten glücklich machen

Zound Industries Marshall Hanwell: Verstärker für die Luftgitarre

6.9.2012, 2 KommentareZound Industries Marshall Hanwell:
Verstärker für die Luftgitarre

Zound Industries hat auf der IFA 2012 den ersten Marshall-Verstärker vorgestellt, der nicht für aktive Musiker, sondern für Musikhörer gedacht ist. Der Marshall Hanwell Verstärker hat seinen Namen vom Londoner Stadteil Hanwell, wo Jim Marshall 1962 seinen ersten Amp zusammenschraubte.

2 Kommentare

  1. Ich habe 0 0 0 0 Ahnung vom musizieren aber selbst mir ist klar, dass dieses System eine geniale Verbindung mit einer Loop Station darstellen muss.
    Auch wenn ich gerade auf keinen (besseren) Einsatzort komme… aber für Straßenmusikanten absolut die Wucht. 1 Gitarre = X-beliebige Instrumente… mich würde es nicht wundern wenn das Teil sogar (abgesehen von der Saitenzahl) ne Harfe wiedergeben könnte. :-)

  2. Ich spiele seit 25 Jahren Gitarre und die Anwendung als Stimmgerät halte ich für überflüssig. Die Möglichkeit des Umstellens zwischen verschiedenen Stimmungen ist da schon interessanter.

    Übrigends hat diese Technik wohl nur wenig mit dem bekannten Auto-Tune, das für Gesangskorrektur verwendet wird – und von dem ich qualitativ wenig halte – zu tun. Es handelt sich eher um einen Pitch-Shifter, der auf Basis der Differenz von einem eingestellten Ton saitenweise agiert, sonst liessen sich viele Spieltechniken, wie Bending, Glissando etc. nicht mehr oder kaum noch vernünftig nutzen.

Kommentar schreiben

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen.

* Pflichtfelder