Plantronics Savi 440 Headset im Test:
Designstück mit viel Ausstattung

Das Headset Plantronics Savi 440 bietet eine umfangreiche Ausstattung und eine gute Sprachqualität. Aber auch hier gilt die alte Lebensweiseheit: «Irgendwas ist ja immer.» Denn an einem wichtigen Punkt konnte ich mich nicht mit dem Testgerät anfreunden.


Plantronics Savi 440 - Die Ladestation kann beliebig positioniert werden (Bild: kaz)

Plantronics Savi 440 - Die Ladestation kann beliebig positioniert werden (Bild: kaz)

Um nicht ständig an den PC gefesselt zu sein, benötigt man ein kabelloses Headset. Bluetooth bietet sich hier an, kann aber nicht die Reichweite bieten. Also muss man sich bei den professionellen Headsets umschauen. Das Jabra Pro 930 konnte bisher überzeugen, doch es geht noch kleiner, noch teurer – aber auch besser? Was hat z.B. das Plantronics Savi 440 zu bieten?

Design und Ausstattung

In puncto Design hält Plantronics meiner Meinung nach weiterhin das Zepter in der Hand. Die Amerikaner wissen, wie gutes Design aussieht und wie wichtig eine gute Ausstattung ist: Das Headset sieht schick aus, ist kaum dicker als ein normaler USB-Stick und wird mit reichhaltigem Zubehör geliefert. Neben einem Kopfbügel stehen beispielsweise auch ein Nacken- und ein Ohrbügel zur Auswahl. Die Ohrbügel gibt es in drei unterschiedlichen Größen, wahlweise mit Fleeceüberzug. Zudem wählt man aus vier verschiedenen Silikon-Ohrstöpseln und als wäre das nicht schon genug, werden neben der Tischladestation auch ein mobiles Ladegerät für den USB-Port geliefert, ein Etui und der obligatorische, mobile Funkstick.

Plantronics Savi 440 - (Bild: Plantronics)Plantronics Savi 440 - (Bild: Plantronics)Plantronics Savi 440 - (Bild: Plantronics)Plantronics Savi 440 - (Bild: Plantronics)
Plantronics Savi 440 - (Bild: Plantronics)Plantronics Savi 440 - Praktisches Etui im Lieferumfang (Bild: kaz)Plantronics Savi 440 - Wer die Wahl hat, hat die Qual.. (Bild: kaz)Plantronics Savi 440 - Es läßt sich auch wie ein Bluetooth-Headset tragen (Bild: kaz)
Plantronics Savi 440 - Der Fleeceüberzug kann, muss aber nicht angelegt werden (Bild: kaz)Plantronics Savi 440 - Der Nackenbügel ist nur eine von vielen Varianten (Bild: kaz)Plantronics Savi 440 - Riesiges Zubehör im Karton (Bild: kaz)Savi 440

Bei diesem «Wunschlos-glücklich-Paket» sollte es nichts zu meckern geben, könnte man denken. Doch in meinem Fall war mir der Überkopfbügel zu stramm, zu schwach gepolstert und drückte mir gefühlt ein Loch in den Schädel. Der Nackenbügel in Kombination mit den Stöpseln war mir wiederum zu unangenehm im Ohr und die Ohrbügelversion musste ich nach zwei Stunden Tragen unbedingt loswerden. Wer die Wahl hat, hat die Qual.

Plantronics Savi 440 im Praxiseinsatz

Plantronics Savi 440 - Der Fleeceüberzug kann, muss aber nicht angelegt werden (Bild: kaz)

Plantronics Savi 440 - Der Fleeceüberzug kann, muss aber nicht angelegt werden (Bild: kaz)

Sitzt das Savi 440 erst mal am Ohr, kann die Quasselei beginnen. Rund sieben Stunden liefert der zierliche Akku mit einer Ladung. Und die will man auch ausnutzen, denn die Sprachverständlichkeit ist ausgezeichnet. Gibt der Akku vorzeitig auf, kann man ihn leicht wechseln. Ebenso leicht sind die Einstellungen in der Software, bei der man vor allem die Reichweite als erstes anpeilen sollte. Denn in der Standardeinstellung «kettet» das Savi 440 seinen Besitzer geradezu an den PC: Gerade einmal eine Distanz von geschätzt fünf Metern kann man damit überbrücken. Erst in der höchsten Reichweite spricht man fröhlich weiter, während man zwei Stockwerke entfernt die Rumpelkammer durchsucht. Das kann man tatsächlich tun, denn die Geräuschunterdrückung filtert das Gröbste aus. Gespräche wurden unter optimalen Bedingungen bei mir klar übertragen.

Plantronics Savi 440 - Praktisches Etui im Lieferumfang (Bild: kaz)

Plantronics Savi 440 - Praktisches Etui im Lieferumfang (Bild: kaz)

Mobil ist man auch in anderer Hinsicht, nicht umsonst ist im Lieferumfang ein Transport-Etui enthalten, denn auch ohne Software erkennen moderne Betriebssysteme das Headset als externe Soundkarte (getestet unter Linuxkernel 3.0.0-12 und Windows 7). So verwandelt man jeden PC in eine Sprachstation, bzw. muss unterwegs nicht auf eine vollwertige VoIP-Lösung verzichten. Unter Linux wird es eventuell nötig, noch das Lautsprechersymbol anzutippen, um die Soundkarte auszuwählen. Leider sind die Einstellungen zu Reichweite und anderen Komfortfunktionen hier nicht verfügbar und auch nicht direkt am Gerät einstellbar.

Fazit

Das Plantronics Savi 440 erfüllt alle Anforderungen, die man an ein (Arbeits-)Headset stellt, sieht dabei noch gut aus und hat eine reichhaltige Ausstattung. In der Fülle von Tragemöglichkeiten findet sicherlich jeder seine gewünschte Kombination – bis auf mich. Etwas störend fällt mir auf, dass Bluetooth fehlt. Smartphones bleiben damit aussen vor. Bei einem EUR 230 wertvollen Headset, sollte man das eigentlich erwarten dürfen.

Wer nicht ganz auf die Reichweite angewiesen ist, aber Smartphone und Softphone über ein Headset nutzen will, dem empfehle ich das Plantronics UC+. Es ist baugleich zum bereits getesteten Plantronics Voyager HD, kostet um die EUR 120 und erlaubt sogar automatische Status-Updates: Setzt man es auf, wird der Status im Softphone geändert. Das Plantronics Savi 440 ist dagegen etwas für Statusverliebte und Quasselstrippen, die auch mal im Haus herumlaufen wollen.

Weitere Informationen dazu auf der offiziellen Website zum Plantronics Savi 440 Headset. Und wer schon überzeugt ist: Kaufen könnt ihr es beispielsweise hier bei Amazon. (Affiliate-Link)

 

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