Toshiba X770-11 im Test (1/2):
Geballte 17-Zoll-Ladung!

Das Toshiba X770-11 ist gross, schwer und stromhungrig – kein Wunder, denn da steckt geballte Leistung drin.


Toshiba Qosmio X770 - (Bild: Toshiba)

Toshiba Qosmio X770 - (Bild: Toshiba)

Lässt man die 15-Zoll-Klasse hinter sich, so stellt sich bald die Frage: «Davig gegen Goliath», «17-Zoll-Desktop-Replacement gegen ausgewachsenen PC». Auf lange Sicht ist ein vollwertiger PC meist kostengünstiger, doch weniger mobil. Toshiba sandte uns den X770-11 in die Redaktion, einen Gamingboliden vom Feinsten.

So kann man sich täuschen

Privat hatte ich bisher keine positiven Erfahrungen mit Toshiba gemacht und auch im Bekanntenkreis hält sich die Begeisterung in Grenzen. Um so schwerer hatte es der X770-11 bei der ersten Begutachtung. Mit dem «Plastik fantastik»-Gehäuse war das natürlich Wasser auf meine Mühlen. Auch der ganz eigene Stil mit den roten Farbverläufen ist nicht jedermanns Geschmack. Dafür folgt der X770 der langen Kooperations-Tradition mit Harman-Kardon, denn das Gewicht von 3,4 kg kommt nicht von ungefähr: Neben den kräftigen Stereolautsprechern brummt ein Subwoofer auf der Unterseite voluminöse Bässe hervor. Soviel «Rumms» erwartet man von einem Laptop wahrlich nicht, nur das feine Lautsprechergitter gibt einen Hinweis darauf.

Toshiba Qosmio X770 - Trotz Größe sitzt die Brille angenehm (Bild: kaz)Toshiba Qosmio X770 - Das Auge fürs Detail (Bild: kaz)X770-11Toshiba Qosmio X770 - (Bild: Toshiba)
Toshiba Qosmio X770 - Feurig rote Beleuchtung (Bild: kaz)Toshiba Qosmio X770 - (Bild: Toshiba)

Leistung im Überfluss

Die vorliegende Ausstattung erfreut jedes Gamerherz: Intel Core i7 mit 2 GHz und 2,9 GHz Turboboost, 8 GB RAM und 640 GB Festplattenspeicher bieten Leistung satt. Die Grafikkarte entstammt der Nvidia Geforce-Reihe, eine GTX 560M mit GDDR5-Speicher. Damit aber nicht genug, denn Nvidia liefert gleich noch eine 3D-Brille mit, die auf dem Full-HD-Display in 17,3 Zoll plastische Bilder erzeugt. Zur Vollständigkeit sei erwähnt, Bluetooth 3.0, n-WLAN und Gigabit-Ethernet sind selbstverständlich auch an Bord. Der PCMark7-Benchmark (Version 1.0.4.0) erreicht 3’326 Punkte. Das ist nicht schlecht, doch andere Systemkonfigurationen mit gleicher CPU und Grafikkarte erreichen bis zu 4’230 Punkte aufgrund schnellerer Busanbindung.

Stroboskop-3D

Toshiba Qosmio X770 - Trotz Grösse sitzt die Brille angenehm (Bild: kaz)

Toshiba Qosmio X770 - Trotz Grösse sitzt die Brille angenehm (Bild: kaz)

Sieht man vom Plastikgehäuse einmal ab, so gibt es wirklich nichts am X770-11 auszusetzen. Die beleuchtete Tastatur mit angenehmem Tippgefühl lädt richtig zum Zocken bei abgedunkeltem Raum ein. Diesem Ruf sollte man auch folgen, denn noch immer ist 3D mit Shutterbrille etwas lichtempfindlich. Hinzu kommt das spiegelnde Display, was zwar mehr Farbbrillanz verspricht, aber auch einen entsprechenden Aufstellort verlangt, dafür sind die Blickwinkel sehr gross und die Farbqualität bleibt über weite Bereiche erhalten.

Trotz diverser Einstellungen war es mir nicht möglich, für längere Zeit die 3D-Brille zu tragen. Dabei lag es nicht am Tragekomfort über meiner eigentlichen Brille, das war völlig akzeptabel. Aber das ständige Flimmern machte mich irgendwann kirre. Das ist prinzipbedingt und natürlich sehr subjektiv – jeder sollte in dieser Hinsicht seine eigenen Erfahrungen machen.

Vorläufiges Fazit

Der Toshiba X770-11 begeistert und lässt die alten Vorurteile vergessen: Schnelles Arbeitstempo, gute Bildwiedergabe und eine gefällige Soundwiedergabe lassen keine Wünsche offen – oder doch? Wie ist es mit der Lärmentwicklung? Was für Software hat Toshiba mitgegeben? Wie lange hält der Akku? Damit wird sich Teil zwei meines Tests beschäftigen.

 

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2 Pingbacks

  1. [...] wert. Toshiba X770-11 – (Bild: Toshiba)Der Toshiba X770-11 konnte sich trotz Vorurteilen im ersten Teil des Tests ein gutes Ergebnis einholen. In Sachen Gaming-Leistung und 3D lohnt sich der Toshiba allemal. Doch [...]

  2. [...] den geringeren PCMark-Wert von nur 2903 Punkten im Vergleich zum letztens von mir vorgestellten Toshiba Gaming-Laptop – der hatte auch eine i7-CPU. Doch entgegen dieses Testergebnisses liefen sowohl [...]

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