breaded Escalope Your Clock:
Die Zeit an die Kette gelegt
Das österreichische Design-Studio «breaded Escalope» will mit seiner Uhr «Your Clock» die Zeit anhalten – jedenfalls so lange, bis man an der Kette zieht.

breaded Escalope Your Clock (Quelle: breaded Escalope)
Denn die Your Clock des Wiener Design-Studios breaded Escalope (Wiener Schnitzel) unterscheidet sich von den herkömmlichen Vertretern ihrer Art durch eine kleine Kette. Und erst wenn man an dieser Kette zieht, zeigt die Uhr nur die aktuelle Zeit an. Im folgenden Clip seht ihr, wie ihr euch das vorzustellen habt.
Die Idee und Botschaft hinter der Entwicklung von Your Clock ist wohl: Lass dir nicht vom permanenten Blick auf die Uhr den Tag diktieren. Wenn das unerbittliche Verstreichen der Zeit nicht dokumentiert wird, geschieht es dann überhaupt? Mach dich zum Herr deiner Zeit, lass sie erst dann vergehen, wenn du es willst.
Wirft man einen Blick auf den Clip, scheint es sich bei den Entwicklern von Your Clock um Nachteulen und sehr genaue Leser zu handeln. Schliesslich sitzt der barfüssige Bartträger im Film von 22:03 Uhr bis 02:13 Uhr und damit über 4 Stunden auf dem Sofa und blättert in der Zeit, während er dieselbe zugleich anhält. Nach einem kontrollierenden Aktivieren seiner Your Clock macht er damit weiter.
Eine schöne Idee, die Zeit durch einen Zug an der Kette im Griff zu behalten.
Bislang drei Prototypen und 24 Einzelstücke
Mehr Infos über Your Clock gibt es auf einer eigenen Seite. Der Prototyp «Your Clock #1» wurde für eine Ausstellung in London 2007 angefertigt und ist verkauft. Das grosse Interesse an Your Clock brachte breaded Escalope jetzt dazu, eine limitierte Auflage von 24 weiteren Your Clocks zu starten.
Allerdings bewahrheitet sich auch hier die Weisheit «Zeit ist Geld»: Die Stücke dieser Serie sind nicht ganz billig, da sich bisher noch kein Produzent gefunden hat, um Your Clock in höherer Stückzahl zu einem erschwinglichen Preis herstellen zu können. Die 24 Exemplare der limitierten Auflage werden darum von Hand modifiziert und kosten als solche individuell gefertigten Einzelstücke je nach Modell ab EUR 2’300.
Die Designer sind weiterhin auf der Suche nach einem Hersteller für die Serienproduktion. Wer eines der Exemplare der limitierten ersten Serie ergattern möchte und das nötige Kapital besitzt, hat noch gute Chancen. Bisher sind erst drei Stück verkauft. Mal sehen, ob sich das nach unserem Artikel ändert.
Bei Interesse einfach eine Mail an die Entwickler schicken.
via Stilsucht



































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19. März 2012 um 12:24
Wenn sog. “Designern” nichts mehr einfällt, fangen sie an, Uhren, Lautsprecher oder Radios zu gestalten, die sich dann nur zu oft durch “Features” (Binäruhren, Mono-Lautsprecher, Pappradios etc.) auszeichnen, die einfach nur unpraktisch sind und dabei unverschämt viel kosten.
Im Falle dieser Uhr könnte man auch einfach eine stinknormale Uhr jeder Art in die Schublade legen und diese bei Bedarf hervorholen, um nicht unter dem “Diktat der Zeit” zu leben. Das hat immerhin den Vorteil, dass man diese draussen lassen kann, wenn es einem dann doch zu nervig wird, was nach kurzer Zeit sicherlich der Fall sein dürfte.
Selbst Schuld, wer dafür Geld ausgibt.
19. März 2012 um 16:00
Wenn es dir nicht gefällt, ist es doch okay. Du musst es ja nicht kaufen. Andere Leute finden die Idee aber ansprechend und witzig.
20. März 2012 um 0:33
Ja, ich muss es nicht kaufen und andere Leute mögen es witzig finden. Und? Ich habe meine persönliche und subjektive Meinung dazu geschrieben. Das sollte doch wohl keiner Erläuterung bedürfen.
20. März 2012 um 9:12
Genau. Und ich habe dir darauf geantwortet. ;-)
24. März 2012 um 18:51
Es geht doch vielmehr um die Symbolig – die Idee an sich. Und welche Gedanken Sie auslöst… (Meiner Meinung nach ;)
19. März 2012 um 17:10
ich finds gar nich so dumm… würde sie aber “andersrum” nutzen. Morgens 7 Uhr hält man an… kommt nachmittags nach hause und lässt die Uhr die ganze Arbeitszeit abspulen… und ZACK – rein in den Feierabend :-D
20. März 2012 um 7:15
2300 Euro? Ok, wer es schafft den Leuten mit so einem Produkt das Geld aus der Tasche zu ziehen, der hat es auch verdient.
Ich hatte ja erst noch praktische Bedenken bei der Uhr, aber wer soviel Geld dafür über hat, der kann auch die Uhr anhalten und Verabredungen sausen lassen.
20. März 2012 um 9:09
Es geht hier wie im Text erwähnt um handgefertigte, individuelle Einzelexemplare. Wenn die Uhr einmal in der Massenfertigung ist, wird der Preis logischerweise ganz anders aussehen.
25. März 2012 um 14:49
der preis ist von mir aus noch zu verkraften – nicht aber stillosigkeit dieser uhr. mal ehrlich,
minderwertig kommt es daher, kaum 20eur wert.
idee gut, umsetzung hingegen braucht noch ein wenig.