BumpyPhoto:
3D-Skulpturen aus deinen Fotos

Die US-amerikanische Firma BumpyPhoto hat eine interessante neue Anwendung für 3D-Drucker gefunden: Sie erstellt farbige, dreidimensionale Skulpturen aus den Fotos der Kunden.


(Quelle: BumpyPhoto)

(Quelle: BumpyPhoto)

Es wird wohl nicht lange dauern, bis diese Läden für individuelle Hologramme auch den Dienst in petto haben, den die Firma BumpyPhoto anbietet: Die Kunden können ein Foto hochladen und sich daraus ab USD 79 eine dreidimensionale, farbige Skulptur erstellen lassen. Dabei erkennt das System von BumpyPhoto zunächst automatisch die dritte Dimension in der zweidimensionalen Vorlage. Danach kontrollieren menschliche Experten das Ergebnis und greifen bei Bedarf korrigierend ein. Bevor das Ganze in den 3D-Druck geht, gibt der Kunde noch grünes Licht.

Und schon hat man nicht nur ein Foto, sondern eine Skulptur von seiner Lieblingskatze, den Enkeln oder was auch immer man gern dreidimensional auf dem Sideboard stehen haben möchte.

Je höher aufgelöst die Vorlage ist, desto besser funktioniert das System. 2 Megapixel sind das Minimum. Richtig gut klappt es logischerweise bei klar erkennbaren, einzeln stehenden Motiven. Je komplexer das Bild, desto schwieriger die Aufgabe.

Die Bildergalerie und das folgende Video geben Eindrücke von den Abläufen und den möglichen Ergebnissen.

3D-Skulpturen aus deinen Fotos
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Ehrlich: Ich finde ja, dass schon diese individuellen Hologramme häufiger einen Hauch Grusel in sich bergen. Ähnlich geht es mir mit ausgestopften ehemaligen Haustieren. Und auch in diesem Fall bin ich nicht so hundertprozentig überzeugt, dass das Ergebnis immer so schick aussehen wird, wie man sich das wünscht. Gerade Gesichter werden sehr schnell zur Fratze, wenn schon eine Kleinigkeit nicht stimmt. Insofern ist die Auswahl des Motivs hier sehr entscheidend.

Interessant ist die Idee so oder so. Und sobald beispielsweise der Laden mit den Hologrammen in einem Einkaufszentrum des eigenen Vertrauens das auch im Angebot hat, kann man sich ja selbst ein (dreidimensionales) Bild davon machen.

Via gizmag

 

Jan Tißler

Jan Tißler ist Redakteur bei netzwertig.com. Er ist fasziniert von Technik und ein leidenschaftlicher Internetintensivnutzer.

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5 Kommentare

  1. Weiß jemand, mit welcher Software die aus den 2D Bildern diese 3D Bilder machen? Ich weiß, das es welche gibt, wo man 2 Bilder braucht. Kenne aber keine, wo das mit einem Bild geht.

  2. Auch, wenn die Qualität wohl noch ein wenig zu wünschen lässt, finde ich, das ist eine gelungene Anwendung für hübsche Geschenke. Was mich aber noch mehr beeindruckt ist die automatische Tiefenerkennung.

  3. Sehr geil. Ich finde das nen ziemlich tollen Ansatz. Interessant würde das z.B. auch wenn man ein Produktmuster erstellen möchte, das farbig ist.
    Weiß der Autor zufällig, WIE die 3D-Objekte eingefärbt werden nach der Herstellung?

    • Das weiß ich nicht ganz genau. Bei gizmag heißt es dazu:

      Due to the additive 3D printing process, the company warns that some layering may be visible on the finished product because the 24-bit coloring added to the finished piece isn’t actually painted on, but is part of the object’s outer layer.

  4. So ganz stimmt die Angabe im Text zum Verfahren nicht.
    Es ist mit keinem Verfahren möglich aus einer normalen Aufnahme Tiefeninformationen zu erhalten, da diese durch das Abbildende System verloren gehen.
    Es gibt per se keine Möglichkeit Informationen aus dem Bild herauszubekommen die nicht darin enthalten sind.

    Zum hier genutzten Verfahren findet sich auf der Herstellerseite folgender Text:

    “Our highly-skilled designers assisted by sophisticated software will then model a 3D depthmap from your 2D flat photo. This is what gives the BumpyPhoto its shape and lifelike appearance.”

    Es werden also Leute dran gesetzt, aus einem zuvor verarbeiteten Bild, selbst die Tiefenwerte zu wählen. Die Bildvorverarbeitung dient scheinbar nur dazu die einzelnen Bildbereiche zu segmentieren oder Konturen der Objekte herauszuarbeiten.

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