Forschung:
Mikro-3D-Drucker stellt Geschwindigkeitsrekord auf
Nachdem die Technische Universität Wien bereits den kleinsten 3D-Drucker der Welt vorzuweisen hatte, stellt sie nun einen Geschwindigkeitsrekord für winzige Strukturen auf. In vier Minuten ist beispielsweise ein Rennwagen erstellt, der nur Bruchteile eines Millimeters gross ist.

Ein Rennauto mit ca. 285 µm Länge - gedruckt an der TU Wien. (Quelle: TU Wien)
Gemessen werden die so erschaffenen Gegenstände in Mikrometern, also einem Tausendstel Millimeter. Um so beeindruckender, wie detailliert die Modelle sind.
Der 3D-Drucker verwendet flüssiges Harz als Ausgangsmaterial. Bewegliche Spiegel lenken einen Lasterstrahl durch das Harz, um es gezielt auszuhärten. Der Laser hinterlässt eine Polymer-Linie mit einem Durchmesser von weniger als einem Zehntausendstel Millimeter.
Und auch wenn einem diese Miniaturisierung schon unvorstellbar scheint, ist der eigentliche Trumpf der Wiener die Geschwindigkeit. «Bisher hat man die Druckgeschwindigkeit in Millimetern pro Sekunde gemessen – unser Gerät schafft in einer Sekunde fünf Meter», wird Professor Jürgen Stampfl in einer Pressemitteilung zitiert. Er gehört zum Institut für Werkstoffwissenschaften und Werkstofftechnologie der TU Wien. In der Zwei-Photonen-Lithographie sei das Weltrekord. Möglich wurde dies durch eine bessere Steuerung der Spiegel und auch bei der Harzmischung sind die Forscher neue Wege gegangen. Genauere Informationen dazu gibt es hier auf der Website der TU Wien.
Die gezeigten Beispiele vom Wiener «Steffl» über den Rennwagen bis hin zur Londoner Tower Bridge dienen natürlich vor allem Showzwecken. Die TU Wien sieht Anwendungen im medizinischen Bereich. Entsprechend wird an «bio-kompatiblen» Harzen geforscht: Mit ihnen liessen sich massgeschneiderte Strukturen bauen, die lebende Zellen als Gerüst benutzen können, um biologisches Gewebe nachzubilden. Der Drucker eigne sich jedoch auch für die Herstellung präziser Bauteile für die biomedizinische Anwendungen sowie für die Nanotechnologie, heisst es auf der Website der TU Wien.
via futurezone.at




























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12. März 2012 um 19:31
unglaublichnm
13. März 2012 um 13:16
Man sollte mal eine Ausstellung der Exponate machen. In einer Zigarrenschachtel statt in einem Museumsbau. ;-)