Ninja Block:
Bau dir dein Internet der Dinge

Sobald sich jemand deiner Haustür nähert, wird ein Foto gemacht und in deiner Dropbox gespeichert. Wenn deine Freunde bei Xbox Live online sind, schaltet sich deine Lava-Lampe ein. Solche und andere Dinge können kleine Kästchen namens «Ninja Blocks». Und dazu braucht es nicht eine Zeile Code.


Über den Dienst «Ninja Cloud» legt man fest, wann welche Aktion ausgelöst werden soll. (Quelle: Ninja Blocks)

Über den Dienst «Ninja Cloud» legt man fest, wann welche Aktion ausgelöst werden soll. (Quelle: Ninja Blocks)

«Das Internet der Dinge» geistert als Schlagwort schon länger herum und meint, dass immer mehr aus unserem Alltag in irgendeiner Form ins Netz der Netze eingewoben wird. Die Möglichkeiten, die sich daraus in den nächsten Jahren ergeben, sind schier unüberschaubar. Das Kickstarter-Projekt «Ninja Blocks» merkt gerade, wie gross das Interesse daran ist: Schon lange vor Ablauf haben die Macher vier Mal mehr Geld eingesammelt, als sie mindestens gebraucht hätten. Insofern wird diese Produktidee also Wirklichkeit.

Das kann ein Ninja Block

Und so funktioniert es: Die Ninja Blocks sind handliche Kästen mit einer Kontroll-LED, die über einen Bewegungssensor und einen Temperatursensor verfügen. Mithilfe der vier Erweiterungsschächte und eines USB-Ports kann man die Fähigkeiten eines solchen Blocks noch erweitern. Dann erkennt er beispielsweise Geräusche oder misst die Luftfeuchtigkeit. Da die Ninja Blocks zudem Open Hardware sind, kann sich jeder die Baupläne herunterladen und Geräte nach eigenen Vorstellungen daraus entwickeln.

Ninja Cloud: Auslöser und Aktionen

Die Ninja Blocks sind wiederum mit dem Internetdienst «Ninja Cloud» verbunden. Hier kann man Aufgaben («Tasks») erstellen: Sie bestehen aus einem Auslöser («Trigger») und einer dann folgenden Aktion («Action«). Manchen wird das bekannt vorkommen: So funktioniert der Webdienst if this then that (ifttt) – aber der beschränkt sich auf Trigger und Actions innerhalb des Internets. Die Ninjas aber kennen keine Grenzen zwischen der virtuellen und realen Welt. Das folgende Video zeigt euch das noch einmal genauer:

Ninja Blocks
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Zu beachten ist: Das Gehäuse im Video wie auch in den Fotos ist noch nicht final.

Beispiele für Auslöser einer Aktion:

  • Eine Bewegung wurde festgestellt
  • Die Temperatur ist höher als…
  • Du wurdest in einem Foto auf Facebook getagt
  • Ein Geräusch wurde festgestellt

Beispiele für dann folgende Aktionen:

  • Zeige Text auf einem Display an
  • Spiele einen Ton ab
  • Sende einen Tweet
  • Schalte ein Licht ein
  • Schicke mir eine SMS

Für den Anfang arbeiten die Ninja Blocks mit diesen Webdiensten zusammen: Dropbox, Twitter, Facebook, Google Docs und Xbox Live. Weitere sollen folgen. Standardmässig geht ein Ninja Block per Ethernet online, WLAN ist aber per Erweiterung ebenfalls möglich.

Preise und Liefertermin

Unterstützer des Kickstarter-Projekts bekommen einen Ninja Block inklusive Button-Sensor für USD 155. Für USD 20 mehr gibt es noch den Bewegungssensor und den Lichtsensor dazu. Ihre Geräte werden voraussichtlich im Mai asugeliefert.

Weitere Informationen hier auf der offiziellen Website zu den Ninja Blocks.

 

Jan Tißler

Jan Tißler ist Redakteur bei netzwertig.com. Er ist fasziniert von Technik und ein leidenschaftlicher Internetintensivnutzer.

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2 Pingbacks

  1. [...] Alternative hatten wir übrigens im März 2012 vorgestellt: die Ninja Blocks. Das Kickstarter-Projekt war erfolgreich und die Geräte werden gebaut. Die Macher setzen hier auf [...]

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