Lytro:
Revolutionäre Lichtfeldkamera jetzt erhältlich

Die revolutionäre Lichtfeldkamera Lytro wird nun ausgeliefert. Neben dieser guten Nachricht gibt es aber auch eine schlechte.


Noch Anfang Februar 2012 hiess es auf unsere Nachfrage: Es ist unklar, wann mit der Auslieferung der Lytro begonnen werden kann. Knapp einen Monat später meldet Lytro jetzt, dass die ersten Geräte verschickt werden. Der Wermutstropfen der Mitteilung lautet allerdings: «Currently only available for purchase and delivery within the USA» – Verkauf und Lieferung also vorerst nur an Kunden in den USA. Wann die Lytro auch bei uns erhältlich sein wird, ist offen.

Zur Erinnerung: Letztes Jahr hatte die Ankündigung der Lichtfeldkamera Lytro für einiges Aufsehen gesorgt, denn bei ihr kann man den Schärfepunkt der Aufnahme hinterher festlegen. Ein neuartiger Sensor und ein ebenso neuer Bildprozessor ordnen den einfallenden Lichtstrahlen Farbe, Intensität und Richtung zu. Dadurch kann aus diesen Informationen hinterher fast jede Variation des Motivs gewählt werden. Konventionelle Kameras nehmen hingegen nur das Bild auf, das auf die Sensorfläche trifft. Das lässt sich dann bei Aufnahmen im RAW-Format noch anders belichten, aber der Fokuspunkt steht fest.

Anhand der folgenden Beispiele könnt ihr den anpassbaren Fokus selbst ausprobieren – einfach auf einen Bereich des Bildes klicken:

In einem Test ist beispielsweise das amerikanische Blog The Verge von der Technik an sich begeistert. Aber die Kamera selbst sei noch nicht da, wo sie sein könnte: zu schwierig zu bedienen, zu gering die Bildqualität. Sobald wir ein Testgerät bekommen haben, geben wir euch unsere Eindrücke dazu natürlich weiter.

Der Preis der Lytro ist nicht gerade günstig: Das kleinere Modell mit 8 GB eingebautem Speicher kostet 399 US-Dollar. Das grössere Modell mit 16 GB ist für 499 US-Dollar zu haben.

Weitere Informationen ausserdem auf der Lytro-Webseite und in diesem Beitrag von Frank Müller bei uns.

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4 Kommentare

  1. Tobias W.
    schrieb am 1. März 2012 um 15:47 Uhr (#)

    Sehr spannende Entwicklung. Werde mir die ersten Generationen sicher nicht gönnen, freue mich aber auf die Weiterentwicklung.

  2. DerEineTyp
    schrieb am 1. März 2012 um 19:35 Uhr (#)

    Interessant finde ich, dass es in dem Zusammenhang mit der neuen Lytro, andere ähnliche Entwicklungen, die es auch schon länger gibt, wie zum Beispiel von der deutschen Firma Raytrx, die eine ähnliche Kamera im kommerziellen Bereich anbietet, kaum erwähnt werden.
    http://www.raytrix.de/

  3. MadMike
    schrieb am 2. März 2012 um 00:07 Uhr (#)

    Ich warte auf die 3D-Zoom-Kamera aus “Blade Runner”. Kann so lange ja nicht mehr dauern… ;-)

  4. Viator
    schrieb am 2. März 2012 um 18:38 Uhr (#)

    Zugegeben, eine interessante technologische Weiterentwicklung (die Werbeindustrie bezeichnet unpassenderweise jeden Furz als “Revolution”), wirklich interessant wäre diese Technologie aber, wenn man sie mit Bewegtbildern, 3D und Eyetracking kombiniert. Dann hätte man eine fast perfekte cinematische Illusion, indem während der Betrachtung eines 3D-Filmes der anvisierte Ausschnitt fokussiert wird. Auch für die 3D-Spielebranche wäre das eine wirksame Erweiterung.

    Ich sehe die Tendenz zur Illusionsperfektionierung allerdings auch etwas kritisch.

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