Jokey Dampfdusche Supersteam Quad im Test (2/2):
“Shower me up, Scotty”
Eine elektrische Dampfdusche? Steampunk oder nützliches Haushaltsgerät? neuerdings.com hat kein Risiko gescheut und für Sie todesmutig mit 230 V / 16 A und 3 kW bei Licht und Musik geduscht.
Tückisch ist, dass eine Dampfdusche nur mit per Ionenaustauscher entkalktem oder von Natur aus weichem Wasser funktioniert, sonst ist der Dampfgenerator bei häufiger Nutzung schnell verkalkt und defekt. Derartige Entkalker sind aber teuer und für die Nutzung des Leistungswassers als Trinkwasser nicht gesund. Duscht – beziehungsweise dampfduscht – der Geek aber wirklich nur drei mal im Jahr, dann geht alles auch ohne Entkalker ein paar Jahre lang gut.Normales Duschen ist bei der Supersteam Quad dagegen auch mit hartem Wasser kein Problem, die Kalkrückstände lassen sich aus den flexiblen Düsen leicht herauspulen, ohne diese zu verstopfen, wie es bei Standard-Duschen mit Metallsieben im Duschkopf der Fall ist.
Der Dampfgenerator ist mit 3 kW für eine Dampfdusche eher schwach – selbst für diese kompakte Kabine. Dementsprechend ist der Dampfbetrieb dann doch etwas kompliziert und enttäuschend: Die Dusche ist fast 20 Minuten vorzuheizen, wenn man sie als Dampfdusche nutzen und dabei nicht erst frierend in kalter Luft sitzen will. Allerdings ist so eben der Betrieb an einer normalen, mit 16 A abgesicherten Stromleitung möglich – grössere Dampfgeneratoren benötigen Drehstrom.
Unerwartet angenehm ist allerdings der normale Duschbetrieb: Da die Kabine, um für den Dampfbetrieb geeignet zu sein, komplett geschlossen ist – normale Duschkabinen sind oft nach oben offen und grenzen an die kalte Aussenwand des Gebäudes – ist es in der Dampfdusche wesentlich wärmer und angenehmer. Zudem gibt es eben noch die Regendusche von oben, die auch denen gefallen wird, die fest installierte Duschköpfe, wie sie beispielsweise im Schwimmbad zu finden sind, nicht ausstehen können.
Der Telefonanschluss wird in Deutschland nicht benutzt und klingt zunächst auch ziemlich absurd, doch ist ein normales Telefon in der Dusche wegen Feuchtigkeit und Lärm natürlich nicht benutzbar – und in der Dampfdusche sitzt man ja durchaus mal 30 Minuten.
Komplett abgedreht und definitiv bei Raumschiff Enterprise abgeschaut ist allerdings die Beleuchtung mit LEDs. Der praktische Nutzen mag gering sein, aber es schaut sehr geekig-cool aus und jeder Besucher will es sehen. Das UKW-Radio ist auch nützlich, wenn auch im Klang ziemlich dumpf, man kann aber auch einen iPod anschließen, der freilich ausserhalb der Dusche liegen sollte. Das erspart einem extra Dusch-Dockingstations. Der Telefonanschluss und noch mehr das Geräusch, wenn der Dampfgenerator läuft, erinnern dagegen an die Tardis von Dr. Who – vielleicht kann man in dieser Telefonzelle ja nicht nur duschen und in Dampfschwaden abtauchen, sondern auch in der Zeit reisen?
Insgesamt ein durchaus praktisches Haushaltsgerät mit heftigem Hinguck-Faktor, auch wenn die Dampf-Funktion in der Praxis wohl nur selten benutzt werden wird.
- Jokey Dampfdusche Supersteam Quad im Test (1/2): Elektrisch duschen? (22. Februar 2012)
- Jokey Dampfdusche Supersteam Quad im Test (2/2): “Shower me up, Scotty” (23. Februar 2012)























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GNARF!
Wie immer hier. Das Ding hat keinen iPod-Anschluss sondern einen Audio-Anschluss, was wohl eine 3,5mm Klinke sein dürfte. Da kann ich auch andere Geräte anschließen, nicht nur die vom heiligen Apfel!
Es steht ja auch nur da, daß man dort einen iPod anschließen kann.
Auf dem Foto ist schließlich auch ein Funk-Lautsprecher zu sehen und kein iPod.
Es sind übrigens zwei Cinch-Stecker, die man verlängern muß. Sonst wäre die Bedienung des Nicht-iPods etwas schwierig.
Richtig, aber warum steht der iPod da überhaupt? Reicht mp3- oder Musikplayer nicht? Aber heutzutage tauchen Bildschirme mit Apple-Logo schon auf Architektur-Renderings auf. Modern und hipp und so.
Wenn ich “Walkman” geschrieben hätte, hätte ich auch nicht speziell ein Sony-Produkt gemeint, und bei “Tempo” kein Taschentuch einer bestimmten Marke.
Das Ulkige an dieser Diskussion ist allerdings, daß so einen Sprachgebrauch normalerweise die Inhaber einer Marke mißbilligen, aber nicht deren Hasser :o)
iPod als Synonym für Musikplayer insgesamt ist in meiner Welt nicht üblich.
Dass du zumindest in Hinblick auf Apple ein schwarz-weißes Weltbild hast, zeigt sich darin, dass du mich als Hasser der Marke einstufst. Das ist komisch. Ich spiele zum Beispiel gern mit dem iPad meiner Partnerin und bin nicht prinzipiell Apple-Gegner, wie auch immer du darauf kommst.
Ich? Ich habe diese Diskussion doch nicht angefangen, sondern Alpha-Orb, der es so sogar ernsthaft schafft, bei einer Dusche wieder das Thema Apple ins Gespräch zu bringen, damit eigentlich das Gegenteil von dem erreicht, was er will, und so die Bedeutung dieser einen Marke noch mehr überhöht. Ich habe nur “iPod” geschrieben, weil ich davon ausgehe, daß jeder weiß, was das ist, während “Funklautsprecher” erstmal jede Menge Fragen aufwerfen würde.
Daß Apple total polarisiert, ist wohl wahr. Bei Heise habe ich mich irgendwann geweigert, Apple-Produkte zu testen, weil die Apple-Fans in ihren Foren sofort zu konzertierten Aktionen gegen jeden aufrufen, der auch nur irgendwas an einem Apple-Produkt nicht so doll findet, inkl. Anrufen beim Chefredakteur, daß die betreffende, völlig unfähige und solcher edlen Produkte unwürdige Mitarbeiterin gefeuert werden soll etc. etc. Du testest ein Apple-Produkt und hast 80 Meckereien in Blogs gegen Dich, das machst kein 2. Mal.
Hier war das früher noch viel extremer, da habe ichs sogar mal getestet, indem ich eine Apple-Pressemeldung fast 1:1 verwendet habe, das fiel nur einem auf, der dann allerdings völlig durchdrehte und das in meinem Wikipedia-Eintrag als “Presseskandal” verewigen wollte. Wie dann die ersten Apple-Gegner aufgetaucht sind, war ich noch verblüfft. Inzwischen scheint es eher genau andersrum zu sein.
Daß man mich dann mal umgekehrt als Apple-Fan einstuft, naja, die Leute konnten sich noch nie einigen, in welche Schublade sie mich stecken wollen. Ich will in keine.
Ich find das alles recht albern, aber wie man sieht, kann man nicht mal “iPod” schreiben (was ich persönlich übrigens “Ipod” schreiben würde, weil alles andere, ob SIEMENS statt Siemens, iPad statt Ipad oder WordPress statt WordPress [Anm: Frechheit! Word-press ändert die Schreibweise einfach von sich aus ab, wenn man sich weigert, das P im Wort groß zu schreiben!], Markenschreibweisen sind, die normal bei keinem Magazin erlaubt sind, aber Apple hat da anscheinend seit Jahren Sonderrechte), ohne daß jemand schreit: “Er hat JEHOVA gesagt!!!” :-)
Ich selbst habe einen Ipod, kein Ipad, und keine Apple-Rechner, weil ich früher dafür das Geld nicht gehabt hätte und heute auch mit Windows umgehen kann :o)
Und nun: Ende der Diskussion oder für jeden weiteren Post 5 € in die Apfel-Kasse.
http://de.wikipedia.org/wiki/Off-Topic
Okay, nichts für ungut.
@Florian: Solche Diskussionen sind weder falsch noch verboten.
ich muss sagen, wenn ich ipod lese, heißt das für mich (ja, nennt mich apple-gegner), dass ich es nicht nutzen kann – sorry aber den namen hat sich apple nun mal gemacht.
Ein 3,5mm-Klinke-Anschluss (ja ok das klingt nich schöner) dagegen ist offen für alle(s).
Wer sich eine Dampfdusche kauft, aber die Kernfunktion nicht oder allenfalls dreimal im Jahr nutzt, ist wohl ziemlich mit dem Klammerbeutel gepudert. Natürlich muss man sich darüber im Klaren sein, dass es auch in diesem Bereich billiges und teures, unbrauchbares und hochwertiges Material gibt (wobei teuer nicht zwingend gut bedeutet).
Der Witz an einer Dampfdusche ist jedenfalls die Dampffunktion und nur dafür lohnt auch die Anschaffung einer Dampfdusche.