Das mobile Büro – Ladegeräte für die KFZ-Buchse:
Die Stromfrage

Wie kann man unterwegs seine Gadgets mit Strom versorgen? Beispielsweise mit einem Autoadapter. Wir haben einen solchen getestet, der auch MacBook Air und Co. lädt.


Nachdem wir in unserer Serie zum Thema «das mobile Büro» bereits darüber geschrieben haben, wie Gadgets auf Geschäftsreisen am besten transportiert werden, wenden wir uns nun der nächsten entscheidenden Problematik zu, der mobilen Stromversorgung.

Wer mit einem Auto unterwegs ist, muss sich eigentlich kaum Sorgen machen um den Stromhunger seiner Gadgets. Dank 12 V Gleichstrom KFZ-Buchse sind Laptop, Smartphone, Tablet oder Kamera stets einsatzbereit, entsprechend gross die Palette an Adaptern, die Gadgets mit Autostrom versorgen. Dabei ist nebst einem vernünftigen Preis eine Reihe weiterer Punkte zu beachten.

Leider ist es den Herstellern bisher noch nicht gelungen, sich auf einen Ladegeräte-Standard zu einigen. So muss man darauf achten, dass Ausgangsspannung und Steckerform den Bedürfnissen der eigenen Geräte entsprechen oder allenfalls mit einem Schalter angepasst werden können. Ein solches Gerät im Angebot hat beispielsweise Hama . natürlich gibt es noch unzählige andere Anbieter mit ähnlichen Produkten. Diese alle zu testen würde den Rahmen dieser Serie aber sprengen. Wir widmen uns daher erstmal einer etwas spezifischeren Problematik: KFZ-Ladegeräte für Apple Notebooks mit Magsafe-Stecker.

Magsafe als Patent-Knackpunkt

Apples Magsafe-Stecker hat einen entscheidenden Vorteil gegenüber klassischen Rundsteckern: Stolpert man über das Kabel, zupft es dieses einfach vom Gerät ab. Dank magnetischer Befestigung geht dabei im Normalfall weder das Kabel, noch das Notebook kaputt und man reisst auch nichts mehr vom Tisch. Der Nachteil ist etwas weniger offensichtlich: Apple hat es bisher unterlassen, selber ein KFZ-Ladegerät für seine mit Magsafe ausgestatteten Laptops anzubieten. Zwar gibt es den Magsafe Airline Adapter zu kaufen, dieser ist aber für die 20mm/EmPower-Steckdosen in Flugzeugen ausgelegt, die mit rund 15V arbeiten. Dazu kommt, dass die Elektronik im Airline Adapter verhindert, dass das MacBook aufgeladen werden kann, nur der Betrieb des Geräts ist möglich… Gleichzeitig haben Dritthersteller wie etwa ebay oder Ricardo gibt es verschiedene Angebote von meist unbekannten Herstellern. Ich habe mich für ein Modell mit 60W Ausgangsleistung und einer zusätzlichen 5V USB Buchse entschieden.

Der Test

Obschon das Gerät keinen bekannten Namen trägt und der Verkäufer offensichtlich ein Privatimporteur ist, erfolgte die Lieferung im Handumdrehen. Das erstandene Produkt macht auf den ersten Blick einen soliden Eindruck. Die Plastikverschalung ist solide, das Gerät liegt einigermassen schwer in der Hand und vermittelt so einen wertigen Eindruck – ich bin zufrieden. Kaum in das Auto gestiegen, stecke ich das Gerät in die Zigarettenanzünder-Buchse und schliesse gleichzeitig mein MacBook Air (2010) und mein iPhone 3GS (via USB) an. Eine grellblaue LED leuchtet auf und beide Geräte werden anstandslos mit Strom geladen. Test bestanden, Geld nicht umsonst ausgegeben.

Details und Spezifikationen

Der mit 1 Ampère bezeichnete USB-Port sollte theoretisch auch ein iPad laden, allerdings nicht dauerhaft betreiben, können. Für die Grosse Mehrheit der Mobiltelefone, Smartphones und Navigationsgeräte dürfte dies kein Problem darstellen. Der mit 60W spezifizierte (16.5V 3.65A) Magsafe Ausgang soll für den dauerhaften Betrieb eines MacBook Pro mit 13-Zoll-Bildschirm ausreichen. Für die grösseren Modelle mit 15″ und 17″ wird es bei Volllast nicht reichen. Zum Laden reicht es aber allemal. Für sämtliche MacBook Airs reicht die Leistung. Ein 85W Modell ist von einem anderen Hersteller ebenfalls erhältlich. Eine Suche nach dem Stichwort “Magsafe” hilft normalerweise weiter.

Fazit

Das namenlose Gerät tut genau das, was ich von ihm erwartet habe. Wieso Apple bisher nicht auf die Idee kam, ein entsprechendes Gerät selber ins Sortiment aufzunehmen, ist mir ein Rätsel. Umso mehr, als dass die üblichen Dritthersteller wegen des Patentschutzes ihrerseits keine Alternative anbieten dürfen. So bleibt dem Reisenden nichts anderes übrig, als sich bei privaten oder kleineren Anbietern umzusehen – Wie man sieht, mit Erfolg.

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