Toshiba Satellite Z830-10J im Kurztest:
Einmal einen «Clean Install» bitte!

Toshiba bringt mit dem Z830-J10 ein Ultrabook auf den Markt, das mit geringem Gewicht und Preis punkten kann. Wir haben das Z830 zwei Wochen lang getestet.


Toshiba Z830 {pd Toshiba;http://www.flickr.com/photos/toshiba_laptops/sets/72157627401870897/}
Toshiba Z830 (Quelle: pd Toshiba)
Das Design – klar, darüber lässt sich vortrefflich streiten – enttäuscht. Während Hersteller wie Asus ihren Ultrabooks hochwertige und stabile Metallgahäuse spendieren, verbaut Toshiba zwar im Innern des Z830-10J eine stabile Wabenstruktur aus Magnsium, das Äussere aber ist aus billig anmutendem Plastik gefertigt. So ist das Ultrabook zwar sehr leicht geraten (1,12 kg) aber wahrlich kein Hingucker. Zum billigen Eindruck passen die wenig stabilen Bildschirmscharniere, welche das Display bei jeder noch so geringen Erschütterung der Arbeitsunterlage nervös wackeln lassen.

Viele Anschlussmöglichkeiten

Wer an seinem Ultrabook viel Peripherie anschliessen will, wird am Z830-10J seine Freude haben. Ganze drei USB-Buchsen (eine mit USB 3.0) sind verbaut, dazu ein HDMI- und ein VGA-Anschluss, eine Ethernet-Buchse, eine Audio In- und ein Audio Out-Buchse sowie ein SD-Karten-Steckplatz – Toshiba bietet da deutlich mehr als die Konkurrenz, beispielsweise das MacBook Air (zwei USB-Steckplätze (2.0), eine Thunderbolt-Buchse, eine Audio I/O-Buchse und ein SD-Karten-Slot, letzteren nur beim 13-Zoll-Modell) oder das Asus ZenBook (SD-Karten-Steckplatz ein Audio I/O, eine USB 3.0- und eine USB 2.0-Buchse, ein micro HDMI- und ein Mini VGA-Anschluss) und Co. Ein Nachteil der zahlreichen Anschlüsse: Das Toshiba Ultrabook wirkt klobiger als die Konkurrenten von Apple, Asus oder Samsung obwohl die Abmessungen tatsächlich nur marginal grösser ausfallen.

Toshiba Satellite Z830-J10
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Wie die meisten Ultarbooks ist das Z830 bemerkenswert leistungsfähig. Dank einer SSD (128 GB) bootet das Ultrabook blitzschnell, ein Intel iCore 5 (Modell 2467 M mit 1,6 GHz getaktet) und 4 GB RAM (DDR3) sorgen dafür, dass sämtliche Alltagsarbeiten schnell von der Hand gehen – der Akku hält gemäss Herstellerangaben acht Stunden durch, wir konnten im Praxistest ähnlich gute Werte erreichen; Praxistest heisst bei uns: Skype läuft, im Browser sind zahlreiche Tabs geöffnet (Gmail, Google Docs, WordPress et cetera). Als kleines Usability-Zückerchen hat Toshiba dem Ultrabook eine beleuchtete Tastaur spendiert.

Bloatware trübt den guten Eindruck

Wie andere PC-Herstellern auch, gibt Toshiba seinen Computern aus reiner Liebe zum Kunden jede Menge vorinstallierter Software mit. Mit an Bord: Demo- oder Lite-Versionen von McAfee Internet Security, Microsoft Office 2010 oder der Medienverwaltungssoftware Nero Kwik Media (was dadaistisch anmutet, hat das Z830 doch gar kein Laufwerk, mit dem CDs oder DVDs eingelesen oder gebrannt werden könnten). Ebenso sind die kostenlosen Anwendungen Skype und Googles Crome schon vorinstalliert. Diese Anwendungen (insbesondere Office, Skype und Chrome) mögen Nutzen stiften. Anders verhält es sich mit den vielen kleinen Helferchen, mit denen Toshiba Windows 7 (Home Premium 64 Bit) ergänzt: Diese Anwendungen nerven gewaltig.

Kaum ist der Rechner gestartet, wird der Bildschirm von Fensterchen überflutet, die um Aufmerksamkeit buhlen: die toshibaeigenen Applikation «TEMPRO» will über den Systemzustand informieren sowie wichtige Updates herunterladen und installieren. Dann ist da «Toshiba Online Product Information». Mit diesem Dienst «kann Ihr Computer automatisch nach Updates für Toshiba-Software oder anderen wichtigen Mitteilungen, darunter auch Marketing-Informationen von Toshiba, die speziell Ihren Computer und die darauf installierten Programme betreffen» suchen. Hat man dieses Fenster weggeklickt, meldet sich das Toshiba Bulletin Board: «Klicken Sie auf den Pin, (…)» und auch die Toshiba Service Station fordert auf: «Klicken Sie hier, um wichtige Informationen von Toshiba zu erhalten.» Wer sich um die Gesundheit seines Ultrabooks sorgt: «Hier klicken, um Toshiba Health Monitor zu starten.» Wer keinen blassen Schimmer hat, was die Popup-Flut soll, wird vielleicht hier schlauer: «Toshiba Online Product Information»…

Fazit: Ein gutes Stück Hardware

Noch nie habe ich einen Computer getestet, der so aufdringlich versucht hat, mir unnütze Dienste anzudrehen! Daher die dringende Empfehlung: Ultrabook auspacken, Windows 7 neu aufsetzen. Wer diesen Ratschlag beherzigt (und keinen Wert auf ein Metallgehäuse legt), wird mit dem Toshiba Satellite Z830-J10 (Affiliate-Link) bestimmt glücklich: Es ist sehr leicht, schnell, ausdauernd und mit knapp EUR 995 etwas günstiger als die Ultrabooks der Konkurrenz; ein vergleichbares Zenbook (Affiliate-Link) gibt’s bei Amazon für knapp EUR 1’000, das Series 9 von Samsung für gut EUR 1’350, das MacBook Air (Affiliate-Link) schlägt bei Amazon mit knapp EUR 1’160 zu Buche.

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4 Kommentare

  1. Thomas
    schrieb am 9. Februar 2012 um 10:02 Uhr (#)

    Hallo Simon, wie sieht es mit der Lautstärke des Lüfters aus? Das hatten anderde angemeckert.

    1. Schreibt hier auf dem Blog Simon Wüthrich
      schrieb am 9. Februar 2012 um 10:10 Uhr (#)

      Hi Thomas, wenn man dem Z830 nichts aussergewöhnliches zumutet, ist der Lüfter kaum zu hören. Allerdings kommt es ab und an vor, dass Updates im Hintergrund geladen und installiert werden, wobei der Lüfter tatsächlich etwas laut werden kann.

  2. Koko
    schrieb am 6. April 2012 um 18:44 Uhr (#)

    Hallo Simon,

    bzgl. Windows neu zu installieren nach dem auspacken :)
    Kann ich nicht einfach alle Programme und die unnützen Dienste manuel deinstallieren???

    Gruss
    Koko

    1. Schreibt hier auf dem Blog Simon Wüthrich
      schrieb am 10. April 2012 um 09:24 Uhr (#)

      Hi Koko, vermutlich ginge das auch. Bin aber nicht sicher, ob Du so alle störenden Minianwendungen wieder los wirst. Ich vermute eine saubere Neuinstallation ist sauberer und, wenn Du diese über Nacht oder MIttag laufen lässt, auch schneller erledigt. Cheers, Simon

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