Toshiba Tecra R850 und Satellite L770:
Fortschritt oder Rückschritt?

Der Toshiba Tegra R850-1HG lockt mit einer interessanten Garantie, während der Satellite Pro L770-144 mit einem 17-Zoll-Display den Multimedia-Riesen mimt.


Toshiba Satellite Pro L770 (Bild: pd Toshiba)

Toshiba Satellite Pro L770 (Bild: pd Toshiba)

Kurz nach der CES stellt Toshiba bereits zwei neue Laptop-Modelle vor: Den Tecra R850-1HG (Affiliate-Link) und den Satellite Pro L770-144 (Affiliate-Link). Bis auf das L770-Modell bleibt der grosse Jubel jedoch aus, denn neu heisst nicht unbedingt besser.

Den Anfang soll der Tecra R850 machen. Windows 7 Professional wird von einem Intel Core i5-2450 mit 2,6 GHz befeuert. Für das Kurzzeitgedächtnis gibt es 4 GB RAM und das «Langzeitgedächtnis» verfügt über 500 GB Festplattenspeicher. Allerdings traue ich meinen Augen nicht, wenn ich lesen muss: mattes Display mit 15,6 Zoll Diagonale und HD-Auflösung, denn hinter dem schönen HD-Kürzel verbergen sich nur 1366 x 768 px. Die Auflösung habe ich schon auf einem 13-Zöller gesehen oder dem Supermarkt-Kracher für EUR 300. In einem aktuellen Business-Laptop mit so grossem Bildschirm dagegen ist das fast schon ein Witz. Immerhin passt das Display zur Intel HD 3000 Grafikkarte und ermöglicht 7,5 h Akkulaufzeit.

Damit das Paket nicht allzu mager daherkommt, packt Toshiba alles, was an kostenloser Bloatware verfügbar ist auf die Festplatte: Windows Live, Bing Toolbar, Amazon-, ebay-Verknüpfungen und vieles mehr. Da vergeht mir schon beim durchlesen die Kauflust. Einzig die Doppelgarantie macht Lust auf mehr: Sollte im ersten Jahr das Gerät ausfallen, wird es repariert und man erhält den Kaufpreis rückerstattet. Mit Ablaufrinnen für den Kaffee, einem Fallsensor für die Festplatte und einem durchdachten Gehäuse versucht Toshiba allfälligem Totalschaden vorzubeugen.

Der Satellite Pro L770 scheint vielversprechender: Gleicher Prozessor, gleiches Betriebssystem, aber mit 8 GB doppelt soviel Arbeits- und 50% mehr Festplattenspeicher. Vor allem aber setzt der 17,3-Zöller auf eine HD(+)-Auflösung und erreicht mit 1600 x 900 px eine standesgemässe Auflösung. Hier würde die integrierte Intel-Grafik versagen und so setzt Toshiba eine Nvidia GeForce GT525M mit 1 GB Grafikspeicher ein. Die hohe Leistung erkauft man sich mit einer verringerten Laufzeit von 3,5 Stunden.

Beiden gemein sind die Schnittstellen: 1 USB 3.0-Anschluss, 2 x USB 2.0-Ports, Gigabit-Ethernet, WLAN, Bluetooth 3.0, Kartenleser, aber leider auch die Zugaben unnützer Software – bei einem Geschäftskunden-Gerät meiner Meinung nach ein absolutes «no-go».

Das Tecra R850-1HG (Affiliate-Link) ist bei Amazon für knapp EUR 1060 zu haben; das Satellite Pro L770-144 (Affiliate-Link) wird für ungefähr EUR 850 zu haben sein.

 

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2 Kommentare

  1. Schwarze Plastekisten zugemüllt mit Dingen die wir nie haben wollten. Schade eigentlich, die Hardware liest sich ja garnicht schlecht. Nur in Sachen Style sollten die Hardwareherstellen langsam mal wach geohrfeigt werden.

    MfG Bastian

  2. Ist ja schon etwas arm. Eine Auflösung von 1366 x 768 px habe ich hier in meinem 11,6-Zoll Netbook von Samsung…

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