Nikon Coolpix AW-100 im Test:
Die immer-dabei-Kamera

Nikons Coolpix AW-100 soll man ohne lange nachzudenken in die Tasche stecken und auch beim stärksten Schauer bedenklos hervorholen können. Wir haben die Outdoor-Nikon für Euch getestet.

Einige der spannendsten Fotos werden wahrscheinlich aus Angst um die Kamera nie geschossen. Bevor man sie aus der dick gepolsterten Schutztasche geholt hat, ist die einmalige Situation schon wieder vorbei. Oder man traut sich nicht, das empfindliche Stück Elektronik aus der Tasche zu holen, um diesen unglaublichen Regenguss festzuhalten, in dem man steht. Bei der Nikon AW-100 kann man solche Bedenken vergessen.

Die Kamera ist in verschiedenen Designs erhältlich (wir hatten passenderweise ein Testexemplar im Camouflage-Look), soll einen Fall aus einer Höhe von 1,5 m aushalten und auch Tauchgänge bis 10 m Tiefe überstehen. Und tatsächlich, nimmt man die Nikon AW-100 in die Hand, fühlt sich das ganz anders an als bei herkömmlichen Kompaktkameras.

Sie wirkt mit ihren 178 g schwer und solide, man hat überhaupt nicht das Gefühl, vorsichtig mit ihr umgehen zu müssen. Um das staub- und wassergeschützte Fach öffnen zu können, in dem Anschlüsse, Akku und SD-KArte untergebracht sind, reicht es nicht, einfach einen Schieber zu betätigen.

Dazu muss man viel mehr einen Knopf auf einem gerändelten Metallrad drücken, und dieses dann drehen, dann erst öffnet sich das Fach und man kann Akku und SD-Karte einlegen. Ein Druck auf den Ein- und Ausschalter, die Nikon startet blitzschnell.

Nikon Coolpix AW-100 im Test: Die immer-dabei-Kamera
Fotostrecke starten: Klick auf ein Bild (16 Bilder)

Die AW-100 ist mit einem 16 MP-CMOS-Sensor und einem fünffachen optischen Zoom mit Stabilisator ausgestattet, kann HD-Videos mit 1920 x 1080 aufnehmen und über mini HDMI an einen Fernseher angeschlossen werden. Die Empfindlichkeit lässt sich manuell zwischen ISO 125 und ISO 3200 einstellen, automatisch zwischen ISO 125 und ISO 800. Allerdings erzielt man die besten Ergebnisse deutlich unterhalb der 800.

Eine Zeit- oder Blendenautomatik gibt es bei der Coolpix AW-100 nicht, als echte Schnappschusskamera verfügt sie aber über zwei Automatik- und 19 Motivprogramme, ausserdem über ein Programm, das man nicht in jeder Kamera findet. Es bildet nur selektierte Farben ab und wandelt die anderen Bestandteile des Spektrums in Graustufen um. Die Beispielbilder zeigen, wie man sich das vorzustellen hat.

Ob die Nikon Coolpix AW-100 wirklich bis 10 m wasserdicht ist, konnte ich nicht überprüfen, aber den Tauchgang in der Badewanne hat sie schadlos überstanden.

Musik: Blind Blake – Diddie Wa Diddie

Über einen Objektivaufsatz lassen sich Filter mit dem Durchmesser von 40,5 mm verwenden, und durch die Makrofunktion kann man in der Weitwinkelstellung bis auf einen Zentimeter an das Motiv herangehen.

Verglichen mit der Canon Ixus 115 HS (Affiliate-Link) fallen die Farben etwas weniger kräftig aus.

Manuelle Einstellungen lassen sich nicht gross vornehmen, aber dafür hat Nikon andere Kameras im Programm. Die AW-100 ist für die Situationen gedacht, in denen man normalerweise zögert, seine empfindliche Kamera aus der Tasche zu holen, und in solchen Situationen macht sie ein gute Figur.

Fazit: Die Nikon Coolpix AW-100 ist eine Allround-Kamera für jeden Tag, die man bedenkenlos in der Tasche bei sich trägt. Im Urlaub kann man sie mit an den Strand nehmen, ohne Wasserschäden befürchten zu müssen und selbst beim Schnorcheln unter Wasser Bilder mit ihr schiessen und Filme drehen. Ideal, wenn man nach dem Grundsatz lebt, dass die beste Kamera diejenige ist, die man immer dabei hat.

In der Camouflage-Ausführung (Affiliate-Link) kostet die Nikon AW-100 auf Amazon rund EUR 283, in schwarz (Affiliate-Link) bekommt ihr sie schon ab ungefähr EUR 260.

Mehr Infos über die Coolpix AW-100 gibt es direkt bei Nikon.

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6 Kommentare

  1. Benni
    schrieb am 27. Januar 2012 um 12:31 Uhr (#)

    Sorry Herr Müller, aber das ist doch wohl nicht Ihr Ernst! Sie können doch keine Kamera “testen” und absolut nichts über die Bildqualität schreiben, immerhin das Wichtigste an einer Kamera.
    Es handelt sich hier wohl eher um eine (gesponsorte?) “Produktvorstellung” in der man noch ein paar Affiliate Links unterbringen konnte.
    Schwach…

    1. Schreibt hier auf dem Blog Frank Müller
      schrieb am 27. Januar 2012 um 14:51 Uhr (#)

      Hallo Benni,

      tut mir leid, wenn ich Ihren Erwartungen mit dem Artikel nicht gerecht werden konnte. Vor wenigen Wochen haben wir noch Autoren zur Ergänzung unseres Teams gesucht, das wäre die Gelegenheit für Sie gewesen, uns zu zeigen, wie man einen starken Testbericht schreibt. ;)

      Allerdings finden Test auf neuerdings.com nicht im Labor statt. Sie beruhen weniger auf Messwerten, die bis auf die fünfte Kommastelle genau sind, als vielmehr auf dem persönlichen Eindruck des Testers. Und wie Simon Wüthrich schon ganz richtig schrieb, steht bei einer Outdoor-Kamera weniger die Bildqualität im Vordergrund als andere Eigenschaften.

      Zudem kann man die Bildqualität meiner Meinung nach nur einigermaßen objektiv beurteilen, indem man die momentan aktuell erhältlichen Outdoor-Kameras der Konkurrenz als Vergleich heranzieht. Oder das Vorgängermodell. Beides stand mir nicht zur Verfügung. In diesem Fall sagt ein Bild in der Galerie (beziehungsweise mehrere) wirklich mehr als noch so viele Worte. Der eine findet die Bildqualität als iPhoneo- oder Lomograph ganz toll, der andere lässt nichts unter Leica gelten.

      Auf jeden Fall sind gesponsorte Artikel bei neuerdings.com immer gekennzeichnet.

  2. Albert Rainerdts
    schrieb am 27. Januar 2012 um 13:09 Uhr (#)

    Akku ist proprietär – Finger weg!

  3. Schreibt hier auf dem Blog Simon Wüthrich
    schrieb am 27. Januar 2012 um 14:10 Uhr (#)

    @Benni: Bei dieser Kamera ist die Outdoor-Fähigkeit (Wetterfestigkeit und Handhabung) das zentrale Verkaufsargument, also ist es sinnvoll, diesem besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Daneben hat Frank Müller aber auch ein paar Worte zur Bildqualität verloren (vgl. beispielsweise Anmerkung zu ISO-Zahlen oder Farbsättigung) und in der Fotostrecke zwei Vergleichsbilder untergebracht (eines mit der Nikon geschossen, eines mit der Canon IXUS 115H). Gesponserte Beiträge werden bei uns immer deutlich als solche gekennzeichnet; im vorliegenden Fall ist kein Geld von Nikon an neuedrings.com geflossen.

  4. Benni
    schrieb am 27. Januar 2012 um 15:18 Uhr (#)

    @ neuerdings:
    Erstmal finde ich es super, dass Sie sich der Kritik stellen und meinen Kommentar nicht einfach löschen, weiter so!
    Im übrigen ist mir die Autorensuche entgangen. Sollte das Angebot noch aktuell sein, wäre ich sogar interessiert.
    Zum Test: Die Test- und Vergleichsbilder sind nicht aussagekräftig, da die Parameter (ISO, Blende, Verschlusszeit) mit denen die Bilder gemacht wurden nicht genannt werden. Es sind keine Vergleichsbilder verschiedener ISO Werte vorhanden. Das die besten Ergebnisse unterhalb von ISO800 erzielt werden ist vollkommen trivial. Sowas ist bei einer DSLR nicht andern als bei einer kompakten Outdoorkamera und lässt keine Rückschlüsse auf die Bildqualität zu. Und ja, ich weiß, dass die Outdoor Fähigkeiten bei solch einer Kamera wichtig sind. Aber auch diese werden nicht ausgiebig getestet. Falltest? Bild & Videoqualität unter Wasser?
    Die Beurteilung der Bildqualität kann außerdem sehr wohl ohne Labor und vollkommen objektiv erfolgen, siehe diverse Forentests. Zum Vergleich mit anderen Kameras wäre ein Besuch im MediaMarkt oder Saturn möglich gewesen.
    Ich erwarte ja keinen Test auf dpreview Niveau, aber etwas mehr Mühe könnte man sich wirklich geben und nicht nur die Produktbeschreibung von Nikon etwas aufhübschen.
    Wenn ich “Im Test” lese erwarte ich einfach mehr.
    @ Albert Rainerdts:
    So ein Käse. Dann dürften Sie 90% der am Markt erhältlichen Kameras nicht kaufen.

  5. Herbert
    schrieb am 29. Januar 2012 um 00:23 Uhr (#)

    Schließe mich an und finde, dass mann zumindest ein Mindestmaß an Anspruch schon von einem kommerziellen Blog erwarten kann…

    Ein Satz wie “fallen die Farben etwas weniger kräftig aus.” ist null aussagekräftig und man fragt sich, warum ihr überhaupt ein Testexemplar angefordert habt. Das was da oben steht ist wirklich die Nikon-Pressemitteilung in leichter Umdichtung.

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