LED-Leisten Lunartec NC-6126 im Test:
LEDs sind praktischer und besser als Halogen- und Energiesparlampen

Mit LED-Leuchtmitteln hatten wir schon öfters Pech. Gibt es denn gar keine vernünftigen eigenständigen LED-Leuchten? Doch, und sie sind nicht mal teuer.

LED-Lampen sollen das Leuchtmittel der Zukunft sein. Doch leider haben sie als «teure Ramschware» ihren Ruf bei vielen Energiesparwilligen bereits verspielt.

Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich alleine bereits folgende Flops aufzählen:

  • LED-Nachttischlampe: Sparsam, langlebig und unaufdringlich – doch neigt sie nach einigen Monaten zum nervtötenden Flackern. Zum Lesen dann nicht mehr geeignet
  • 230-V-LED-Retrofit-Lampe der 1. Generation aus 90 Einzel-LEDs: Funktionierte für knapp EUR 40 nur zwei Wochen lang auf voller, weitere zwei Wochen auf halber Helligkeit. Dann war Schicht im Schacht. Ein Blick ins Innere (siehe Fotogalerie) erklärt dies: Der Aufbau ist völlig unzureichend, bei den ersten Spannungsspitzen im Netz schlägt der Kondensator durch und die LEDs brennen durch.
  • LED-Hausnummern: Nach wenigen Monaten wellte sich die Nummernfolie, dafür fiel die Beleuchtung aus – die zu einfache Ladeschaltung hatte die Akkus zerstört
  • 12-V-LED-Halogenlampenersatz aus 48 LED: Nach einigen Monaten leuchten nur noch etwa 70% der LEDs, ein Teil flackert.
  • 12-V-LED-Halogenlampenersatz aus 1-Watt-Power-LED: Ein Exemplar verabschiedete sich nach 3 Tagen mit grossem Knall und einer höchst unökologisch übel stinkenden Rauchwolke.
  • 230-V-IKEA-Stehlampe Lanslö: Ist immer an, auch wenn sie aus ist – ein echter Netzschalter existiert nicht.

Gute Lampen, schlechte Lampen... (Bilder: wor)
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Allerdings gab es auch gute Erfahrungen: Die Retrofit-Lampen mit Sharp-Zenigata-Chips funktionieren bis heute störungsfrei, ebenso wie eine Retrofit-OSRAM-LED-Lampe und eine weitere von Lunartec/Pearl.

Trotz der anfänglichen massiven Qualitätsmängel dieses Fabrikats wurde daher wieder einmal zu einer Lunartec-Leuchte gegriffen, als die Dunkelheit unter den Schränken der Einbauküche endlich mal verjagt werden sollte. Die Option auf Halogenbeleuchtung ab Hersteller war seinerzeit schlicht zu teuer gewesen, da hatte die Vernunft gesiegt und eine später günstig erworbene 11-Watt-IKEA-Küchen-Leuchtstoffleuchte liess sich wider Erwarten an dieser Stelle nicht montieren, da deren Netzstecker fest angeschweisst war und sich ums Verrecken nicht hinter dem Kühlschrank vorbei in Richtung Steckdose bugsieren liess. Die Steckdosen vor Ort sollten ja für die dort aufgestellten Geräte nutzbar bleiben.

Die Lunartec-Lichtleisten gibt es sowohl einzeln für knapp EUR 10 als auch gleich im Viererpack samt Verbindungskabeln. Letzteres ist mit knapp EUR 35 nicht nur in der Summe preisgünstiger – es wird auch nur eine Steckdose benötigt und dann von Leuchte zu Leuchte weiter verbunden, die passenden Kabel liegen bereits bei.

Neben bunten LED-Leisten (rot, gelb, grün und blau) gibt es sie auch in den Varianten kalt- und warmweiss, letztere (NC-6126) wurde getestet.

Es liegen sowohl vier einzelne Netzanschlusskabel bei als auch drei Verbindungskabel – man muss also nicht die vier Leisten hintereinanderhängen, wenn man sie an ganz unterschiedlichen Orten montieren will, man kann es aber, wenn sich dies anbietet, und so Steckdosen sparen.

Jede Leiste hat ihren eigenen Netzschalter, und dies ist im Gegensatz zu IKEA (und auch manch anderen Lichtleisten dieser Art, auch bei diesem Anbieter) ein echter Netzschalter: Aus ist Aus, 0 Watt Verbrauch!

Erfreulich: Auch eingeschaltet werden pro Leiste nur 0,8 Watt verbraucht. Dennoch wird die Fläche unter den Leisten gut beleuchtet, wie die Fotos erkennen lassen. 11 Watt wie bei der IKEA-Küchen-Leuchstoffleuchte sind also für diesen Zweck gar nicht notwenig und es ist durchaus denkbar, eine oder zwei dieser Lichtleisten dauerhaft eingeschaltet zu lassen, um beispielsweise Kindern den nächtlichen Besuch der Küche zu erleichtern, ohne deshalb ein schlechtes Öko-Gewissen zu bekommen.

Ebenso können diese LED-Leuchten in Möbel ohne Probleme eingebaut werden, da die Erwärmung minimal ist.

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2 Kommentare

  1. Schreibt hier auf dem Blog fbusch
    schrieb am 19. Dezember 2011 um 13:54 Uhr (#)

    Hier noch ein Beispiel für positive Erfahrungen mit der LED-Technik: Ich hatte Anfang des Jahres eine ganze Kiste 230V-LED-Strahler (3 x 1,5 Watt) mit GU10-Fassung über eBay in Hongkong bestellt. Stückpreis incl. Versand lag unter €5,- und die Strahler sind nun in der ganzen Wohnung in diversen Hochvolt-Halogen-Systemen untergebracht: Ausgeschaltet sind sie stromlos, eingeschaltet vergleichbar hell wie die zuvor verwendeten Halogen-Strahler …. und das bei einem Bruchteil der Leistungsaufnahme. Bisher gab es keinen Defekt, kein Flimmern, alls ok. Das Licht der Strahler ist etwas grüner als das warmweiß der Halogenstrahler, was aber nur im direkten Vergleich auffällt. Fazit: ich werde nach und nach alles auf LED umstellen. Als nächstes ist die Küche dran :–)

  2. Chris
    schrieb am 20. Dezember 2011 um 00:46 Uhr (#)

    Die Philips MyVision-LEDs (z.B. 5W Tropfen- oder Kerzenform, matt) machen ein ordentliches, gar nicht “LED-mäßiges” Licht. Man sieht ihnen das Innere auch nicht an, sie sind ziemlich gut für offene Lampen geeignet. Das Licht ist weder fahl, noch farbstichig, sondern einfach “normal”. Wie lange sie allerdings halten, wird sich zeigen. Ich habe hier in kleineren Lampen seit wenigen Monaten 6 Stück davon im Einsatz, bislang ohne Probleme.

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