Basteln mit Bensch:
Die neue alte Festplatte

Die externe Harddisk ist schon wieder übervoll? Wer ein paar Euro sparen und Elektroschrott reduzieren will, baut eine neue Platte ins alte Gehäuse ein. Wir zeigen, wie sowas geht.


Das Öffnen des Gehäuses lässt normalerweise die Garantie verfallen. (Bild: beb)

Das Öffnen des Gehäuses lässt normalerweise die Garantie verfallen. (Bild: beb)

Externe Festplatten sind spätestens seit dem Aufkommen von USB 2.0 sehr populär und günstig – letzteres zumindest galt bis vor einigen Wochen. Nun haben heftige Unwetter in Südostasien zu flächendeckenden Überschwemmungen geführt und seither läuft die weltweite Produktion von Massenspeichern gewissermassen auf Sparflamme. Das heisst aber nicht, dass man unnötig tief in die Tasche greifen muss, wenn die bestehende Speicherlösung nicht mehr ausreicht.

Es ist nämlich in vielen Fällen kinderleicht, die etwas in die Jahre gekommene externe Harddisk mit einer neuen, grösseren, internen Platte aufzurüsten. So spart man sich die Kosten für ein neues externes Gehäuse und kann die Speicherkapazität kostengünstig aufrüsten. Wie das geht, zeige ich anhand eines Lacie d2 Quadra Gehäuses, das im Jahr 2007 ursprünglich mit einer 320 GB grossen Harddisk ausgeliefert wurde. (Selbstverständlich funktioniert dasselbe Verfahren auch für zahlreiche andere Baureihen und Marken.)

Der Austausch der Platten ist, sofern sich das Gehäuse der externen Platte überhaupt öffnen lässt, eine Sache von fünf bis zehn Minuten und benötigt meist nichts weiter als einen Schraubenzieher. Es empfiehlt sich, die externe Festplatte, die aufgerüstet werden soll, schon vor dem Kauf der neuen Platte zu öffnen, um festzustellen, welche Schnittstelle und welches Format für die interne Festplatte verwendet wird (P-ATA oder SATA, 1.8, 2.5 oder 3.5 Zoll Baugrösse). So kann vermieden werden, dass eine inkompatible Ersatzplatte gekauft wird.

Eine Western Digital Caviar Green WD20EARX, 2.0TB, – beispielsweise – ist aktuell im Internet für rund CHF 180 respektive EUR 140 zu haben. Das gute an dieser internen SATA III Platte: sie ist einerseits sehr leise, andererseits ziemlich schnell und bietet insgesamt ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Selbstverständlich verliert man bei einer solchen Bastelübung sämtliche Garantieansprüche auf die externe Platte. Da die Garantie auf Gehäuse und Platte aber üblicherweise spätestens nach drei Jahren sowieso verfällt, stört das zum Zeitpunkt, da es ans Aufrüsten geht, wohl nicht mehr.

Als erstes bestehende externe Festplatte am Computer abmelden, vom Strom und Computer trennen. Dann – und das ist sehr wichtig! – erdet Euch mit einem speziellen Erdband oder einem Griff an die Heizung/Wasserleitung, damit allfällige statische Aufladungen sich nicht über die empfindliche Elektronik entladen.

Die übrigen Arbeitsschritte könnt Ihr in der Bildergalerie nachvollziehen. Habt Ihr alles richtig gemacht, könnt Ihr die externe Festplatte wieder am Computer anschliessen und gegebenenfalls Euren Bedürfnissen entsprechend formatieren. Und schon ist Eure gepimpte externe Festplatte wieder bereit für weitere Jahre treuer Dienste.

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5 Kommentare

  1. ööhh… was wird das hier? Ein Bastelblog? Wie wechsel ich eine Festplatte in einem externen Gehäuse?

    Hoffe, der Autor eröffnet für solche Themen bald einen extra Blog und behält hier das bekannte gute Niveau bei.

    Also wirklich, SOWAS bekommt JEDER hier auch ohne Bilder & Atikel hin …

    Wenns mal anspruchsvollere Basteleien werden, dann gerne, aber dafür gibts auch schon genug Seiten!

    Danke (und weiter so mit den interessanten Artikeln!)

  2. Immer jemand, der was zu meckern hat…

    Ich musste gerade ziemlich lachen, als ich den Artikel gelesen hab. Das Lustige bei den LaCie-Teilen ist nämlich (bei mir bei drei Stück), dass die *internen* Platten super sind, dafür entweder die FW-Anschlüsse der Gehäuse sterben, oder die Netzteile… Die “Rettungsaktion” wäre bei LaCie also eher umgedreht.

  3. Das funktioniert natürlich auch. Ich habe bisher gute Erfahrungen gemacht mit den Dingern, aber da kann man wohl Glück oder Pech haben. Bis vor nicht allzulanger Zeit gab es bei den Chipsätzen mit FireWire nur etwa zwei Anbieter, insofern waren oder sind die Ausweichmöglichkeiten beschränkt.

  4. Ich hasse es, ueber Semantik zu meckern, aber das Werkzeug heisst “Schraubendreher”. ;)

  5. Es heißt Schraubenzieher. „Schraubendreher“ sagen nur Leute, die selbst nie mit Werkzeug arbeiten. Genauso wie „Gliedermaßstab“ statt Zollstock. Das Volk spricht so, wie es spricht, im Lutherschen Sinne, und das ist auch gut so.

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