Somikon Foto-Ringlicht im Test:
Die Sonne am Objektiv

Wie machen wir bei neuerdings.com eigentlich unsere Fotoaufnahmen? Meist deutlich komplizierter, doch das hier getestete Somikon-Ringlicht wäre eine einfache Möglichkeit, schattenfreie Makro-Aufnahmen anzufertigen.

Wer seine selbst gebauten Schaltungen und Geräte für seine Homepage oder eine Internetauktion fotografieren will, benötigt eine für Nahaufnahmen geeignete Kamera, aber auch viel Licht – und wenig Schatten. Einer normalen Lichtquelle, ob Sonne, Lampe oder Blitz, ist im Nahbereich nämlich schnell das Objektiv der Spiegelreflexkamera im Weg: Es wirft Schatten.

Dem Problem abhelfende Ringblitzgeräte gibt es als selten gekauften Spezialartikel für die Makrofotografie. Sie sind dementsprechend teuer – und für Videoaufnahmen ungeeignet. Neuerdings auftauchende Bastelanleitungen von Ringleuchten mit weissen LEDs oder gar übriggebliebenen LED-Christbaumketten sind zwar originell, doch ist die Lichtstärke dieser Lösungen auch im Nahbereich noch unzureichend: Eine Schärfentiefe von mehr als 1 mm erfordert bei Makroaufnahmen eine weit geschlossene Blende, was bei normaler Umgebungsbeleuchtung oder der LED-Beleuchtung zu Belichtungszeiten bis in den Minutenbereich führt.

Der (Leucht-)Ring (Bilder: wor)
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Relativ neu ist die Technik, Leuchtstofflampen in der Fotografie einzusetzen. Mit Film war das Ergebnis farblich inakzeptabel: Das diskontinuierliche Bandenspektrum führte zu massiven grünen Farbstichen, die auch mit Filtern kaum in den Griff zu kriegen sind. Digitalkameras können dagegen mit ihrem Weissabgleich und gegebenenfalls noch einer leichten manuellen Farbkorrektur selbst im Licht von Energiesparlampen akzeptable Fotos aufnehmen, solange es nicht gerade um Modelshootings geht.

Der Vorteil: Im Gegensatz zu Blitzaufnahmen kann die Szene in Ruhe ausgeleuchtet werden – und es besteht keine Gefahr, dass einem bei Nahaufnahmen die Fotoobjekte wegschmelzen oder gar abbrennen, wie es mit den zuvor gebräuchlichen wattstarken Glühlampen durchaus vorkam.

Leuchtstofflampen gibt es seit jeher in Ringform. Mit einer besonders kleinen Ringform und einer mit Blitzlicht vergleichbaren Farbtemperatur von 5400 K hat Pearl nun eine 22-W-Leuchtstofflampe im Angebot, die über den Blitzschuh direkt an einer digitalen Spiegelreflexkamera montiert werden kann und dann das Objektiv ringförmig umfasst.

Im Praxistest hielt die Lampe, was sie verspricht: Zwar ist die Konstruktion etwas wacklig und angesichts des zusätzlichen Netzkabels definitiv nur mit Stativ und auch nur an ausreichend grossen Spiegelreflexkameras verwendbar. Doch werden Ringblitzgeräte ebenfalls recht abenteuerlich montiert und mit knapp EUR 50 liegt die Ringleuchte preislich weit unter einem Ringblitzgerät.

Zugegeben, mit LEDs und Akkubetrieb wäre es noch angenehmer. Aber das dauert wohl noch ein paar Jahre…

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2 Kommentare

  1. Jan
    schrieb am 5. Dezember 2011 um 11:46 Uhr (#)

    Mit LEDs und Akkus gibt es ebenfalls schon. Zum Beispiel hier.

  2. Patrick
    schrieb am 6. Dezember 2011 um 16:17 Uhr (#)

    Was ist hiermit?
    Ist das nicht vergleichbar/ähnlich?!

    http://amazon.de/LED-Lich…23184533&sr=1-7

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