Samsung Galaxy Tab 10.1N:
iPadcalypse now – Redux

Samsung startet einen weiteren Versuch, sein Tablet auch auf dem deutschen Markt zu verkaufen: ein geändertes Design soll diesmal ein Verbot verhindern, doch Apples Juristen werden wohl auch den Verkauf des Geräts mit dem N zu verhindern suchen.


Samsung Galaxy Tab 10.1N {pd Samsung;http://www.samsung.de/de/news/read.aspx?pmguid=9f6363bd-0e51-46f8-9e34-8d4b54ce4cec}

Samsung Galaxy Tab 10.1N (Quelle: pd Samsung)


Die Kritiker sind sich einig: das Galaxy Tab 10.1 ist wohl der ernsthafteste Konkurrent für das iPad. Die erste Version ähnelte dem Vorbild aber wohl so sehr, dass Apple das Landgericht Düsseldorf davon überzeugen konnte, hier würden Patente verletzt – das Ergebnis ist bekannt: landesweiter Verkaufsstop. Jetzt bringt Samsung eine veränderte Version des Galaxy Tab mit dem Zusatz N auf den Markt.

Die Eckdaten des abgerundeten Tablets sind die gleichen: ein 10,1 Zoll grosser Touchscreen, innen agiert ein 1-GHz-Dual-Core-Prozessor und als Plattform ist Android 3.2 vorgesehen. Das Galaxy Tab ist in sechs Versionen verfügbar – jeweils mit 16, 32 oder 64 GB und ohne oder mit UMTS-Funkmodul. Das Design wurde zwar verändert, doch laut mobiflip.de schon wieder einen Antrag auf einstweilige Verfügung durch den Mitbewerber.

Das 8,6 mm dicke Gerät sei mit einem Gewicht knapp über einem Pfund (570 g) ein idealer Begleiter sowohl für eine Geschäftsreise als auch den Urlaub mit der Familie, glaubt Samsung.

Für den Zugriff aufs Internet verspricht der Hersteller Geschwindigkeiten von bis zu 21 MBit/s via HSPA+ oder noch schneller mit 802.11n-WLAN-Hotspots/Routeranbindung. Wer nur inhouse surft oder sein Handy per Tethering die Verbindung herstellen lässt, kann rund EUR 90 sparen und die WLAN-only-Variante (Zusatz «WiFi») kaufen (Liebhaber der Ironie werden dann vermutlich das iPhone als mobilen WiFi-Hotspot nutzen…).

Im Netz gibt es keine Einschränkungen: Adobe Flash (solange es das noch für Android gibt) und die gesamte Vielfalt des Google Marketplace lassen keine Wünsche offen. Die gewünschte Ausdauer soll ein Akku mit einer Kapazität von 7000 mAh liefern.

Mit der 3,2-Megapixel-Kamera können Anwender Fotos und Videos in HD aufnehmen – bei den Eckdaten ist das aber eher eine «Spielerei». Fast üppig scheint dagegen die 2,0-Megapixel-Kamera auf der Vorderseite. Für Sound sind zwei «hochwertige» Stereo-Lautsprecher an der oberen Längsseite des Gehäuses angebracht – doch die dürften ob des geringen Gehäusevolumens so flach klingen wie das Tablet ist.

Das Honigkuchen-Betriebssystem pimpt Samsung mit ein paar eigenen Schmankerln auf: Eine Live Panel-Funktion sorgt dafür, dass die Widgets sich auf Wunsch automatisch aktualisieren, zum Beispiel, um den aktuellen E-Mail-Posteingang direkt auf dem Startbildschirm einsehen zu können. Ein Music Hub erlaubt Zugriff auf über 12 Millionen Tracks. Ein «Social Hub» verbindet die Galaxy-Eigner mit einer einzigen App mit – man ahnt es schon – Facebook oder Twitter sowie E-Mails.

Das Samsung Galaxy Tab 10.1N ist ab Ende November – also per sofort – in Deutschland in «Soft-Black» und «Pure-White» erhältlich. Der iPad-Schreck kostet in der WiFi-Variante und mit 16/32/64 GB Speicher circa EUR 540/EUR 620/EUR 700, die 3-G-Versionen schlagen mit circa EUR 630, EUR 750 und EUR 800 zu Buche. Wer eins haben will, sollte sich beeilen. Wie mobiflip.de berichtet, ist die Anhörung vor dem Landgericht Düsseldorf für den 22. Dezember 2011 angesetzt.

Auch für das Galaxy Tab 10.1N gibt es Docking-Station, Keyboard Dock, Diary-Tasche mit und ohne integrierter Bluetooth-Tastatur, Bluetooth-Headsets und HDTV-Adapterkabel zu kaufen.

Technische Daten

  • Modell: Samsung Galaxy Tab 10.1N/10.1 WiFi
  • Prozessor: Dual Core, 1 GHz
  • Betriebssystem: Google Android 3.2 Honeycomb
  • Display 25,7 cm/10,1″, TFT, 1280 x 800 Pixel, 16 Mio. Farben,
  • Besonderheiten: GPS, TouchWiz 4.0-Benutzeroberfläche, Swype-Texteingabe
  • Funkverbindungen: Bluetooth 3.0, WLAN IEEE802.11 a/b/g/n, GPRS, EDGE, HSUPA max. 5,76 MBit/Sek., HSPA+ max. 21 MBit/s
  • Speicherkapazität Interner Speicher 16 GB / 32 GB / 64 GB
  • Integrierte Digitalkameras: hinten 3,2 MP (2048 x 1536 px) mit Autofokus, Frontkamera 2 MP (1600 x 1200 px), Fotolicht, Sonderfunktionen (Fotolicht, Action-Modus, Smile-Shot)
  • Akku: Li-Pol (7000 mAh), Laufzeiten: Stand-by (2G) bis zu 2120 h, Stand-by (3G) bis zu 1840 h, Musikwiedergabe bis zu 72 h, Videowiedergabe bis zu 9 h
  • Farben: soft-black, pure-white
  • Masse (B x H x T in mm): 257 x 175 x 8,6 mm
  • Gewicht: 570 g
 

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2 Kommentare

  1. Bitte besser recherchieren.

    “Die erste Version ähnelte dem Vorbild aber wohl so sehr, dass Apple das Landgericht Düsseldorf davon überzeugen konnte, hier würden Patente verletzt”

    Wenn etwas nur ähnlich ist, kann es keine Patente verletzten. Und genau deswegen ist das mit den Patenten im Artikel quatsch. In Düsseldorf ging es darum dass Samsung das eingetragene Geschmacksmuster von Apple verletzt. Das hat nicht im Ansatz was mit Patenten zu tun sondern es geht dabei eher um einen optischen Gesamteindruck. Ist dieser optische Gesamteindruck zu ähnlich, könnten Kunden Produkt B kaufen, obwohl sie eigentlich A suchen.

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