Sitecom Portable TV Media Player MD-271 im Test (2/2):
Die mobile Mediathek im Einsatz

Im ersten Teil haben wir die Hardware des Sitecom Portable TV Media Player MD–271 vorgestellt, jetzt berichten wir darüber, wie sich das kleine Multimedia-Komplettpaket im Alltag macht.

Sitecom Portable Media Player (Bilder: frm)

Sitecom Portable Media Player (Bilder: frm)

Beim ersten Anschliessen an den Mac gibt es gleich einmal eine Überraschung: Die Festplatte des TV Media Player MD–271 ist NTFS-formatiert. Das heisst, am Mac kann ich die Platte zwar lesen, aber nur über Umwege beschreiben.

Windows-User wird das NTFS-Format freuen, schliesslich kapituliert es im Gegensatz zu FAT32 nicht vor Dateien jenseits der 4-GB-Grenze – gerade für Liebhaber von HD-Filmen interessant. Auch gängige Linux-Distributionen sollten mit dem Format klarkommen.

Als Mac-User dagegen steht man vor der Wahl, den wackeligen Umweg über MacFUSE zu gehen oder die Platte neu zu formatieren; ich habe mich für FAT32 entschieden, eine Datei über 4 GB kommt bei mir eher nicht vor.

Nachdem diese erste Hürde genommen war, gab es aber keinerlei Probleme mehr.

Sitecom Portable TV Media Player MD-271
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Im Gegenteil. So einfach und selbsterklärend ist der Media Player MD–271, dass man das Handbuch, dass auf CD mitgeliefert wird, eigentlich gar nicht braucht.

Einfach Stecker in die Steckdose, Media Player und TV-Gerät mit HDMI- oder Komposit/Cinch-Kabel verbinden (je nach vorhandenem Anschluss) und fertig.

Leider reicht der Strom am USB-Anschluss (zumindest bei meinem TV) nicht aus, um sich den Netzstecker zu sparen. Die blaue Diode am MD–271 leuchtet zwar, und es erscheint ein Startbildschirm, mehr aber auch nicht. Erst mit Stromanschluss geht es weiter zum Hauptmenü. Das besteht aus 3 Hauptpunkten: Filme, Musik, Fotos. Dazu noch ein Menü für generelle Einstellungen.

Man kann die Filme alphabetisch oder nach Genre sortieren lassen oder eine Favoritenliste erstellen. Bei Musik steht noch die Anzeige nach Künstlern zur Wahl, bei Fotos nach Datum. Ausserdem kann man sich den Inhalt des Gerätes nach Ordnern anzeigen lassen.

Tiefer in der Menüstruktur hat man die Wahl zwischen der Anzeige grosser Symbole, einer Listenansicht oder einer Ansicht mit Vorschau.

Der MD–271 reagiert recht schnell auf die Kommandos über die Fernbedienung, per Knopfdruck schaltet man zwischen den Seitenverhältnissen 4:3 oder 16:9 sowie unterschiedlichen Auflösungen um: 480i, 480p, 576i, 576p, 720p, 1080i, 1080p. Besonders schön ist die grosse Bandbreite an unterstützten Videoformaten.

Video Audio Bilder
Mpeg 1 MP3 (CBR, VBR) GIF
Mpeg 2 MP2 BMP
Mpeg 4 (ASP) WAV/PCM/LPCM JPEG
Mpeg 4 (AVC HD/H.264) AAC (Mpeg 4) TIF/TIFF
WMV9 AC3 (Dolby) PNG
VC–1 FLAC
MKV WMA
Xvid WMA Pro
DivX Ogg Vorbis
AVI (MPEG4, Xvid, AVC)
VOB/ISO/IFO
DVR-MS
ASF
MOV(MPEG4, H.264)
DAT (VCD/SVCD)
FLV

Dadurch kann man auch verpasste Fernsehsendungen via MediathekView oder Mediathek for Mac herunterladen und sie auf dem Media Player MD–271 ansehen, oder legale, platzsparende FLV-Dateien aus dem Netz, ohne sie vorher in grosse AVI-Dateien oder ähnliches konvertieren zu müssen.

Der Sitecom Media Player MD–271 besitzt keinen Netzwerkanschluss, weil er keinen braucht (mehr zu der Hardware in Teil 1 des Tests). Innerhalb von Sekunden ist die Box aus der Neoprenhülle genommen und mit dem beiliegenden Kabel an den Rechner angeschlossen, auch der Anschluss an das TV-Gerät funktioniert blitzschnell.

Fazit

Der Media Player MD–271 ist klein, handlich, leise und vielseitig einsetzbar. Als externe 500-GB-Festplatte am Rechner wird der MD–271 sehr schnell mit Multimedia-Inhalten gefüllt. Die Schreibgeschwindigkeit betrug in meinem Test bis zu 34,4 MB/s, die Lesegeschwindigkeit sogar bis zu 37 MB/s. Dank der Transporttasche kann der MD–271 mitsamt aller nötiger Kabel leicht mitgenommen und an nahezu jedes TV-Gerät angeschlossen werden. Wirklich sehr praktisch.

Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt rund EUR 180, aber bei Amazon konnte ich den Sitecom Media Player MD–271 (Affiliate-Link) nur für rund EUR 206 finden.

Vielleicht ist es in diesem Fall doch besser, noch einmal auf der Seite von Sitecom nachzusehen, sich über den Media Player MD–271 zu informieren und dort auch nach Fachgeschäften in der Nähe zu suchen.

 

Frank Müller

Frank Müller ist Vater von 4 Töchtern (mit 1 Frau) und vielseitig interessierter Mac-Nerd, der auch Linux nicht abgeneigt ist. Er arbeitet hauptberuflich als Creative Director und Werbetexter und bloggt ab und zu.

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2 Kommentare

  1. Was den Preis bei Amazon angeht, sieht es in meinen Augen so aus, als ob jedes Produkt, welches in irgendeiner Form Festplatten beinhaltet, aufgrund der aktuellen Lage in Thailand eine regelrechte Preisexplosion vollzieht.

  2. Wie ich in der Vorstellung vor einigen Wochen schon sagte. Äußerst interessantes Gerät vor allem für die Schule. Wobei man natürlich aufgrund des Mediengesetzes darauf hinweisen sollten, dass das Einscannen von Lehrwerken strengstens untersagt ist ;-) (sonst könnte man ja die jpg-scans über das gerät anschauen, ohne den laptop mitzunehmen), aber das Schauen von heruntergeladenen Youtube-videos sollte rechtlich okay sein!

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