Geneva XS im Test:
Bluetooth-Radiowecker mit HiFi-Klang

Die Produktfamilie des Schweizer Audio-Herstellers Geneva hat Nachwuchs bekommen. Wir haben den neuen kleinen Radiowecker mit Bluetooth und dem aussagekräftigen Namen Geneva XS für Euch getestet.

Geneva XS

Geneva XS

Klein aber fein soll das neue Geneva XS sein. Über das Geschlecht muss man sich noch einigen. Der Radiowecker? Das Wecker-Radio? Die Bluetooth-Minianlage? Sowohl als auch. Sehen wir uns Geneva XS genauer an. Auf den ersten Blick ein Lautsprecher mit eigener Transportbox. Sobald man aber den Akku eingelegt und Geneva XS zum Aufladen ans Stromnetz angeschlossen hat, leuchten die roten Ziffern des Weckers hinter der durchbrochenen Metallabdeckung auf. Ein kleiner roter Punkt gibt Aufschluss über den Ladezustand.

Auch die sonst fast unsichtbaren Bedienelemente auf der oberen Seite sind nun durch ihre Hintergrundbeleuchtung gut zu erkennen.

Geneva XS

Geneva XS

Ganz links befindet sich die Wecker-Taste, dann folgen die Tasten für den Sendersuchlauf, eine weitere, die zwischen Radio, Line-In und Bluetooth umschaltet, die Zeiteinstellung sowie die Lautstärkeregelung. Ganz rechts ist eine kleine Vertiefung, zum Ein- oder Ausschalten der Audio-Funktionen.

Im ausgeschalteten Zustand erlischt mit der Beleuchtung der Bedienelemente auch ihre spezielle Funktion und eine Berührung an einer beliebigen Stelle schaltet den Wecker aus oder ein (erkennbar an einem leuchtenden A für Alarm hinter der Uhrzeit.) Man kann sich von einem kurzen, sich wiederholenden Piepton wecken lassen (ein sehr, sehr hohes Gis, wenn ich meinem Stimmgerät vertrauen darf) oder vom eingebauten Radio. Eine Schlummertaste gibt es nicht. Ist man wach, berührt man Geneva XS oben leicht und sollte besser nicht wieder einschlafen.

Geneva XS im Test: Bluetooth-Radiowecker mit HiFi-Klang (Bilder: frm)
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Mein Testexemplar ist mit rotem Kunstleder bezogen, das sich gut anfühlt und den Eindruck verstärkt, ein kleines Schmuckkästchen vor sich zu haben. Der Magnetverschluss hält die beiden Hälften zuverlässig zusammen und lässt sich leicht öffnen. Klappt man Geneva XS zusammen, schaltet sich das Gerät automatisch ab.

Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Geräten besteht das eigentliche Gehäuse des Geneva XS, das die Technik beinhaltet, aus solidem Metall, was wohl für das Gewicht von 510 g bei Abmessungen von 15,7 cm x 4,6 cm x 9,4 cm verantwortlich ist.

Im Inneren sorgen zwei Hochtöner mit 2,54 cm und ein Tieftöner mit 5,72 cm Durchmesser für insgesamt 12 Watt Leistung. Und für einen Klang, der sich hören lassen kann. Im Gegensatz zu unserem Kommentator Oluv konnte ich nichts daran auszusetzen finden. Wirklich laut genug, druckvoll und ohne die erwähnten Verzerrungen.

Aber ein Höreindruck ist ja immer sehr individuell und hängt zudem sowohl vom Abspielgerät als auch der Qualität der verwendeten Songs ab. Ich versuche jeweils, sowohl ein Stück mit viel Bass und Wumms zu verwenden als auch ein reines, ruhiges Akustikgitarren-Instrumental, eventuell noch etwas Klassik und etwas Gesangsbetontes. Geneva XS hat sich meiner Meinung nach in allen Disziplinen bewährt.

Natürlich wäre etwas mehr Bass noch schön (der Frequenzbereich geht von 80 Hz bis 20 kHz), aber man sollte auch nicht vergessen, wie klein das Geneva XS ist. Mich haben sowohl Lautstärke als auch Klangqualität bei dieser Grösse beeindruckt. Die Verbindung über Bluetooth funktioniert einwandfrei, und für andere Geräte ist ein 3,5-mm-Klinkenanschluss vorhanden.

Das einzige Manko ist der Preis. Mit EUR 199 auf Amazon ist Geneva XS (Affiliate-Link) wirklich nicht besonders günstig. Dafür bekommt man aber je nach Standpunkt eine mobile Bluetooth-Audioanlage mit Weckfunktion und Radio oder einen Radiowecker, der sich auch als Bluetooth-Anlage verwenden lässt.

Mir persönlich gefällt die eigentümliche Mischung aus schlichtem Design und moderner Technik sehr gut: die reduzierte Zeitanzeige aus roten LED, die durch die Metallabdeckung schimmert und auch von der Seite gut zu erkennen ist, das Piepen, das durchdringend genug ist, um zu wecken, und trotzdem nicht unangenehm ist, das leichte elektronische Klickgeräusch beim Betätigen der Bedienelemente. Mehr Info über das Geneva XS findet ihr auf der Produktseite.

 

Frank Müller

Frank Müller ist Vater von 4 Töchtern (mit 1 Frau) und vielseitig interessierter Mac-Nerd, der auch Linux nicht abgeneigt ist. Er arbeitet hauptberuflich als Creative Director und Werbetexter und bloggt ab und zu.

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2 Kommentare

  1. Das an einen Klappwecker, aus den 70ern, erinnernde Erscheinungsbild trifft voll meinen Designnerv. Zumal bei diesem schlichten Äusserem von moderner Technik nicht ausgegangen wird.
    Die rückprojezierten Ziffern am Metallgitter gefielen mir schon beim Bang&Olufsen, BeoSound 1 sehr gut.

  2. @Florian Mir gefällt das Design auch richtig gut. Hab mich in der letzten Zeit vermehrt mit dem Thema auseinander gesetzt und finde vor allen Dingen sehr gut, dass der Radiowecker aus Metall gefertigt wurde.

    Ich hasse es, wenn Radiowecker so billig verarbeitet wurden und gebe dann auch gerne ein wenig mehr aus.

    Allerdings sind mir fast 200€ doch etwas zu teuer ;-)

Ein Pingback

  1. [...] Neben der Bluetooth Audio-Übetragung verfügt der Geneva XS auch noch über einen integrierten Radio und einen Akku der aber nur bis max. 5 Stunden für Musik sorgt. Weitere Informationen gibts im Testbericht von neuerdings.com. [...]

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