Acer Liquid Express:
Kontaktfreudiger Android

Acer stellt ein neues Android-Smartphone vor, das neben einem NFC-Chip auch die eigenen Inhalte via DNLA im Netzwerk anbietet.


Acer Liquid Express (Bilder: pd Acer)

Acer Liquid Express (Bilder: pd Acer)

Von den äusseren Werten ist das Acer Liquid Express guter Smartphone-Durchschnitt: Ein 8,9 cm (3,5″) grosses Halb-VGA-Display und Android in der Version 2.3 (Gingerbread) sind nichts, was einen freudig erregen würden. Auch die Unterhaltungs- und Social-Media-Fähigkeiten können inzwischen fast alle Smartphones.

Etwas interessanter wird es bei der Technologie unter der Haube. «Optional erhältlich» ist die «Near Field Communication»-Technologie. Das ermöglicht die Authentifizierung, ohne dass dazu der Umweg über das Mobilfunknetz erforderlich ist. Beispielsweise gab es schon einen Feldversuch der Deutschen Bahn, in dem man mit dem Handy seine Nahverkehrstickets bezahlen konnte und zwar sowohl papier- als auch bargeldlos. Der Anwender identifiziert sich ganz einfach, indem er das Handy vor den Bezahlterminal hält. Acer gibt sich mit bargeldlosem Bezahlen freilich noch nicht zufrieden:

Die Firma träumt in ihrer Pressemeldung gar davon, dass «Smartphones schon bald Personalausweise, Krankenkassen-Chipkarten oder Auto- und Haustürschlüssel ersetzen könnten.» Ausserdem soll man mit NFC-Handys noch schneller online bezahlen können. Bis sich NFC durchgesetzt hat, fliexxt allerdings noch viel Wasser den Rhein herunter. Die Bahn jedenfalls hat ihren Feldversuch Touch & Travel auch um weitere Authentifizierungsmethoden für An- und Anmeldung ergänzt, weil man mit NFC allein zu wenig Interessenten ködern konnte.

Da ist es nicht schlimm, dass das Liquid Express nur optional mit NFC ausgestattet ist, was bedeutet: nur der Netzbetreiber bestimmt, ob er das Gerät mit dieser Funktion verkauft und wie (mit welchen Anwendungen) es genutzt werden kann.

NFC allein macht das Liquid Express also nicht attraktiv, was gibt es sonst noch? Acer hat die Android 2.3-Oberfläche durch eine eigene Oberfläche namens «Acer Shell» aufgehübscht, mit benutzerdefinierten Minianwendungen auf dem Startscreen sowie der Möglichkeit, verschiedenste Apps auf mehreren Home-Screens abzulegen. Social Networking will das Liquid Express im Vorübergehen mit erledigen, beziehungsweise im Laufen: der «SocialJogger» hat nahtlos Facebook-, Twitter- und Flickr-Accounts integriert, so dass neue Beiträge direkt gelesen, bewertet und kommentiert werden können. Vergleichbare Features kennt man freilich auch von HTC, Sony Ericsson, LG und Konsorten.

Ach ja, ein Multimedia-Handy ist das Liquid Express natürlich auch, sogar ein besonders engagiertes: Neben dem integrierten Online-Radio Aupeo ist das Liquid Express ins Multimedia-Netzwerk Acer Clear.fi integriert. Damit können via WLAN Musik, Videos und Bilder schnurlos getauscht werden. Ausserdem lassen sich Daten direkt vom Liquid Express auf DLNA-fähige Geräte wie PCs, Fernseher oder Spielekonsolen übertragen, um sie auf diesen abzuspielen.

Das Acer Liquid Express ist in den drei «Farben» Dark Burgundy, Titanium Grey und Pearl White für circa EUR 240 im Handel zu haben. Auf der Acer-Website ist es in der Liste noch nicht zu finden. Achtung: Das Liquid E (ohne xpress) ist der Vorgänger.

Technische Daten

  • Modell: Acer Liquid Express
  • Betriebssystem: Android 2.3
  • Benutzerschnittstelle: Acer Shell 4.2
  • Prozessor: Qualcomm MSM 7227-1 Turbo, 800 MHz
  • Speicher ROM 512 MB + RAM 512 MB, extern max. 32 GB microSD
  • Display 8,9 cm/3,5 Zoll HVGA LCM, 18 bit, 262 Tsd. Farben TFT-LCD Touchscreen, Auflösung 320 x 480 px, Helligkeit 300 Nits
  • Funktechnik: UMTS und GSM, Quad-Band, Bluetooth 2.1 +EDR
  • Besonderheiten: FM-Radio, NFC-Chip, GPS/A-GPS
  • Kamera: 5 MP, LED-Blitzlicht
  • Akku: Lithium-Ionen, Kapazität 1.300 mAh
  • Akkulaufzeiten: GSM Stand-by max. 400 h, Gesprächszeit max. 8 h, UMTS Stand-by max. 480 h, Gesprächszeit max. 7 h
  • Masse (L x B x H in mm): 115 x 60,8 x 13,4
  • Gewicht: 138 g
 

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