Reflecta DigitDia 6000 im Test:
Dias scannen im Akkord

DigitDia 6000 scannt Dias ein, und zwar bis zu 80 Stück in einem Rutsch. Wie bewährt sich der «Akkordscanner» in der Praxis?

Den DigitDia 6000 haben wir ja bereits vorgestellt, jetzt habe ich das Gerät in der Praxis ausprobiert. Der Scanner arbeitet mit den bei Diaprojektoren üblichen Magazinen und kann deswegen bei den LKM-Magazinen (für dünne Rahmen) bis zu 80 Stück auf einen Rutsch «wegscannen». Allerdings ist er für Negative weniger geeignet, es sei denn, man befördert diese auch in ein Rähmchen.

Dickere Rähmchen werden in ein Standardmagazin gesteckt, das bis zu 50 Dias aufnimmt. Auch Glasrahmen können so eingelesen werden. Last but not least lassen sich auch einzelne Dias scannen, indem man den Halter nach oben fahren lässt.

Zickige Software

Die erste Hürde jedoch ist die Installation der Software. Lässt sich das eigentliche Scanprogramm noch recht einfach auf den Rechner bringen, funktionierte das mit dem beigelegten Adobe Photoshop Elements nicht – Version 8 ist auch schon etwas betagt, Nummer 10 ist eigentlich aktuell. Wahrscheinlich liegt es am 64-Bit-Windows auf dem Notebook, an dem der Scanner angeschlossen war. Da ich aber ohnehin mit einem anderen Bildprogramm (PaintShop Pro) arbeite, habe ich diesen Fehler nicht weiter verfolgt.

Unangenehmer waren dagegen die Streiks, die das Scanprogramm ab und zu einlegte. Ohne erkennbaren Grund erschien ein Dialogfeld zur direkten Anwahl eines Rähmchens, das weder reagierte noch sich entfernen liess. Da musste der Computer über den Taskmanager neu gestartet werden. Zum Glück trat dieser Fehler relativ selten auf, grundsätzlich ging das Programm langsam, aber stetig ans Werk und arbeitete ganze Batterien an alten Dias weg.

Die Software bietet viele Einstellungen und Automatismen zur Entstaubung oder automatischen Belichtung. Man sollte prüfen, dass alle Einstellungen stimmen, bevor ein ganzer Stapel Bilder mit falschen Parametern eingelesen wird. Aus einem Dia generiert das Programm bei höchster Auflösung eine Datei mit circa 24 MP. Die Automatik arbeitet recht gut, doch bei allzu groben Fehlern und Staubfusseln darf man keine Wunder erwarten. Der Profi überarbeitet die Bilder nach dem Scan ohnehin mit einer guten Bildbearbeitung.

Lohn des Lärms

Unterm Strich lässt sich sagen: Die Anschaffung des reflecta DigitDia 6000 (Affiliate-Link) lohnt sich, wenn man grosse Mengen an Dias elektronisch und in guter Qualität verewigen will. Man braucht allerdings Zeit und Geduld sowie einen Raum, in dem das Gerät ungestört agieren kann, denn es geht leider ziemlich lärmig zu Werke.

Die Software bietet viele Möglichkeiten, sollte aber auf jeden Fall überarbeitet werden – bei dem Preis von circa EUR 1500 ist es nicht akzeptabel, dass ein Programm nicht funktioniert und das andere durch undefinierbare Macken auffällt.

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3 Kommentare

  1. jan
    schrieb am 11. November 2011 um 16:10 Uhr (#)

    und wie lange dauert der spaß jetzt?

    1. Schreibt hier auf dem Blog Thomas Jungbluth
      schrieb am 11. November 2011 um 19:13 Uhr (#)

      Die in der Vorstellung angegebenen Werte (ca. 4 Min. bei maximaler Auflösung 5000 dpi und 16 Bit Farbtiefe) je Foto, bei mehreren dann multipliziert mit der Anzahl.

  2. das renntier
    schrieb am 13. November 2011 um 06:54 Uhr (#)

    und die software scheint schon bei den vorgängern ähnlich buggy zu sein

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