Dell Vostro V131 im Test (1/2):
Verbesserungen mit Abstrichen

Der Dell Vostro V131 ist mehr als ein würdiger Nachfolger des V130. Er stellt seinen Vorgänger mit mehr Leistung, grösserer Ausdauer und eigenständigem Look in den Schatten.


Dell Vostro V131 - Ansprechendes Paket zu einem ausgesprochen guten Preis (Bild: kaz)

Dell Vostro V131 - Ansprechendes Paket zu einem ausgesprochen guten Preis (Bild: kaz)

Stecker raus, Laptop rein, ab in den Flieger nach New York und mit einer Akkuladung den ganzen Flug durcharbeiten. Morgens Notizen zu zwei Vorlesungen tippen, Nachmittags die Seminarpräsentation halten sowie das Protokoll für die Lesegruppe verfassen und erst Abends wieder an die Steckdose müssen. Klingt gut, nicht wahr? Dann weiterlesen, denn hier kommt die Empfehlung fürs Handgepäck: Dell Vostro V131.

Geschäftsmänner sind arme Leute: Am Anfang der Woche düsen sie für einen Tag nach Berlin, am nächsten rüber nach London und wenn es richtig schlimm kommt, auch noch für zwei Tage nach New York. Wer auf solchen Reisen Ladegeräte und anderes Zubehör daheim lassen kann und nur den Laptop unterm Arm trägt, muss weniger schwer tragen und bringt vielleicht sogar die Sicherheitskontrolle schneller hinter sich. Ähnliches gilt auch für Studenten. Wer nimmt schon gerne ein Netzteil mit an die Uni, das schwer im Rucksack liegt – und ob man im entscheidenden Moment auch eine Steckdose findet, ist wieder eine Frage für sich. Der neue Dell Vostro V131 wird dank zehn Stunden Batterielaufzeit in genau diesen Kreisen seine Freunde finden. Studenten dürften sich besonders freuen, denn der Ausdauerrechner ist schon ab EUR 419 erhältlich.

Rundum-Tour

Dell Vostro V131 - (Bild: kaz)

Dell Vostro V131 - (Bild: kaz)

Der Vostro V131 löst den Vostro V130 ab, den ich bereits getestet habe. Das ist nicht ganz einfach, denn der V130 ist für mich noch immer der Inbegriff von Understatement und Leistungsfähigkeit.

Der V131 wirkt bulliger durch seine rechtwinkligen, nur leicht abgerundeten Kanten und das höhere Gewicht von rund 1,85 kg – 0,2 kg mehr als der Vorgänger. Dieser erste Eindruck kann täuschen, denn der Displaydeckel ist dünner geworden, die Handballenauflage gibt leichter nach und die Displayscharniere sind nicht mehr so straff wie beim V130. Im direkten Vergleich mit seinem Vorgänger enttäuscht der V131 in dieser Hinsicht. Allerdings ist er im Vergleich zur Konkurrenz immer noch sehr robust. Probeweise habe ich mich vor dem Test einfach mal draufgestellt. Der kompakt gebaute V131 liess sich davon nicht beeindrucken – an die Keksdose auf dem Küchenschrank kam ich aber trotzdem nicht ran.

Die 200 Gramm Mehrgewicht gehen auf das Konto wichtiger Neuerungen: Zwei der drei USB-Ports sind mit dem schnelleren USB 3.0 versehen worden, die Lautsprecher sitzen nun vorne und tönen in Stereo, die Tastatur leuchtet im Dunklen, ein Fingerabdrucksensor trägt zur Datensicherheit bei und drei Direkttasten erlauben Zugriff auf Programme oder Dateien.

Leider macht sich der Wechselakku genau da breit, wo früher die gesamten Anschlüsse placiert wurden, an der Rückseite. Da sorgten sie für einen aufgeräumten Arbeitsplatz und ein stilsicheres Aussehen. Jetzt müssen Linkshänder die Abluft des bisweilen heissen CPU-Lüfters ertragen und beim Einstecken des Monitorkabels überlegen, ob der entsprechende Port nun links oder rechts ist. In diesem Moment wünsche ich mir eine Dockingstation, die mir die Kabel an den Seiten wieder nach hinten legt, doch die gibt es immer noch nicht. Der Dell ist eben ein freiheitsliebendes Gerät, angekettet an den Tisch fühlt er sich nicht wohl. Er will ausgepowert werden – wozu sonst hat er einen dicken Akku, der an der Unterseite vorsteht?

Kein Speedlimit

Dell Vostro V131 - (Bild: kaz)

Dell Vostro V131 - (Bild: kaz)

Im Vostro V131 steckt eine Menge Power. Das Testgerät lieferte Dell mit einem Intel Core i5-2410M mit 2,3 Ghz, 4 GB, 500 GB, UMTS und allen anderen bekannten Standards aus. Weitere Ausstattungs- und Konfigurationsdetails gibt es direkt bei Dell. Durch die Intel Turbo Boost Technik taktet der Prozessor auf bis zu 2,8 GHz, das ist für Büroarbeiten mehr als ausreichend, Videoschnitt von FullHD-Videos klappt zügig und ohne Kaffepause. Die Leistung im V131 bietet dem anspruchsvollen Anwender die nötige Freiheit, der einzige Flaschenhals ist die integrierte Intel-Grafikkarte. Spiele gehören nicht in den Aufgabenbereich des neuen Vostro.

Dell Vostro V131 - Erhält einen fantastischen Wert nur fraglich, ob dieser korrekt ist (Bild: kaz)

Dell Vostro V131 - Erhält einen fantastischen Wert nur fraglich, ob dieser korrekt ist (Bild: kaz)

Im Geekbenchtest (32-Bit) erreicht der Dell Vostro V131 respektable 5126 Punkte. Im 64-Bit-Test erreichte der Vostro 131 über 7000 Punkte, eine sonderbare Zahl, denn für diese CPU steht in der Datenbank bereits ein Wert von 5226 Punkten. Wie dieses Ergebnis zustande kam, konnte ich auch nach Rücksprache mit dem Geekbench-Entwickler, bis zur Veröffentlichung dieses Postings nicht klären. Klar ist, die Zahl kann nicht stimmen, denn die von mir getestete Konfiguration mit zwei Kernen erreichte damit Werte, die über dem Niveau eines Quadcores liegen, nämlich des i5-2500S der nominal 2,7 GHz mit vier Kernen und bei Turboboost satte 3,7 GHz erreicht. Bei einem Vergleich des Datenblatts des i5-2410M mit jenem des i5-2500S sieht man, dass der Cache des Mobilprozessors nur halb so gross ist. Glaubt man der Einschätzung von Geekbench, so ist der Vostro mit seinem Mobilprozessor trotz kleinerem Cache und niedrigerer Taktfrequenz um 2,5% schneller als eine i5-2500S Quadcore-Konfiguration und nur 1,5% langsamer als der hochgelobte, normalerweise mindestens ein Drittel schnellere, Intel Core i7-920XM.
Im Passmark Test erreicht die i5-2410M Mobil-CPU nur 3’362, während der starke Desktop-Prozessor 5’406 Punkte einheimst. Die genauen Geekbench-Testergebnisse finden sich hier und hier.

Vorläufiges Fazit

Der Dell Vostro V131 ist robust, hat aber an seiner Aufgeräumtheit im Vergleich zum V130 eingebüsst. Unabhängig von den 64-Bit-Geekbench-Ergebnissen lässt sich sagen: Die Leistung des V131 reicht für den Büro- und Unibetrieb allemal aus.

Im nächsten Teil werfen wir einen Blick auf das Display und die Geräuschkulisse.

 

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