Kodak Easyshare Touch M5370 im Test (1/2):
Immer-Dabei-Kamera

Die Kodak M5370 Easyshare Touch ist der ideale Begleiter für all jene, die immer eine Kamera bei sich haben, aber nicht schwer daran tragen wollen.


Klar, die Kameras in Smartphones werden immer besser; trotzdem kommt, wer gute Bilder schiessen will, nicht umhin eine richtige Digitalkamera mit sich herumzutragen. Andererseits gibt es Kompaktkameras, die tatsächlich kaum bessere Bilder schiessen als die Kamera beispielsweise des iPhone 4S. Gehört die Kodak Easyshare Touch M5370 in diese Kategorie?

Die Kodak M5370 ist elegant, leicht und äusserst kompakt. Sie ist etwas kürzer, ein klein wenig dicker und genauso breit wie das iPhone. Sie fühlt sich wie dieses wertig an, trotz des kleinen Preises. Design und Abmessungen machen klar: Diese Kamera will immer dabei sein. Das ist wichtig, denn Sie konkurriert mit Smartphones und muss sich jeden Tag aufs Neue die Frage gefallen lassen: «Sind die Fotos der Easyshare so viel besser, dass es sich lohnt, die Kompaktkamera zusätzlich zum Smartphone dabei zu haben?». Diese Frage ist berechtigt, denn bei 16 MP und einem 1/2,3 Zoll kleinen CMOS-Sensor kommen mir Zweifel an der Überlegenheit der Bildqualität.

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Rundum-Tour

Die Kodak ist verräterisch nah an Smartphones. Der Touchscreen kann zur Fokussierung eingesetzt werden, erleichtert die Navigation im Menü, ein microSD-Kartenslot tauscht sich problemlos mit anderen Handys aus und die Netzwerktaste erleichtert das Hochladen von Fotos auf Soziale Netzwerke. Etwas enttäuscht war ich dann schon, als ich feststellen musste, dass die Kamera das nicht über WLAN erledigt, sondern einen PC mit entsprechender Kodak-Software benötigt – doch dazu später. Mit einer gesonderten Taste können 720p-Filme gedreht werden. Kamerafreaks denken sofort an die Möglichkeit zu filmen und gleichzeitig Fotos in voller Auflösung zu schiessen. Doch weit gefehlt, diesen Trick beherrscht die Easyshare nicht.

16 Megapixel

Wie befürchtet sind 16 MP für einen kleinen Sensor zu viel des Guten. Bildrauschen und teilweise ausgefranste Kanten sind die Folge. Unter optimalen Bedingungen erreicht man sehr gute Bilder. Als Faustregel gilt meine Empfehlung bei solchen Kompaktknipsen: «Bis 50 Prozent Vergrösserung sind die Bilder ausreichend». Und die Kodak macht da keine Ausnahme. Im Gegenteil, erreicht man optimale Bedingungen, wie ein unbewegtes Sujet, Sonnenschein und eine ruhige Hand, sind richtig schöne Aufnahmen möglich.

Der Weissabgleich arbeitet zuverlässig, die Fokussierung erfolgt schnell, nur wird man durch die lange Anzeigedauer geschossener Aufnahmen aufgehalten – eine Option dies zu deaktivieren fand sich nicht. Bei grösseren Brennweiten zeigen sich im Randbereich Unschärfen und farbliche Veränderungen, sie sind deutlich sichtbar und störend. Dementsprechend muss man bei interessanteren Aufnahmen die Bilder zuschneiden.

Bis hierher schlägt sich die Kodak ganz passabel, immerhin kostet sie nur um EUR 150 und schiesst gerade im Makromodus sehr hübsche Bilder. Wie die Videoaufnahmen und die Kodak-Software zum automatischen Upload auf soziale Netzwerke sich schlagen wird der zweite Teil klären.

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