Pearl Speed-Drifter:
Miniatur-Luftkissenboot

Ein eigenes Luftkissenboot für weniger als EUR 20? Ja, sowas gibt es. Allerdings bietet es keinen Platz für Passagiere.

Spielzeug aus China hat nicht den allerbesten Ruf. Manchmal ist es gefährlich, manchmal giftig, manchmal einfach nur billig. Was kann man wohl von einem Luftkissenboot für knapp EUR 17 erwarten?

Der Speed Drifter von Pearl ist tatsächlich ein komplettes Luftkissenboot samt Fernsteuerung. Allerdings ein kleines. Ein sehr kleines. Ein Modell. Naja, ein Modell von einem Modell. Es passt schon auf eine Babyhand.

Das Luftkissenboot ist extrem leicht gebaut, weshalb es auch mit einem kleinen Motor auskommt, der aus einem eingebauten Akku gespeist wird – zusammen mit dem Fernbedienungs-Empfänger. Sehr robust sieht das nicht aus. Ist es auch nicht. Aber: Es funktioniert tatsächlich.

Im Test musste man allerdings schon «Vollgas» geben, damit sich das Luftkissenboot von der Stelle bewegte. Und dann darf es nicht auf einem abschüssigen Tisch stehen, sonst landet es sogleich auf dem Boden.

Eine glatte Oberfläche, beispielsweise eine polierte Marmorfliese, ist zum Start optimal. Auf Wasser fährt es dagegen im Gegensatz zu seinen Vorbildern nicht – oder nur einmal: Sobald es stoppt, säuft es ab und ist von da bestenfalls als Ausstellungsstück für den Setzkasten geeignet.

Saust das Boot immer nur im Kreis, ist die Heckflosse zurechtzubiegen – so, wie man es mit einem Papierflieger auch machen würde.

Passagiere kann das Böötchen nicht befördern – ausser vielleicht eine Fliege. Die dürfte aber entsetzt davonsausen, sobald der Motor eingeschaltet wird.

Mit einem Dreierset für knapp EUR 40 können auch Wettrennen gefahren (geschwebt?) werden.

Unangenehm ist, dass der Batteriekasten der Fernsteuerung mit einem Kreuzschlitzschraubendreher verschlossen wird. Ein Batteriewechsel (4 Mignonzellen werden benötigt) ist so unnötig kompliziert. Es empfiehlt sich übrigens auf Akkus zu setzen – denn aus den Batterien wird nicht nur der Fernsteuersender versorgt, sondern auch der Bootsakku aufgeladen.

Eins macht dieser Test klar: Spielzeug aus China kann auch einfach Spass machen…

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