Kingston Wi-Drive im Test Teil 1:
Das Missing Link zwischen iOS und Rechner

Speicherspezialist Kingston hat einen SSD-Speicher mit eingebautem WLAN-Server und eigener iOS-App auf den Markt gebracht. Wir haben den Kingston Wi-Drive getestet.

Kingston  Wi-Drive - SSD mit WLAN (Bilder: frm)

Kingston Wi-Drive - SSD mit WLAN (Bilder: frm)

Kingston nutzt die Tatsache, dass Apple seine iOS-Geräte ohne Möglichkeit der Speichererweiterung durch USB-Sticks oder SD-Karten ausliefert, und will mit der drahtlosen Speicherlösung Wi-Drive das Teilen von Inhalten vereinfachen. Wir haben getestet, wie gut das in der Praxis klappt.

Der SSD-Speicher Kingston Wi-Drive ist schlicht und zurückhaltend gestaltet. Eine spiegelblanke schwarze Kunststoffhülle mit dem Kingston-Logo und dem Schriftzug Wi-Drive, dazu zwei kleine Symbole für Internet und WiFi, neben denen im Betrieb winzige blaue LEDs leuchten. Ausserdem flackert beim Zugriff auf die SSD ein dritte, grüne LED.

Das war’s – es könnte auch die Rückseite eines Smartphones sein. Am Rand findet sich ein kleiner Ein-Ausschalter, der ebenfalls grün leuchtet sowie der Mini-USB-Anschluss, über den man den SSD-Speicher am Rechner befüllt.

Kingston Wi-Drive SSD mit WLANKingston Wi-Drive SSD mit WLANKingston Wi-Drive SSD mit WLANKingston Wi-Drive SSD mit WLAN
Wi-Drive

Schliesst man den Kingston Wi-Drive an, erscheinen zwei Laufwerke: Ein schreibgeschütztes mit dem Namen CD-ROM, auf dem sozusagen das Betriebssystem des Wi-Drive lagert, und eines mit der Bezeichnung Kingston, auf dem man die Daten ablegt.

Die von mir mit MBBench gemessene USB-Schreibgeschwindigkeit liegt bei ziemlich konstanten 9,7 MB/s, die Lesegeschwindigkeit bei 19,6 MB/s.

Hat man die gewünschten Filme, Fotos und Songs auf das Wi-Drive überspielt und den internen Akku bei der Gelegenheit voll geladen, kann es losgehen. Nach dem Einschalten des Wi-Drive dauert es circa 25 Sekunden, bis der eingebaute Wifi-Server gestartet ist und das blaue Licht neben dem WLAN-Symbol leuchtet.

Sobald der Wifi-Server läuft, merkt man das auch daran, dass die Stelle, an der das Kingston-Logo angebracht ist, warm wird – aber zum Glück nicht heiss.

Noch etwas fällt auf, sobald man das Wi-Drive in die Hand nimmt: Es ist überraschend leicht, wiegt bei Abmessungen von 121,5 mm x 61,8 mm x 9,8 mm nur 82 Gramm – spürbar weniger als ein ipod Touch oder Smartphone. Dadurch macht es sich unterwegs in der Tasche kaum bemerkbar. Ausserdem ist es ein echter Handschmeichler.

Der folgende Clip von Kingston zeigt das Wi-Drive in Aktion.

Besonders geeignet ist das Wi-Drive für speicherintensive Dateien wie Bilder, Filme und Musik, die man gerne auch mal mit Freunden teilen möchte. Einfach schnell auf den SSD-Speicher gezogen ohne iTunes starten zu müssen, und man kann los, der Speicher von iPhone, iPad oder iPod Touch füllt sich nicht bis zum Rand und bleibt privaten Dateien vorbehalten.

Auf Amazon ist das Kingston Wi-Drive (Affiliate-Link) im Moment für knapp EUR 120 in der 16 GB-Version zu haben. Das ist ein bisschen happig, schliesslich liegt der empfohlene Verkaufspreis dafür bei EUR 99, die Version mit 32 GB soll EUR 129 kosten.

Im zweiten Teil berichten wir darüber, wie sich das Wi-Drive im Alltag bewährt und für wen sich die Investition lohnen kann.

 

Frank Müller

Frank Müller ist Vater von 4 Töchtern (mit 1 Frau) und vielseitig interessierter Mac-Nerd, der auch Linux nicht abgeneigt ist. Er arbeitet hauptberuflich als Creative Director und Werbetexter und bloggt ab und zu.

Mehr lesen

Kingston MobileLite Wireless G2 im Test: Mobiler Fastalleskönner mit Ethernet-Anschluss

9.7.2014, 3 KommentareKingston MobileLite Wireless G2 im Test:
Mobiler Fastalleskönner mit Ethernet-Anschluss

Warum eine externe Festplatte, einen Reserveakku und einen mobilen Router mitschleppen, wenn man alles in einem Gerät haben kann? Das zumindest will der Kingston MobileWireless G2 bieten. Im unserem Test schlägt sich das optisch aufgehübschte Gerät auch gut - bis auf ein kleines Detail, das uns in leichte Panik versetzte.

Kingston MobileLite Wireless: Kartenleser mit WLAN ist gleichzeitig Zusatzakku

14.5.2013, 3 KommentareKingston MobileLite Wireless:
Kartenleser mit WLAN ist gleichzeitig Zusatzakku

Eigentlich alles, was ein Smartphone zu wenig hat, gibt es mittlerweile als Zubehör zu kaufen. Chic wird es dann, wenn dieses Zubehör gleich mehrere Funktionen auf einmal erfüllt. Das neue Kingston MobileLite Wireless ist so einer: ein Kartenleser und USB-Hub, der Daten kabellos mit Tablet oder Smartphone synchronisiert. Macht der Akku schlapp, kann der MobileLite auch hier zur Rettung eilen.

Kingston DataTraveler HyperX 3.0: Wer die Cloud nicht liebt...

21.11.2011, 0 KommentareKingston DataTraveler HyperX 3.0:
Wer die Cloud nicht liebt...

Kingston stellt mit dem DataTraveler HyperX 3.0 einen Memorystick mit bemerkenswerter Performance vor. Für manch einen mag dieser kleine Speicher eine handfeste Alternative zur Cloud sein.

17.4.2015, 1 KommentareDoxie Go WiFi Scanner ausprobiert:
Klein, praktisch, leider teuer

Doxie ist eine Scannermarke des Unternehmens Apparent, die nach eigenen Angaben Smart Devices und Software produzieren, die rocken. Die Doxie Scanner zeichnen sich dadurch aus, dass sie besonders klein und leicht zu bedienen sind. Wir haben den Doxie Go WiFi ausprobiert

26.2.2015, 2 KommentareSinuscase:
Klangvolle Koffer mit Hunderten von Watt

Sinuscase ist ein kleines Unternehmen aus dem Berliner Wedding, das alte Koffer in Handarbeit in mobile Boomboxen verwandelt. Durch dieses Upcycling entstehen ganz individuelle Klangkoffer, die jede Menge Watt bieten

1.2.2015, 1 KommentareDoxie Go Plus und Doxie Go Wi-Fi:
Mobile Einzug-Scanner digitalisieren überall

Doxie hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit kleinen, trasportablen Scannern dem papierlosen Büro zum Durchbruch zu verhelfen. Neueste Ergänzungen der Produktreihe sind zwei Doxie Go-Modelle, der Doxie Go Plus und der Doxie Go Wi-Fi. Beide können dank integriertem Akku bis zu 300 Seiten digitalisieren, bevor sie wieder aufgeladen werden müssen. Ein Rechner ist dazu nicht erforderlich

Brinell Drive SSD im Test: Rasante Schönheit

13.10.2013, 2 KommentareBrinell Drive SSD im Test:
Rasante Schönheit

Brinell ist ein deutsches Designbüro mit Ingenieur-Knowhow und Sitz in Karlsruhe. Das Unternehmen produziert externe Festplatten, USB-Sticks und seit neuestem auch externe SSD-Festplatten, die man sofort am ganz eigenen Stil erkennt. Wir haben eine der neuen Brinell Drive SSDs ausprobiert.

Brinell Drive SSD externe Festplatte USB 3.0: Schlank, schön und schnell

18.9.2013, 4 KommentareBrinell Drive SSD externe Festplatte USB 3.0:
Schlank, schön und schnell

Das Karlsruher Design- und Ingenieurbüro brinell hat seine Reihe extravagant gestalteter externer USB-3.0-Festplatten um externe SSDs im gleichen Look erweitert. Wie bei den herkömmlichen brinell Drive Festplatten sind in den brinell Drive SSD Materialien wie Edelstahl, Makassar-Ebenholz, Rindnappaleder oder Carbon verarbeitet.

Kingston Wi-Drive im Test Teil 2: Das Missing Link zwischen iOS und Rechner

4.10.2011, 5 KommentareKingston Wi-Drive im Test Teil 2:
Das Missing Link zwischen iOS und Rechner

Kingston Wi-Drive ist ein SSD-Speicher mit eingebautem WLAN-Server und eigener iOS-App. In diesem zweiten Teil unseres Tests berichten wir, wie sich der Wi-Drive im Alltag bewährt.

Demgo Smart Home LED: Konkurrenz für Philips Hue? Im Praxistest!

9.4.2015, 6 KommentareDemgo Smart Home LED:
Konkurrenz für Philips Hue? Im Praxistest!

Doro Liberto 820 Mini im Test: Wie gut ist das Smartphone für Senioren?

29.3.2015, 3 KommentareDoro Liberto 820 Mini im Test:
Wie gut ist das Smartphone für Senioren?

Ein 4“-Display, Android 4.2.2 und ein Preis von rund 170 Euro: Das neue Smartphone von Doro will nicht mit innovativen Leistungsdaten punkten, sondern mit einem perfekt abgestimmten Gesamtpaket für Senioren. Gelingt das? Wir haben das Liberto 820 Mini getestet.

Blue Microphones Mo-Fi Headphones: Solide Kopfhörer mit ungewöhnlichem Look und integriertem Verstärker

14.3.2015, 0 KommentareBlue Microphones Mo-Fi Headphones:
Solide Kopfhörer mit ungewöhnlichem Look und integriertem Verstärker

Blue Microphones ist ein us-amerikanisches Unternehmen, das seit seiner Gründung 1995 vor allem - der Name lässt es vermuten - Mikrofone produziert hat. Mit den MoFi Headphones betritt der Hersteller neues Terrain. Die Kopfhörer sollen vor allem für Nutzer mobiler Geräte HiFi bieten. Wir haben sie ausprobiert

1.2.2015, 1 KommentareDoxie Go Plus und Doxie Go Wi-Fi:
Mobile Einzug-Scanner digitalisieren überall

Doxie hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit kleinen, trasportablen Scannern dem papierlosen Büro zum Durchbruch zu verhelfen. Neueste Ergänzungen der Produktreihe sind zwei Doxie Go-Modelle, der Doxie Go Plus und der Doxie Go Wi-Fi. Beide können dank integriertem Akku bis zu 300 Seiten digitalisieren, bevor sie wieder aufgeladen werden müssen. Ein Rechner ist dazu nicht erforderlich

Peri Duo Case: iPhone-Hülle mit Reserveakku und Bluetooth-/WiFi-Lautsprechern

28.12.2014, 1 KommentarePeri Duo Case:
iPhone-Hülle mit Reserveakku und Bluetooth-/WiFi-Lautsprechern

Tubecore Duo: Kabelloser Lautsprecher mit Röhren-Herz und integriertem Rechner

3.5.2014, 0 KommentareTubecore Duo:
Kabelloser Lautsprecher mit Röhren-Herz und integriertem Rechner

Duo ist ein kabelloser Lautsprecher, der um einen Klasse-A-Röhren-Vorverstärker herum aufgebaut ist. Ein integrierter Rechner (Raspberry Pi oder UDOO QUAD) plus 24 Bit DAC ermöglicht es, so ziemlich jedes Audiosignal von beliebigen Quellen zu empfangen.

Ein Pingback

  1. […] könnten, den Speicherplatz ihres iPhones aufzurüsten, ohne auf ein externes Laufwerk wie den Kingston WiDrive oder die GoFlex Satellite von […]

Kommentar schreiben

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen.

* Pflichtfelder

  • Sponsoren:


  • Neueste Artikel

  • Newsletter

    Jeden Freitag stellen wir für euch die sieben spannendsten Gadgets und Artikel der Woche zusammen.

    Pflichtfelder
    OK
    Bitte füllen Sie das Feld "E-Mail-Adresse" aus.
    Bitte treffen Sie eine Wahl im Feld "Auswahl".
    OK
    Bitte geben Sie Ihren Vornamen ein.
    OK
    Bitte geben Sie Ihren Nachnamen ein.
  • Neueste Tests