Amazon Kindle Fire:
Feurige Tablet-Konkurrenz

Feurig gut soll das neue Amazon Kindle Fire werden, denn Amazon will mit dem Android-Gerät das beste aus Tablet- und E-Book-Reader vereinen.


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Amazon Kindle Fire (Quelle: pd Amazon / CC)
Es ist ein Kindle. Und ein Tablet. In den letzten Tagen verdichteten sich die schon lange umherschwirrenden Gerüchte um einen Ebook Reader aus dem Hause Amazon, und nun springt der neueste Verkaufsschlager aus der Torte: Der Amazon Kindle Fire. Mit seiner Version eines Tabletcomputers will der Onlinehändler der Konkurrenz ordentlich Feuer unter dem Hintern machen. Allerdings ist es kein Allerwelts-Android-Tablet, sondern Amazon hat es stark nach seinen Vorstellungen modifizieren lassen.

Für ausreichend Dampf sorgt zunächst die Texas Instruments Dual-Core CPU mit 1,2 GHz. Als Oberfläche läuft das bestens erprobte Google Android, doch Amazon hat tief in die Moddingkiste gelangt und verändert. So fehlen dem Tablet einige Google-übliche Apps wie «Google Maps», und statt des Android Markets verweist das Tablet auf die hauseigenen Angebote des Amazon AppStores.

Auch der MP3-Shop oder die Streaming-Angebote sind auf dem Tablet verfügbar. Erreichbar wird das Internet durch «Amazon Silk», einem Browser, dessen Inhalte durch externe Server komprimiert werden, ähnlich wie man es von «Opera Turbo» kennt, sodass rechenintensive Operationen in die Cloud ausgelagert werden. Allerdings werden auch Flash-Inhalte unterstützt.

Für die Darstellung steht ein Sieben-Zoll-Farbdisplay mit 1024*600 Pixel bereit. Durch eine spezielle Bearbeitung soll es deutlich härter und widerstandsfähiger sein als Plastik, und Kratzer oder Schläge unbeschadet wegstecken. Der taiwanesische OEM-Hersteller Quanta nutzte für den Kindle Fire eine dem Playbook ähnliche Grundlage. Da die Entwicklungskosten des wiederverwendeten Hardware-Aufbaus recht gering ausfallen, kann sich Amazon einen Preis von USD 199 leisten – für ein Tablet recht wenig. Rund acht Stunden Nutzdauer mit acht Gigabyte Speicher, und unbegrenztem Cloud-Speicher für Amazon-Inhalte wie Fox Videos, Bücher oder Musik stehen dem Käufer zur Verfügung.

Der Wermutstropfen: das Gerät ist mit «der Cloud» nicht per UMTS verbunden, sondern nur über WLAN. Für den geringen Preis ist das ein annehmbarer Kompromiss, außerdem könnten weitere Varianten auf 3G oder gar LTE setzen, doch das weiss man derzeit noch nicht. Amazon plant, den Verkaufststart für Mitte November diesen Jahres zu beginnen und so für einige glückliche Gesichter unter dem Weihnachtsbaum zu sorgen – allerdings nicht in Europa: auf der offiziellen Webseite des Kindle Fire steht «US only».

Technische Daten

  • Display: 7″ multi-touch IPS (Inplane Switching), Antireflexbeschichtung, 1024 x 600 Pixel, 169 ppi, 16 Mio. Farben.
  • Masse: 190 mm x 120 mm x 11.4 mm)
  • Gewicht: 413 Gramm
  • Speicher: 8 GB intern (80 Apps, 10 Filme, 800 Songs oder 6000 E-Books), plus kostenlosem Cloud-Storage für Amazon-Inhalte
  • Akkulaufzeit: max. 8 Std. (Lesen)/7,5 Std. (Video)
  • Aufladezeig: ca. 4 Std.
  • WLAN: 802.11n (300 MBit/s), WEP/WPA/WPA2-Unterstützung
  • Schnittstellen: USB 2.0 (Micro-B), 3,5 mm Audio
  • Formate: Kindle (AZW), TXT, PDF, ungeschütztes MOBI, natives PRC, Audible (Audible Enhanced (AA, AAX)), DOC, DOCX, JPEG, GIF, PNG, BMP, non-DRM AAC, MP3, MIDI, OGG, WAV, MP4, VP8

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6 Kommentare

  1. Herbert
    schrieb am 29. September 2011 um 09:11 Uhr (#)

    Solange die e-Book-Preise in Deutschland da sind wo sie sind, sind mir und den allermeisten potentiellen Kunden Ghz, Dual- und Quatro-Core, UMTS oder LTE herzlich egal.

    Der e-Book-Markt wird sich erst dann auftun, wenn es marktgerechte Preise gibt.

  2. Ray
    schrieb am 29. September 2011 um 16:36 Uhr (#)

    Ich freue mich auf Kindle Fire. Ich halte es für absolute Alternative zum iPad! Meiner Meinung nach sind das beides Sofa-Geräte, da benötige ich weder eine Kamera noch 3G Netz. Bei diesem Kampfpreis, kann sich bald jeder ein Tablet leisten.

  3. Sven Müller
    schrieb am 29. September 2011 um 20:58 Uhr (#)

    Schön, schön – wären da nicht die neuen G9 tablets von Archos…

  4. Marc
    schrieb am 1. Oktober 2011 um 21:34 Uhr (#)

    Fürs Buch-Gefühl beim Lesen wäre es meiner Meinung nach besser, wenn man die neun Zoll vom iPad nehmen würde. Da passt optisch angenehm eine Doppelseite drauf, was an ein aufgeschlagenes Buch erinnert.

    Und wie ist das mit den Android-Updates? Sobald da weitere Oberflächen drüber sind, dauert das ja etwas länger oder es kommt nie eins.

  5. DanE
    schrieb am 3. Oktober 2011 um 15:21 Uhr (#)

    Hi :)

    Über einen Umweg kann man auch in Deutschland (bzw. eigentlich in ganz Europa) an den Kindle Fire kommen. Wenn man sich bei einem sogenannten Paketweiterleitungsdients anmeldet, kann man sich das Gerät auch hierher holen :)

    Hab meine Vorbestellung heute abgeschickt, und bin schon gespannt auf das Gerät :D

    Wens interessiert: http://www.shipito.at ;)

  6. derjanni
    schrieb am 20. Oktober 2011 um 10:44 Uhr (#)

    Hallo,

    ich habe auf meiner Website mal einen Testbericht zum Kindle Fire veröffentlicht und auch die Details des Geräts beschrieben: Kindle Fire

    Viele Grüße,

    Jan

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