Vivien Muller Electree Solarbonsai:
Baum mit Solarzellen als Ladestation

Der Electree des französischen Designers Vivien Muller ist eine Solarladestation, die nicht nach einem technischen Gadget aussieht. Vielmehr erinnert Electree an einen stylisierten Baum mit Solarzellen an Stelle der Blätter.

Electree Solar-Bonsai als Ladestation {pd Electree;http://www.electree.fr/}

Electree Solar-Bonsai als Ladestation (Quelle: pd Electree)

In jedes Wohnzimmer passt der Look des Electree bestimmt nicht, aber die Idee hinter dem Design ist schon ganz clever. Schliesslich fangen auch die Blätter eines Baumes Sonnenlicht, das die Pflanze braucht. Warum also nicht dieses Prinzip zur Basis der Entwicklung einer ungewöhnlichen Solarladestation machen? Bionik nennt sich diese Vorgehensweise, bei der die Natur das Vorbild für technische Entwicklungen liefert.

Eine vergleichbare Idee und die mediale Reaktion darauf, sorgten übrigens unlängst für einigen Wirbel: Der 13-jährige Aidan Dwyers war vom American Museum of Natural History für seine Idee eines Solarbaumes ausgezeichnet worden. Die Medien, auch neuerdings.com, griffen die Story begeistert auf, mussten aber bald schon zurück krebsen, nachdem die Überlegungen des Jungforschers als fehlerhaft entlarvt worden waren.

Der Electree erinnert also nicht zufällig an einen Baum. Jede einzelne der 27 Solarzellen des Electree Solar Bonsai, die 96 mm x 96 mm gross sind, lässt sich an ihrem Ast drehen, um je nach Standort möglichst viel Licht einzufangen.

Im Fuss des 40 cm hohen Solar-Bonsais verbirgt sich ein Akku mit 13’500 mAh (zum Vergleich: der Akku eines iPhones besitzt eine Kapazität von 1’500 mAh). Nach knapp 36 Stunden im Sonnenlicht ist der Akku des Electree voll geladen. Über den USB-Anschluss oder eine AC-Buchse können jetzt beliebige Gadgets geladen werden.

Mehr Infos über den Solarzellenbaum gibt es auf Ulule, einer Crowdfunding Plattform à la Kickstarter. EUR 299 sind ein stolzer Preis, aber von den 400 benötigten Vorbestellungen sind bereits 53 erfolgt, und bis zum Ende der Zeichnungsfrist sind es noch über 3 Wochen. Bleibt also zu hoffen, dass Vivien Muller mehr Glück beschieden sein wird als Aidan Dwyers…

via Geeky Gadgets

 

Frank Müller

Frank Müller ist Vater von 4 Töchtern (mit 1 Frau) und vielseitig interessierter Mac-Nerd, der auch Linux nicht abgeneigt ist. Er arbeitet hauptberuflich als Creative Director und Werbetexter und bloggt ab und zu.

Mehr lesen

Swissvoice L7: DECT-Telefon mit Interkom-Funktion, Fulleco-Modus und Retro-Design.

30.10.2014, 0 KommentareSwissvoice L7:
DECT-Telefon mit Interkom-Funktion, Fulleco-Modus und Retro-Design.

Das DECT-Telefon Swissvoice L7 fällt auf. Durch sein Retro-Design und die aufrechte Haltung. Das L-förmige Telefon steht auf seiner Ladeschale und auf seinem Standfuß, so dass es immer gut zu sehen ist. Neben seinem ungewöhnlichen Design mit Retro-Charme hat es auch einige technische Finessen zu bieten: einen strahlungsarmen Fulleco-Modus und die Funktion einer Gegensprechanlage mit der Basisstation.

PopcornBall: Gewürzkugel für Popcorn-Freunde

23.10.2014, 1 KommentarePopcornBall:
Gewürzkugel für Popcorn-Freunde

Beim Spielen mit seiner 18 Monate alten Tochter kam Mike Baxter auf die Idee mit dem Popcorn-Ball. Der Behälter ermöglicht es, Popcorn spielerisch optimal zu buttern, zu salzen oder mit eigenen Würzkreationen zu durchmischen. Außerdem kann man seinen Snack im PopcornBall sicher transportieren

Zoo Jeans: Jeanshosen, die von Tiger, Löwen und Bären „designt“ wurden

6.9.2014, 1 KommentareZoo Jeans:
Jeanshosen, die von Tiger, Löwen und Bären „designt“ wurden

Ein japanischer Zoo hat seine Wildtiere mit Jeans-Stoffen spielen lassen, um daraus einzigartige Hosen herzustellen. Diese wurden für einen guten Zweck versteigert.

MultiDock: Aufgeräumt und vollgeladen - Der Minischrank für Smartphones und Tablets

27.10.2014, 4 KommentareMultiDock:
Aufgeräumt und vollgeladen - Der Minischrank für Smartphones und Tablets

Ist das ein antikes Radio? Ein Lautsprecher im Retro-Design? Ein kompakter Heizstrahler? Oder eine Mikrowelle? Falsch. Was auf den ersten Blick wie eine Mischung aus Musik-Anlage und Haushaltsgerät aussieht, ist ein durchdachte Aufbewahrungsmöglichkeiten für unsere mobilen Devices. Aber die ist nicht gerade billig.

Cyspo OmniStation: Ein Gerät, sie alle zu laden

22.8.2014, 2 KommentareCyspo OmniStation:
Ein Gerät, sie alle zu laden

Wer täglich mehrere elektronische Geräte aufladen muss, der sollte sich die Cyspo OmniStation anschauen. Die lädt bis zu neun Geräte gleichzeitig, eins davon auf Wunsch kabellos.

Wireless Charging Trousers: Modedesigner entwirft Hose mit integrierter Ladestation

21.6.2014, 1 KommentareWireless Charging Trousers:
Modedesigner entwirft Hose mit integrierter Ladestation

Der britische Modedesigner A. Sauvage entwirft derzeit eine Hose, die als kabellose Ladestation für ein Smartphone dienen soll. Klingt clever? Ist aber nicht unbedingt eine revolutionäre Idee, dafür eine elegante.

Xtorm Lava Solarlader: Reserveakku mit Solarzellen

13.8.2014, 0 KommentareXtorm Lava Solarlader:
Reserveakku mit Solarzellen

Der niederländische Hersteller Xtorm hat sich auf Ladezubehör für Smartphones, Tablets und andere „mobile Endgeräte“ spezialisiert. Wir haben den Reserveakku Xtorm Lava ausprobiert, der sich mit Sonnenstrom laden lässt.

Infinity Bakery: Diese Rutsche backt Brot mit Sonnenlicht

8.8.2014, 2 KommentareInfinity Bakery:
Diese Rutsche backt Brot mit Sonnenlicht

Die Infinity Bakery ist eine rutschenförmige Anlage, die einen Backofen mit Hilfe gebündelten Sonnenlichts auf 220 Grad aufheizt. Mit dem Projekt wollen die Gründer Menschen in Entwicklungsländern einen nachhaltigen und gesunden Ersatz für eine Feuerstelle bieten.

Soofa: Smarte Parkbank sammelt Umweltdaten, liefert Solarstrom

7.7.2014, 1 KommentareSoofa:
Smarte Parkbank sammelt Umweltdaten, liefert Solarstrom

Soofa ist ein Startup, dass smarte Parkbänke zunächst in Boston und Cambridge installiert. Diese laden Gadgets der Passanten kostenlos mit Solarstrom und stellen Daten zu Umwelt und Wetter auf einer Website bereit.

" width="1" height="1" />

2 Kommentare

  1. Zum debunking des Dwyers: es reicht nicht, mit Namen wie Fibonacci um sich zu werfen, und zu hoffen, die nicht Ausgebildeten merken den Betrug nicht schon während der Erwähnung. “Die Medien” sind hier sehr leicht zu beeindrucken, denn da sie keine Ahnung haben, möchten sie sich keine Blöße geben und Nachhaken, wie das Ganze denn im Detail funktioniert und wie das Konzept im Detail aussieht.

    • Das bemerkenswerte an diesem speziellen Fall war meines Erachtens, dass nicht nur die (Fach-)Medien der Story Glauben schenkten sondern auch das American Museum of Natural History, welches die Arbeit des Jungen gar auszeichnete und seinen Essay im Internet publizierte.

Ein Pingback

  1. [...] es dann den ersten Versuch, die futuristisch-natürliche Ladestation Wirklichkeit werden zu lassen. Kollege Frank Müller hatte das Projekt auf neuerdings.com vorgestellt. 299 Euro sollte der Baum kosten und letztlich gab es nur rund 200 Interessenten. Nun kehrt der [...]

Kommentar schreiben

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen.

* Pflichtfelder

 
" width="1" height="1" alt="vgwort" />