Michael Krumpus Defusable Clock:
Kein Wecker für die Flugreise

Software-Entwickler und Hardware-Designer Michael Krumpus ist dabei, einen Wecker-Bausatz zu entwickeln, der schon beim Aufstehen für einen Adrenalinschub sorgt.

Entschärfbarer Wecker {nootropicdesign.com;http://nootropicdesign.com/projectlab/2011/09/05/defusable-clock/}
Entschärfbarer Wecker (Quelle: nootropicdesign.com)

Michael Krumpus wollte einen Wecker bauen, der aussieht wie die selbstgebastelten Bomben, die man aus unzähligen Hollwood-Streifen kennt: Ein paar «Dynamit»-Stangen, ein rotes LED-Display und einige obskure Drähte sind die Hauptbestandteile.

Gesteuert wird diese angsteinflössende Einheit von einem ATmega328-Minicontroller, der über die Arduino IDE mit einem Windows-, Mac- oder Linux-Rechner programmiert werden kann.

Im Prinzip ist die «Defusable Clock», also die entschärfbare Uhr, ein ganz normaler Wecker. Sobald man aber den roten Knopf drückt, passiert das, was man im folgenden Video sieht:

Eine Countdown-Sequenz wird gestartet, die man nur unterbrechen kann, indem man den richtigen Draht mit einer Zange durchtrennt. Zwei der vier Drähte bewirken nichts, einer stoppt den Countdown und der letzte sorgt für eine (rein akustische) «Detonation» des Weckers. Welcher der Drähte welche Reaktion bewirkt, ändert sich nach dem Zufallsprinzip.

Auf Wunsch kann man diese Sequenz nicht nur manchmal zum Spass (und zum Erschrecken der Freunde) starten, sondern sich jeden Morgen davon wecken lassen und das Geräusch nur durch das Durchkneifen des richtigen Drahtes stoppen. Die Drähte können mit einem Schraubenzieher leicht ausgewechselt werden, so dass es nur ein paar Sekunden dauert, die entschärfbare Uhr neu zu bestücken.

Mehr Infos zum Countdown-Wecker, der den Tag mit einem Adrenalinschub beginnen lässt, gibt es beim Entwickler Michael Krumpus auf dessen Seite Nootropicdesign. Hier soll man demnächst auch die elektronischen Bauteile bestellen können, die man benötigt, um sich seine eigene Wecker-Bombe zu basteln.

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7 Kommentare

  1. Christian
    schrieb am 15. September 2011 um 08:23 Uhr (#)

    Da muss man also jeden Abend die Kabel neu ranschrauben? Ein bisschen umständlich, oder? ;)

    1. Tom
      schrieb am 15. September 2011 um 09:26 Uhr (#)

      Das ist doch gerade der Gag daran dass man sich mit diesem Gadget extra Arbeit macht die man mit einem profanen Wecker gar nicht hätte.

      Aber statt den Schraubklemmen könnte man ja Klemmen (wie bei Lautsprechern) nehmen, dann bräuchte man schon mal kein Werkzeug mehr.

  2. Tom
    schrieb am 15. September 2011 um 09:22 Uhr (#)

    Also ohne meine morgendliche Ein-Liter-Kaffee-Infusion kann ich das Ding ja gar nicht entschärfen. Und welchen Draht soll ich zuerst durchknipsen? Den Blauen, nein besser den Roten oder war es doch der Gelben … egal, es ist ja morgens eh noch so dunkel dass ich garantiert den falschen erwische!

  3. Panzerknacker
    schrieb am 17. September 2011 um 11:52 Uhr (#)

    Dieser formschöne Wecker hat mir in der zuletzt besuchten Sparkasse viel Freude bereitet. ;-) Spaß beiseite: Ich glaube, dass der Hersteller mit Blick auf den Gesichtspunkt der öffentlichen Sicherheit, den diese Bombenattrappe zweifellos tangiert, sehr rasch ordnungsbehördlichen aber auch zivilrechtlichen Ärger bekommen könnte. Folgendes Szenario: Der Hersteller verkauft wohlwissend, dass man mit seinem Produkt viel Unsinn anrichten kann, den Wecker an jemanden, der das Ding in einem Bahnhof deponiert. Der Bahnhof muss geräumt werden. Der Bahn entstehen Kosten in Höhe von 100.000 Eur. Der Polizei-Einsatz kostet 20.000 Eur. Der Käufer ist nicht zu ermitteln. Haftet der Verkäufer der Bombenattrappe für die durch den Polizeieinsatz verursachten Gesamtkosten von 130.000 Eur? M.E. spricht vieles dafür, weil schon der Vertrieb einer solchen Bombenattrappe die Gefahrengrenze überschreitet. Deshalb vielleicht vor dem Weiterbetrieb erst mal Rechtsrat einholen ;-)

    1. Intergalactic Ape-Man
      schrieb am 17. September 2011 um 13:18 Uhr (#)

      Würde es nicht schon genügen, ein zusammengebautes Exemplar in einem Postpaket auf dem Versandweg bei einer Röntgenkontrolle zu entdecken? Die Notiz “Spielzeug” o.ä. würde bei Verdacht eine Überprüfung ja nicht aushebeln. Davon ausgehend, daß also nur ein Versand in Einzelteilen möglich ist, verkauft der Hersteller letztlich zwar die Ursache für möglichen Ärger, ist aber für den Umgang mit seiner Ware nicht verantwortlich zu machen. Drähte, Wecker und Stäbe sind meines Wissens frei verkäuflich.

  4. René Kohl
    schrieb am 17. September 2011 um 15:11 Uhr (#)

    Unlustig.

  5. Ny Alesund
    schrieb am 12. Oktober 2011 um 09:05 Uhr (#)

    Sehr gut! Wo kann man diesen Wecker in Deutschland käuflich erwerben? Die Angsthasen von getdigital.de werden den Wecker nicht in ihr Sortiment aufnehmen, dass wurde bereits abgeklärt.

    Viele Grüße,
    Ny Alesund

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