SanDisk Vault:
Der Hundert-Jahre-Speicher für Fotos

Sandisk stellt ein externes Flash-Laufwerk vor – und garantiert bis zu hundert Jahre Datenpersistenz.

Sandisk Memory Vault {pd Sandisk;http://www.sandisk.com/about-sandisk/media-kit/retail-product-photos/memory-vault/sandisk-memory-vault}
Sandisk Memory Vault (Quelle: pd Sandisk)
Die Festplatte im Notebook meines Schwagers hat von jetzt auf gleich ihre Funktion eingestellt. Nur noch ein gleichförmiges Klacken war ihr zu entlocken. Natürlich gibt es kein Backup der Fotos – immerhin mehr als zehn Jahre hatte er fotografisch dokumentiert. Hätte er doch das SanDisk Vault gehabt: einen “unkaputtbaren” USB-Speicher. Kein Stick allerdings: der externe Speicher wird über ein Mini-USB-Kabel hinter einer Gummiabdeckung an den PC angeschlossen. Das voll vergossene Gehäuse übersteht jede physische Belastung, und auch die Daten sind sicher: Sandisk kann die Integrität derselben über eine Dauer von bis zu hundert Jahren garantieren.

So viel Sicherheit hat natürlich ihren Preis: der Sandisk Memory Vault mit 16 GB Speicher kostet circa EUR 75, der mit 8 GB etwa EUR 47. Zu bedenken gilt: 16 GB sind schnell gefüllt, wenn man jedes Bild darauf schaufelt, das die Digitalkamera verlassen hat. Es lohnt sich also hier doppelt, vorzu jene Bilder zu löschen, die ohnehin nichts taugen.

Mein Schwager allerdings muss seine Festplatte bei einem Rettungsservice wiederherstellen lassen, – für knapp EUR 900 (und das ist noch ein Sonderpreis). Vor diesem Hintergrund erscheinen der Preis des Sandisk Vault geradezu wie ein Schnäppchen.

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12 Kommentare

  1. M.Eschenberg
    schrieb am 14. September 2011 um 19:51 Uhr (#)

    Letztendlich ist in dem Ding auch nur Elektronik und um eine Elektronik aufs Kreuz zu legen, genügt eine simple Überspannung (Blitzschlag, etc).

    Aber ein netter Marketing-Gag und im Falle eines Ausfalls wird das Gerät einfach herstellerseitig ausgetauscht und der “gutgläubige” Kunde zieht somit datentechnisch den Kürzeren.

    Beim Kauf einer SSD ausschließlich auf die Performancedaten zu schielen, kann sich im Ernstfall bitter rächen. Stichwort: SSD-Datenrettung Sandforce

    Weitere betrachtenswerte Aspekte sind all die Datensicherheitslösungen die über einzigartige Verschlüsselungs-Keys verfügen. Zwar sind die Daten im Falle eines Diebstahls für Dritte dann nicht zugänglich, da verschlüsselt, jedoch bei einigen Herstellern ebenfalls nicht zugänglich für die Benutzer die einen Geräteausfall zu beklagen haben.

    Hersteller, die für derartige Szenarien keine adäquaten Lösungskonzepte (Master-Keys) aufweisen können sollten somit gemieden werden. Denn was nutzt die sicherste Sicherheitslösung wenn man im Falle eines Ausfalls nicht mehr an die Daten kommt ?
    Zu sagen: “Ist der Kunde schuld, wenn er nicht backuped” ist da eher ein Ausdruck herstellerseitiger Ratlosigkeit, als kundenfreundlicher Produktskalierung.

    Den Blick starr auf Sicherheitsmerkmale und Performance-Daten zu richten, sei es hersteller- oder kundenseitig, vernebelt die Tatsache das mehr Geräte einen technischen Ausfall erleiden, als das sie geklaut werden.

    1. Tobias W.
      schrieb am 14. September 2011 um 23:16 Uhr (#)

      Ich muss widersprechen. Sinn einer Verschlüsselung ist, dass nur ich (und Menschen, denen ich den Schlüssel gebe/hinterlege) Zugriff habe. Der Hersteller sollte kein Hintertürchen eingerichtet haben. Hersteller, die das tun, meide ich.

  2. Hans-Jörg
    schrieb am 14. September 2011 um 21:18 Uhr (#)

    Hm, wie schön, dass Muttern noch die alte Schuhschachtel mit all den Negativen meiner Kinderfotos lagert. Ausser Feuer, Wasser oder Alzdings bzw. Dingsheimer muss man wohl nichts fürchten, was zu einem totalen Datenverlust führen könnte. Es gab auch gute Dinge in der alten Zeit… darum die gute alte Zeit?

  3. Tobias W.
    schrieb am 14. September 2011 um 21:51 Uhr (#)

    Außer… eben. Echte Fotos haben ihren Reiz, aber digitale Daten sind leichter zu sichern. Automatische Backups – auch verschlüsselt online – sind für den Privatanwender mittlerweile bezahlbar.

    Dann braucht man auch Feuer und Wasser, beides echte Risiken, nicht mehr fürchten.

  4. jan
    schrieb am 14. September 2011 um 23:02 Uhr (#)

    “garantiert bis zu hundert jahre…” Wie kann man denn etwas “bis zu” garantieren? Das ist leider ganz schlechter Schreibstil, auch wenn der Hersteller das so vorgeben mag. Leider liest sich auch der Rest des Artikels wie eine billige Werbeanzeige.

    PS: Wer mir 100 Euro überweist, dem garantiere ich, bis zu 2000 Euro von mir wiederzubekommen =)

    1. SCORPiON
      schrieb am 15. September 2011 um 00:51 Uhr (#)

      Man kann mittlerweile die Umweltbedingungen so simulieren, als wenn 100 Jahre unter Normalbedingungen abgelaufen wären. Ebenso kann man die durchschnittlichen Schreib- & Lesezyklen simulieren, die das Laufwerk ungefähr für 100 Jahre aushalten muss.
      Somit kann man schon eine Garantie auf die Haltbarkeit geben, sofern man es normal verwendet. Klar: Als SVN-Backup sollte man sie nicht verwenden ;).

      mfg SCORPiON

  5. nonsense
    schrieb am 15. September 2011 um 08:02 Uhr (#)

    @ jan – endliche mal einer der es auf den Punkt bringt!

  6. Zeitgeist
    schrieb am 15. September 2011 um 09:30 Uhr (#)

    Naja, ist ja ganz nett. Und wem ist nicht schon einmal ein USB-Stick abgeraucht (die Sticks der ersten Generation mit 4 oder 8 MB sind bei mir alle bereits nicht mehr nutzbar).
    Allerdings scheint die Marketing-Abteilung einen entscheidenen Aspekt zu vergessen: Wer garantiert mir, dass Microsoft, Apple und wie sie nicht alle heißen, mir in 100 Jahren noch Hardware und Treiber zur Verfügung stellen, um USB-Devices anzuschließen? Nach derzeitgem Trend werden wir in 5 Jahren gar keine physikalischen Schnittstellen mehr benötigen, sondern ausschließlich in der Cloud arbeiten.
    Aber für die Zwischenzeit ist das sicherlich eine interessante Sache.

    1. SCORPiON
      schrieb am 16. September 2011 um 05:01 Uhr (#)

      Nun, dafür hast du selbst Sorge zu tragen, dass es auch nach 100 Jahren noch ein abspielfähiges Gerät gibt. Wie glaubst du, dass Magnetbänder zu DDR-Zeiten abgespielt werden? Korrekt. Mit alten Geräten. Hin und wieder muss ich mich bei einigen Kommentaren fragen, ob der dahinterstehende Mensch denkfähig ist, oder ob er einen Beitrag nur schreibt, damit etwas mehr Text die Datenbank von neuerings.com belastet.

  7. Hans-Jörg
    schrieb am 16. September 2011 um 07:23 Uhr (#)

    Schade, bisher ging es hier ohne Pöbeleien und Bashing – bitte lasst es so, bringt niemandem was!

    1. Schreibt hier auf dem Blog Simon Wüthrich
      schrieb am 16. September 2011 um 11:21 Uhr (#)

      +1

  8. Florian
    schrieb am 16. September 2011 um 11:20 Uhr (#)

    Och, Jungs… Ganz ehrlich hat einer von Euch relevante Daten welche, nach Eurem Tot, für irgendjemanden von Interesse ist? Angenommen der Altersdurchschnitt der hier teilnehmenden Leserschaft liegt bei 30 Jahren. Wie es bei mir der Fall ist. Dann sind wir nach Ablauf deren Garantie bereits 50 Jahre tot wobei nach 30 Jahren die Friedhofspacht ausläuft. Es gibt also bereits seit 20 Jahren keine Grabstätte mehr von uns aber unsere Pornosammlung?!?! Ich finde es als ein netter Gag. Mehr nicht. :-p

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