Bowers & Wilkins In-Ear Kopfhörer C5:
Schmuckstück für die Ohren

Der neue In-Ear Kopfhörer C5 von Bowers & Wilkins nutzt eine innovative Mechanik, die für besonders bequemen und festen Sitz sorgen soll. Wir haben getestet, wie das funktioniert – und wie sich die ungewöhnlichen Kopfhörer anhören.

Das Öffnen der Verpackung gleicht dem einer Schmuckschatulle. Vorsichtig zieht der staunende Tester die In-Ear Kopfhörer C5 an einem kleinen Bändchen aus der Außenhülle und betrachtet die ausgebreiteten Preziosen, deren Kabel präzise ausgerichtet und sorgfältig fixiert sind.

Man traut sich kaum, die C5 von Bowers & Wilkins aus ihrer Verpackung zu nehmen. Am Ende überwinde ich mich doch, schließlich kommt es ja auf den Inhalt und den Klang an, nicht auf eine schöne Verpackung. Trotzdem ist die Sorgfalt, die man schon hier spürt, beeindruckend.

Mal sehen (oder besser: hören), ob man diese Sorgfalt und Qualität auch bemerkt, wenn es um die eigentliche Aufgabe – die perfekte Musikwiedergabe – geht.

Bowers & Wilkins In-Ear Kopfhörer C5: Schmuckstück für die Ohren (Bilder & Video: Frank Müller
Fotostrecke starten: Klick auf ein Bild (6 Bilder)

Das Kabel

Das transparente Kabel des Bowers & Wilkins C5 ist etwas starrer und dicker als das des Klipsch Image S4i Headsets, das ich vor kurzem getestet habe und von dem ich ziemlich begeistert bin. Es wirkt dadurch haltbarer und ist noch etwas weniger anfällig gegen Verheddern. Überhaupt ist die Verarbeitung solide und edel.

Musik: The Tudor Consent – Amen (Stabat Mater, Domenico Scarlatti)

Der Sitz

Da haben sich Bowers  & Wilkins eine raffinierte Lösung einfallen lassen. Direkt an den Ohrhöhrern ist das Kabel noch einmal mit einer weiteren stabilen, aber flexiblen Kunststoffhülle überzogen, die in einem Bogen durch den Rand des jeweiligen Ohrhörers läuft und so eine Kabelöse bildet. Die Größe dieser Öse kann man jetzt durch verschieben so variieren, dass sie genau in die eigene Ohrmuschel passt und den Hörer dadurch an Ort und Stelle hält.

Man setzt die Ohrhörer ein, fixiert sie mit einer kurzen Drehung, und fertig ist der perfekte Sitz. Das ist einfach und effektiv.

Der Klang

Betrachtet man die Öffnungen des Bowers & Wilkins C5 im Vergleich zu herkömmlichen In-Ear-Kopfhörern wie dem Klipsch Image S4i, fällt sofort die große Öffnung auf. Dadurch (nehme ich an) klingt der C5 noch etwas voller und, ich nenne es mal, fleischiger als der Klipsch Image S4i, der mir auch schon sehr gut gefallen hat. Allerdings muss man schon mehrmals zwischen den beiden Kopfhörern im direkten Vergleich hin- und herwechseln, um den Unterschied so benennen zu können.

Außerdem hängt der Klangeindruck natürlich auch noch von dem jeweiligen Musikstück ab, der (ohnehin nur feine Unterschied) ist je nach Musikrichtung mal mehr, mal weniger hörbar – jedenfalls für meine Ohren.

Die Technik

Der Bowers & Wilkins C5 ist mit NeoDym-Magneten und einer ultraleichten, 9 µm dünnen Membran ausgestattet, seine Impedanz beträgt 32 Ohm, sein Frequenzumfang reicht von 10 Hz bis 20 kHz und der Gesamtklirrfaktor ist <1 %. Als Empfindlichkeit hat der Hersteller 118 dB/V bei 1 kHz angegeben.

Das Fazit

Bowers & Wilkins C5 ist ein wirklich hochwertiger In-Ear Kopfhörer mit raffinierten Details, ausgezeichnetem Klang und Headset-Funktionalität – der allerdings nicht besonders billig ist. Bei Amazon bekommt ihr die In-Ear Kopfhörer C5 (Affiliate-Link) für 179 EUR. Das ist nicht gerade günstig, aber durchaus angemessen.

Wer mehr wissen möchte: Bowers & Wikins haben dem edlen C5 Kopfhörer eine eigene Seite mit mehr Informationen spendiert.

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4 Kommentare

  1. Marcus Hinz
    schrieb am 26. August 2011 um 08:43 Uhr (#)

    Das Kabelaufwickeln müssen sie noch von Apple lernen ;-))) Das sieht in den Apple Verpackungen besser aus :-)

  2. Hans-Jörg
    schrieb am 26. August 2011 um 13:31 Uhr (#)

    “Fleischig”? “Fleischig”!

    Wer hats erfunden? Ein Schweizer… ;-)

    http://neuerdings.com/201…on-so-laut/#comments

    Letzter Post.

    Aber btt: muss ich auch mal testen. Uns btw noch einen Gruss an den SuisseEMEX-Redaktor vom Blogwerk ;-)

    1. Schreibt hier auf dem Blog Frank Müller
      schrieb am 26. August 2011 um 13:36 Uhr (#)

      Ich wusste doch, dass mir das beim Schreiben irgendwie bekannt vorkam. Jetzt weiß ich, woher. Verwende ich jetzt öfter ;-)

      Und unser Redaktor hat den Gruss bestimmt schon mitbekommen – der liest hier immer wieder mal mit.

    2. Schreibt hier auf dem Blog Simon Wüthrich
      schrieb am 26. August 2011 um 19:09 Uhr (#)

      @Hans-Jörg: Herzlichen Dank für den Gruss. Hat mich gefreut, Dich auf der Messe kennen zu lernen!

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