Dell Vostro V131:
Endlich ein Akku, der
den Namen auch verdient

Der Dell Vostro V131 löst seinen Vorgänger ab und kann vor allem eines besser: 10 Stunden ohne Steckdose auskommen.


Dell Vostro V131

Dell Vostro V131

Endlich. Das Warten hat sich gelohnt. Wer sich an meinen Test des Vostro V130 erinnert, weiß worum es hier geht: Dell hat seinem Arbeitstier V131 einen Akku mit auf den Weg gegeben, der länger als zwei Stunden durchhalten soll – damit ist der Vostro endlich das, was man von ihm erwartet: Ein mobiler Begleiter. Willkommen, Dell Vostro V131.

Die verlängerte Akkulaufzeit war jedoch nicht ohne Veränderungen am Gerät zu erlangen: Zwar versuchten die Texaner das markante Design beizubehalten, ganz gelungen ist es ihnen aber nicht. Ich bin versucht ein “verschlimmbessert” zu vergeben.
Der Vostro V130 hatte alle Anschlüsse an der Rückseite, eine tolle Sache, weil Kabel und anderes Zeugs nie im Weg waren.

Um die Akkulaufzeit zu erhöhen, hat sich Dell für einen Akkuschacht entschieden und der liegt, wie so oft, an der Rückseite. Darum mussten sich sämtliche Ports ein neues Zuhause suchen: Ein USB- und ein HDMI-Port leben in wilder Ehe auf der linken Seite, genau neben dem Gebläse und dem SD-Karten-Friedhof. Ihre zwei USB-Kinder haben ihren Platz an der rechten Seite gefunden und werden vom VGA- und dem Ethernet-Port beaufsichtigt.

Dell Vostro V131 (Bild: Dell)

Dell Vostro V131 (Bild: Dell)

Die Party steigt auch dort, denn Herr Kopfhörerausgang wohnt in derselben Straße. Merkwürdigerweise ist der Mikrofoneingang unbekannt verzogen, so dass man entweder auf das eingebaute Mikrofon oder eine externe USB-Lösung zurückgreifen muss. Dafür ist der Lautsprecher endlich tageslicht-tauglich geworden: Hatte der sich zuvor noch hinter der Tastatur versteckt, pumpen jetzt zwei Löcher an der Vorderseite ihre Musik in die Welt hinaus. Die Partybeleuchtung für Capslock, WLAN oder Festplattenaktivität wurden ebenfalls nach vorne verlagert – prinzipiell unerheblich, solange sie endlich hell genug leuchten, damit man diese auch im Freien erkennen kann.

Was sich Anfangs als Insellösung darstellte, fasst nun auch im Vostro Fuß: Die Tastatur kommt im Chiclet-Style daher und tanzt nachts ihren Hula bei schummriger Beleuchtung. Ja, richtig: sie ist endlich hintergrundbeleuchtet, wurde ja auch Zeit.

Die restliche Ausstattung ist etwa gleich geblieben, bzw. dezent angehoben worden: Celeron bis Intel Core i5 2.3GHz CPU, in der günstigen Ausstattung mit Win 7 Home Premium 64-bit, sonst Professional, maximal 8GB Arbeitsspeicher und ein 13-Zoll-Display mit 1366 mal 768 Pixeln. Erfreulicherweise ist das Gewicht mit 1,64 kg nicht gestiegen, das gilt jedoch nur für den 4-Zellen Akku. Insgesamt ein würdiger Nachfolger, vor allem wegen der Akkulaufzeit. Doch durch die unglückliche Platzierung der Anschlüsse und dem Lüfterausgang an der linken Seite (auch Linkshänder wollen nicht ständig von einem Fön angepustet werden) irgendwie ein fauler Kompromiss.

 

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10 Kommentare

  1. Der Kopfhöreranschluss ist gleichzeitig ein Mikrofon-Anschluss. Das Symbol ist ein Headset, inklusive Mikrofon.

  2. Uiuiui, ist der Redaktor schon am Nachmittag betrunken?

  3. Sehr schönes Teil. Die Anschlüsse an der Seite sind zwar nicht gern gesehen, aber dafür ist der Akku wechselbar und macht das Teil damit alltagstauglich. Ein Schlepptop ist nun mal für den mobilen Einsatz gebaut, da muss der Akku wechselbar sein. Alles andere ist nur zum spielen von großen Jungs.

  4. Wie steht es mit dem Display? Ist es, wie der Vorgänger matt, oder wie auf den Bildern zu sehen glossy? Das würde es für mich nämlich sehr uninteressant machen…

    • Ja, die Bilder stammen mal wieder aus der PR-Abteilung ohne Ahnung der Daten. Das Display ist laut Beschreibung “relfexionsarm”, gehe davon aus, dass es das gleiche matte Panel ist, wie im Vorgänger. Das ist zum Büroarbeiten nicht schlecht, knackige Farben, hohe Kontraste sehen aber anders aus. Zum jetzigen Zeitpunkt reine Spekulation meinerseits, ich werde es testen und berichten.

  5. Ich habe den Vostro V131 mit i3, komme aber bei weitem nicht an die 10 Stunden Akkulaufzeit heran. Sind eher 3 Stunden bei mäßiger Nutzung :( Mit welchem Akku wurde denn hier getestet?

    • Huch,
      drei Stunden? Das ist definitv zu wenig. In Deutschland wird der Dell ausschließlich mit dem 6-Zellen Akku verkauft. Dieser kam auch im Testgerät zum Einsatz. Solltest Du keinen 3-Zellen Akku nutzen, dann setze Dich doch mal mit Dell in Verbindung. Zeit der Akku 100% an? Ist er korrekt kalibriert? Hast Du vielleicht versehentlich den V130 mit dem V131 verwechselt?
      Gruß
      kai!

  6. Ja, der Akku zeigt 100% an und es ist auch ganz sicher der V131. Liegt es Vielleicht am i3? Der hat ja nicht diese automatische Taktanpassung die der i5 bietet.
    Gruß Peter

  7. Hui, das ist wirklich merkwürdig. Den kostenlosen Dell-Support anrufen. Die Leute sind freundlich und kompetent und können Dir bestimmt weiterhelfen.
    Der i3 hat ebenso Enhanced Speedstep, wie auch der i5 und auch die gleiche TDP von maximal 35 Watt. Der Laptop sollte in der Lage sein länger zu laufen.
    Nun bleiben nur noch die üblichen Verdächtigen: Taskmanager aufklappen und CPU-treibende Prozesse identifizieren und eliminieren. Oder Windows neuinstallieren ^^

    Eine Ferndiagnose ist schwer möglich. Der Dell arbeitet fast problemlos mit Linux Mint 10 zusammen. Du könntest Dir eine Live-Distro von einem USB-Stick starten und abwarten, was passiert. Wenn der Laptop weiterhin unterirdisch kurzatmig bleibt, solltest Du Dich auf jeden mit dem Support in Verbindung setzen. Da stimmt irgendwo etwas nicht.
    Viel Erfolg.
    gruß
    kai

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