WRAN Standard IEEE 802.22:
Bis zu 100 km Reichweite
Der neue WRAN-Standard 802.22 wird in vielen Teilen der Welt für eine Revolution sorgen, weil damit das Internet in viele unerschlossene Regionen gebracht werden kann.
Vor ein paar Jahren dachte man, mit WLAN-Netzen könne die halbe Welt umspannt werden. Doch die geringe Reichweite von WLAN-Routern lässt es nicht zu, ein ganzes Dorf flächendeckend zu versorgen. Dafür gibt es die “Wireless Regional Area Network” Standards, die in Zukunft DSL-Netze auch in die letzte Ecke der Welt transportieren sollen. Schon in Deutschland ist es teilweise problematisch ein vernünftiges DSL-Netz aufs Land zu bringen, in den USA, wo man große Entfernungen überbrücken muss, sieht es noch schlechter aus. Hier könnte der neue WRAN-Standard helfen.
Hintergrund ist, dass der neue Standard neue, bzw. alte Frequenzen nutzt. Seit der Abschaltung der analogen TV-Signale in den USA, liegen diese ungenutzt rum. Dazu zählen die Bereiche im VHF- und UHF-Band und dort zwischen 54MHz bis 698MHz. Die Bandbreite auf der gesendet wird, beträgt dabei 1 MHz.
Damit erhöht man die Reichweite auf knapp 100 Kilometer. Theoretisch kann man über diese Entfernung eine Bandbreite von rund 22 Mbit/s für den Empfänger bereithalten. In der Praxis hängt der Erfolg aber noch von anderen Faktoren ab. Auch bleibt das Problem mit den Funkschatten, was man schon von den analogen Fernsehwellen kennt. Liegt man im Schatten eines Berges, ist es schwer mit dem Empfang.
Dennoch wird der neue Standard auch in Deutschland dafür sorgen. dass ländliche Gebiete besser vorsorgt werden. Wobei die Frage ist, ob dies nicht auch mit dem neuen, deutlich besseren LTE-Standard zu schaffen ist. In den USA wird man allerdings froh sein dank WRAN das schnelle Internet besser verteilen zu können, zumal LTE dort vermutlich eher den dichter besiedelten Gebieten vorbehalten bleibt.


















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klingt ja ganz gut , aber wieviel funkwellen vertägt der mensch . überall wird gesendet was das zeug hält ! mehr bandbreite im internet ?! für was eigentlich ? ach ja für sch.. werbung !
dann kann man ja das internet wegschmeißen !
analoges satelliten signal gibt es schon lange bis jetzt leben wir noch. ausserdem ist es eine gute sache wenn alle menschen das internet benutzen können man hats ja in ägypten gesehen wie wichtig internet dabei war
Funkwellen gibt es seit Ewigkeiten. Und wie im Artikel interessant geschrieben, werden dafür Frequenzbänder benutzt, in denen früher das TV-Signal übertragen wurde!
Ausserdem gibt es andere elektro-magnetische Felder die schlimmer sind, z.B. von der Mikrowelle…
Und wieso man mehr Bandbreite benötigt? Ernsthafte Frage? Wieso braucht ein PC mehr als 64kb RAM? Wieso braucht die Menschheit mehr als 2 Mainframes?
Der Vergleich mit den Fernsehwellen hinkt, denn dann ist die Sendestation nicht mehr 20km entfernt, sondern steht in 2m Entfernung in unseren Wohnzimmern.
@ Marco bei 100 km reichweite muss die sendeleistung doch schon sehr hoch sein !? und das dann im zimmer ^^
@jerombl und das mehr bandbreite zu mehr Werbespotts frühen wird ? darüber freue ich mich nicht wirklich !
In der Regel ist es ja ein Trade-Off zwischen Reichweite und Datenrate.
Beispiel:
Langwelle: Reichweite 1000km, Qualität: mist
UKW: Reichweite 100km, Qualität: gut
und noch ein Beispiel:
GSM 10km bei 10kb/s
UMTS 1km bei 100kb/s
WLAN 100m bei 1000kb/s
Will ja nicht meckern aber ich extrapoliere hier
802.22 100km bei 1 kb/s
Physikalische Gesetze kann man ja nicht so ohne weiteres umgehen. Wenn die natürlich in der Salzwüste ohne Hindernisse messen mit Richtantennen, dann ist das was anderes.
Ray
Hallo Ray, Marco,
die physikalischen Gesetze beziehen aber auch Antennen- und frequenzabhängige Ausbreitung (“Dämpfung”) mit ein … und die nimmt mit der Frequenz zu: GSM (900 MHz) UMTS 2000 MHz WLAN 2400/5600 MHZ – deshalb werden die Reichweiten geringer … und die intelligenten neuen Systeme müssen ihre Sendeleistung an die Entfernung des Empfängers anpassen, um Strom(kosten) zu sparen und weniger Störung (Interferenz) zu erzeugen. Daher würde Deine 2m entfernte Station natürlich deutlich schwächer senden als der Rundfunksendemast, der auch Hörer in weit größerer Entfernung erreichen muss.